Zwischen PR und Wirtschaftstheorie – mein duales Studium bei Mavens

Veröffentlicht am 07. Oktober 2013 von Nina Jacob

1185605_631411063557830_1190822997_nNach dem Abitur vor anderthalb Jahren stand ich vor einer großen Entscheidung: Sollte ich studieren oder lieber eine Ausbildung machen? An diesem “Scheideweg” stand sicherlich schon mancher Absolvent. Auch wenn ich mich noch nicht festlegen konnte, stand eines für mich fest: Ich möchte in die Kommunikationsbranche. Letztendlich entschied ich mich dafür, ein Studium mit einer Ausbildung zu kombinieren. Deshalb hieß es: Raus aus dem Dorf und rein in die Großstadt! Ich bin Nina, 21 Jahre alt und studiere Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketingkommunikation und PR im dritten Semester. Seit August unterstütze ich das PR-Team bei Mavens.

Kommunikation…

“Och nee, nicht schon wieder Werbung.” – stöhnen die meisten. Ich hingegen musste feststellen, dass ich TV-Werbepausen ganz und gar nicht überflüssig finde. Im Gegenteil. In meinem Kopf analysiere ich sämtliche Kommunikationsmittel jeder einzelnen Werbung. Spätestens zu dem Zeitpunkt bemerkte ich mein Interesse für die Werbebranche. Aber warum nun PR? Tatsächlich änderte ich meine Interessen während des Studiums. Ich lernte meine Freude am Schreiben kennen und verstand den Gegenstand sowie die Nutzung der Öffentlichkeitsarbeit. Ich bemerkte schnell, dass dieser Bereich genau mein Ding ist. Mich reizt besonders die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit Multiplikatoren.

…theoretisch

Wirtschaftswissenschaften zu studieren stand nie auf meiner To-Do-Liste. Es sollte die Kommunikationsbranche sein. Gleichzeitig war ich mir sicher, dass ein duales Studium genau das richtige für mich ist. Schnell würde ich fündig: Das BWL-Studium an der IBA Hamburg,  was perfekt auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Wirtschafts-Know-how kann ja nicht schaden, denke ich. Break-Even-Points und die doppelte Buchführung halten mich keineswegs davon ab, Marketing und PR zu studieren. Von Marktforschung bis hin zur PR-Konzeption – durch die Vorlesungsinhalte werde ich bald zum Kommunikationsspezialisten!

…praktisch

In der Agentur bin ich drei Tage in der Woche. Medienarbeit, Kontaktpflege und Monitoring sind meine Haupttätigkeiten. Außerdem beschäftige ich mich viel mit Twitter, Facebook, Instagram und co. Dies nutze ich zum einen für unsere Eigenkommunikation, aber auch für die Recherchearbeit. Es macht Spaß, die gelernte Theorie von der Hochschule bei Mavens praktisch anzuwenden. Das ist das Besondere und Spannende an meinem Studium. In der PR-Abteilung ist immer was los, und jeder Tag ist anders. Zwischen allen Mitarbeitern bin ich die erste Dual-Studentin bei Mavens. Es ist für meine Kollegen noch ungewohnt, dass ich jeden Mittwoch-Abend “Bis Montag!” rufe und ihnen vorzeitig ein schönes Wochenende wünsche.

Durch das sogenannte “Modell der geteilten Woche” pendel ich zwischen Agentur und Hochschule. Mit einer gesunden Portion Ehrgeiz, Interesse und Kraft macht diese Abwechslung viel Spaß. Ich hätte in einem normalen Studium niemals so viel gelernt wie bisher bei Mavens. Meine Entscheidung nach dem Abitur war also genau richtig. Daher freue ich mich auf die Zukunft. Das duale Studium ist der “Königsweg der Ausbildung”, sagt man. Da ist etwas dran.

 



Neu bei MAVENS: Jan Oelker

Veröffentlicht am 23. September 2013 von Jan Oelker

Gestatten: Jan.

Schon seit langem schlägt mein Herz für Social Media und Public Relations. Und wie es der Zufall will, verknüpfe ich heute beides – in einer Agentur für Social Relations.

Hamburg – New York – Hamburg: Mein Weg zur PR

Im Studium Medien und Information an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg belegte ich die Studienschwerpunkte Journalistik und Medienproduktion. Ich wollte aber nicht nur studieren, sondern auch probieren. Also entschied ich mich für ein Praxissemester bei der Bild- und Textagentur Picture Press. In dieser Zeit war ich in erster Linie für Bildauswahlen in den Bereichen “Fashion” und “Lifestyle” verantwortlich. Trotz vieler spannender Projekte und einer stets gut sortierten Gruner + Jahr Kantine, war ich mir am Ende sicher: Bilder sagen vielleicht mehr als 1.000 Worte – aber letztere möchte ich nach dem Studium professionell zu Papier bringen. Um in Sachen Berufsauswahl auf Nummer sicher zu gehen, bedurfte es also Praxiserfahrung – gerne im Ausland. Gedacht, getan. Während der Semesterferien absolvierte ich ein dreimonatiges Auslandspraktikum bei GEO in New York. Neben spannenden Bildrecherchen, unter anderem im analogen Archiv des American Museum of National History, lernte ich über den Dächern von Manhattan aber vor allem eines kennen: den redaktionellen Alltag. Zurück in Hamburg konkretesierte sich während des Hauptstudiums der Wunsch, im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit Fuß zu fassen. Und schnell war klar – PR sollte es sein.

Bisherige Stationen

Nach dem Studium heuerte ich bei ad publica an. Für meine damaligen Kunden war ich in erster Linie in den Bereichen Produkt-PR sowie Corporate Communications verantwortlich. Bei UMPR, meiner zweiten Station, stand ich vor allem zu Fragen rund um die Themen Marken-PR und Blogger Relations beratend zur Seite.

Auf zu neuen Ufern

Die Frage, ob zeitgemäße PR untrennbar mit der Ansprache von Multplikatoren in Blogs und Social Networks verbunden ist, beantwortet MAVENS mit ja. Und weil ich mich dieser Meinung hundertprozentig anschließe, hab’ ich seit September meinen Platz in unserem PR-Unit. Als Junior PR-Berater unterstütze ich Kunden aus den Branchen Internet und E-Commerce in der Unternehmens- und Markenkommunikation. Dazu gehören zum Beispiel NuBON, Reskribe und URBANARA. Von der Analyse bis zur Maßnahme: Konzeption macht mir Spaß. Da passt es sich gut, dass dieser Bereich einen großen Teil meiner Arbeit einnimmt. Ach so, texten darf ich hier natürlich auch. Ob Print, Online, TV oder Social Web – Themen platziere ich zur richtigen Zeit auf dem richtigen Kanal.

Ich freue ich mich auf eine tolle Zeit, spannende Projekte – und jede Menge Socializing.

Jan



Mach’s kurz: Der 15 Sekunden Wahlkampf

Veröffentlicht am 20. September 2013 von Sonja Petersmeier

Politischer Schlagabtausch via Instagram Video. Redezeit: 15 Sekunden. CNN Europe zeigt mit seiner Microsite 15 Second Debate wie’s geht. Und wir waren neugierig, wie viel politische Meinungen eigentlich in ein Instagram Video passen…

Wie viele politische Meinungen passen in ein Instagram Video #cnn15s



What’s new im Social Web?

Veröffentlicht am 28. August 2013 von Sandra Stabenow

Wir leben in einem sich ständig ändernden Jetzt, in der die Flut an Informationen in allen Bereichen unentwegt zunimmt – und ganz besonders im Social Web. Dem einzelnen Menschen ist es nahezu unmöglich alle Neuigkeiten zu erfassen. Spiegel-Kolumnistin Sibylle Berg bemerkt trefflich: „Das Informationszeitalter sprengt uns allen ja das Gehirn.“ Da es heutzutage kaum noch jemand schafft, „bei der Geschwindigkeit, in der wir leben, arbeiten und Nachrichten konsumieren (…), das zu überprüfen, was er liest oder hört“, werden wir an dieser Stelle ab sofort in regelmäßigem Abstand die wichtigsten Änderungen innerhalb der sozialen Netzwerke besprechen. Hauptaugenmerk liegt diesmal auf Facebook, aber auch Google+, Twitter und Co. sollen künftig nicht zu kurz kommen.

Lockerung der Gewinnspielrichtlinien

Lasst uns mit der Neuerung beginnen, die von den meisten Seitenbetreibern wohl am sehnsüchtigsten erwartet wurde: Facebook ändert seine Gewinnspielrichtlinien. Fortan dürfen Gewinnspiele auch ohne Applikation in der Chronik einer Seite, aber nach wie vor nicht in der Timeline von Nutzern, durchgeführt werden. Damit wird „Like, Comment, Share“-Gewinnspielen mehr Raum gegeben. Aber Vorsicht, die Anpassung der Promotion-Richtlinien ist bislang nur in der englischen Version der Facebook-Regularien vorgenommen worden – Widersprüche inklusive.

Facebook-Logo

Ungeachtet der Tatsache, dass Wettbewerbe innerhalb der eigenen Chronik viel einfacher erstellt werden können und eine weitaus höhere Reichweite erzielen, empfehlen wir, Promotionen weiterhin über eine App zu realisieren. Mehre Gründe sind dafür ausschlaggebend. Zum Einen können Inhalte und Layout viel freier und dem CI entsprechend gestaltet werden und zum Anderen läuft man nicht Gefahr gegen bestehende Gesetztes- oder Facebook-Vorgaben zu verstoßen. Auch das Risiko von Nutzern als Spammer eingeordnet zu werden bleibt aus. Nicht mehr lang und Weihnachten steht ins Haus. Spätestens dann wird sich zeigen, in welchem Maße Unternehmen und Marken die neuen Gewinnspielrichtlinien adaptiert haben.

Zugriff auf Stockfotos

Werbetreibende aufgepasst! Künftig darf jeder, der Anzeigen auf Facebook schaltet, kostenlos Bilder aus dem Archiv von Shutterstock nutzen und diese ins eigene Inserat einbinden. Advertiser haben damit Zugriff auf rund 25 Millionen Images. Zukünftig soll auch die Auswahl von mehreren Bildern für eine einzige Anzeige möglich sein.

Embedded Posts

Lange überfällig ist die Option öffentliche Posts von Facebook in eine externe Webseite einzubinden. Es ist kinderleicht! Man geht dazu einfach auf den kleinen Pfeil oben rechts neben dem Post, klickt auf „Beitrag einfügen“ und kopiert den erscheinenden HTML-Code in den eigenen Blogbeitrag.

Newsfeed Algorithmus

Der EdgeRank ist tot“ heißt es. Nun ja, ab sofort werden eben noch mehr individuelle Kriterien in die Bewertung von Postings einbezogen. Ein Nachteil durch die Änderungen im Newsfeed Algorithmus entsteht nur denjenigen Unternehmen, die keine guten, relevanten Inhalte produzieren.

Shared Photo Albums

Herausforderung für die Einen, Gewinn für die Anderen: Während die neuen Fotoalben, auf die gemeinschaftlich zugegriffen werden kann, Startups wie Keepsy und Albumatic, eher den Angstschweiß auf die Stirn treiben dürften, können sich Facebook-Nutzer freuen. Freunde können nun gemeinsam Fotos hinzufügen, taggen und Alben editieren. Der Albumersteller kann bis zu 50 Contributoren einladen, von denen jeder bis zu 200 Fotos hochladen darf. Diese Funktion bietet großartige Möglichkeiten für Unternehmen und Marken. So können z. B. nach einem Blogger Event die Teilnehmer dazu aufgefordert werden, ihre gemachten Bildern mit anderen Fans der Facebook-Seite zu teilen.



Neu bei MAVENS: Sandra Stabenow

Veröffentlicht am 26. August 2013 von Sandra Stabenow

Es heißt, das Studium der Geschichte ermöglicht viele Wege – schließlich können Geisteswissenschaftler ja alles und nichts. Erstaunlich, dass es für die Historiker bei MAVENS nur einen Kurs gibt: Social Media. Ich werde einen Teufel tun und mit dieser „Tradition“ brechen. Gestatten: Sandra Stabenow, studierte Geschichtswissenschaftlerin mit SEO-Background und die neue Volontärin an Board.

Sandra StabenowSocial Media ist …

Ein chinesisches Sprichwort besagt: „Es genügt nicht, an den Fluss zu kommen, nur mit dem Wunsch, Fische zu fangen. Man muss auch das Netz mitbringen.“ Gibt man dem Fluss nun einen so klangvollen Namen wie Facebook, Twitter oder Instagram, fällt auf, dass die Redewendung auch Gültigkeit für Social Media hat. Vorausgesetzt, man sieht die sozialen Netzwerke mit denselben Augen wie ich. Dialog, Interaktion und Austausch sind Begriffe, die ich mit den sozialen Medien in Verbindung bringe, nicht Einbahnstraßenkommunikation. Es geht darum Mehrwert in Form von relevanten und ansprechenden Inhalten zu schaffen.

… meine Welt!

Ich selbst, bin gerne Produzentin dieser Inhalte. Mein bevorzugtes Medium: der Blog. Meine ersten  Gehversuche in der Blogosphäre habe ich bereits 2009 gemacht. Mode war das Thema, Englisch die Sprache. Es folgten eigene Projekte in Portugiesisch und Deutsch. Zuletzt habe ich ausschließlich beruflich gebloggt – vielleicht kennt ihr mich ja von SEO-Trainee.de? Es könnte auch sein, dass  ich euch schon einmal auf Twitter über den Weg gelaufen bin. Dort zwitschere ich nämlich als @SEOnhora @Miss_Hashtag über aktuelle Themen und Events aus dem Bereich Online Marketing und Social Web.

Euch sticht sicher der Terminus „SEO“ ins Auge. Ja, ich war wie eingangs bereits angedeutet, beruflich nicht immer im Social Media angesiedelt – auch wenn mein Herz schon lange „social“ schlägt. Vor Kurzem erst habe ich mein einjähriges Traineeship der Suchmaschinenoptimierung bei der wirkungsvoll GmbH beendet. Die Zeit dort, in der ich viel kostbares Wissen und tolle, einzigartige Erfahrungen gesammelt habe, möchte ich keinesfalls missen! Nein, vielmehr werde ich die gewonnene Expertise in meine aktuelle Arbeit einfließen lassen und stetig ausbauen.

Wer mehr über meinen Werdegang erfahren möchte, kann hier klicken.

Schöne neue Welt – Willkommen!

Dementsprechend wird eine meiner Aufgabe bei MAVENS sein, Social-Media-Prozesse und deren SEO-Wirkung zu optimieren – Stichwort: Synergieeffekte sinnvoll nutzen. Sicherlich werde ich auch meine redaktionellen Erfahrungen gewinnbringend in den Berufsalltag integrieren. Ganz besonders freue ich mich darauf, neue Themenfelder wie zum Beispiel das Community Management oder das Social Media Monitoring zu erschließen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird mich aber die strategische Kommunikations- und Mediaplanung am meisten begeistern.

In Vorbereitung auf das Volontariat habe ich das Buch „Social Media Relations. Leitfaden für erfolgreiche PR-Strategien und Öffentlichkeitsarbeit im Web 2.0“ von Bernhard Jodeleit gelesen. Darin steht geschrieben:

„Social Media Relations basieren auf einer Haltung, auf einer offenen, dialogorientierten Persönlichkeit oder Unternehmensphilosophie, die Sympathiepunkte sammeln möchte, statt mit faulen Tricks ein bisschen rascher zum Return on Invest zu kommen.“

Genau deshalb bin ich hier.

In diesem Sinne lade ich euch herzlich ein, mit mir in den Dialog zu treten – off-und online!

- Sandra



Bike-Sharing & Co.: Trend oder Zukunft?

Veröffentlicht am 14. August 2013 von Nina Jacob

Wir Menschen sind gesellig und das Teilen untereinander macht uns glücklicher (Quelle: GDI). Der Handelsblatt-Autor Axel Oppermann nennt es die Transformation der wirtschaftlichen Denkmuster vom Haben zum Teilen. Dahinter verbirgt sich die Grundidee, für wenig Geld und ohne Stress ein günstiges oder kostenloses Mietobjekt zu finden. Die kollaborative Wirtschaft wächst im Zeitalter von der Globalisierung, Smartphones, Facebook & Co. rasant. Online-Marktplätze für Auto-, Wohnungs- und Car-Sharing sprießen gar wie Pilze aus dem Boden. So viel steht fest: Das Kaufverhalten verändert sich dadurch vollkommen.

Airbnb zählt zu den Pionieren der Share Economy. Der Umsatz des Community-Marktplatzes für private Wohnungen wird laut Forbes auf 150 Millionen US Dollar geschätzt. Jeremiah Owyang stellt gar die These auf, Airbnb könne das nächste Ebay und Uber das nächste Amazon sein. So ist es ein spannender Ansatz für die Zukunft des E-Commerce, aber auch des Handels insgesamt, obwohl diese Entwicklung noch einen weiten Weg vor sich hat.

Spinlister-Suche Hamburg

Spinlister ist das erste Angebot mit der Idee des Bike-Sharings. Das US-Startup ist in 40 Ländern aktiv und hat soeben eine eigene App gelauncht. Spinlister eignet sich besonders für Touristen, die sich Fahrräder von Privatpersonen für kleines Geld ausleihen wollen. Wie auf fast allen professionellen Sharing-Plattformen ist auch hier für eine Privathaftpflicht im Schadensfall gesorgt. Klingt nach einer Win-Win-Situation – oder besser gesagt: Win-Win-Win-Situation. Schließlich verdient Spinlister 17,5 Prozent vom Mietpreis. Doch noch steht das Unternehmen in den Startlöchern: Es sind in den USA erst 600 Fahrräder gelistet. In Hamburg ist derzeit nur ein Rad im Angebot. Owyang findet:

Instead of relying on Amazon or eBay, the crowd can turn to Airbnb and Uber to get durable goods, media, and products at the local level and on-demand.

Es spart zudem Kosten, schont die Umwelt und das Wichtigste: Sharing ruft in uns das eigentliche Grundbedürfnis hervor, das Socializing. Es ist also nicht nur ein Trend, sondern die Denkweise einer neuen Generation von Nutzern. Share Economy-Modelle haben Zukunft und noch ist das Rennen um die Marktführerschaft nicht entschieden. Wichtig ist bei der Geschäftsidee, dass sie alltagstauglich, optimalerweise global realisierbar und in den meisten Fällen lokal anwendbar ist.

 



Boost Engagement: Wie erfolgreich ist die Verknüpfung von Offline-Kampagnen mit Facebook?

Veröffentlicht am 25. Juli 2013 von Tina Günther

Bildschirmfoto 2013-07-22 um 15.01.46Softdrinks aus Automaten gegen Geld kennt jeder. Wie aber ist es, wenn der Automat statt Geld, Facebook-Likes nimmt? Facebook-Nutzer erhalten sofort einen Pepsi-Drink, sobald sie über ihr Smartphone oder am Touchscreen des Automaten die Unternehmensseite liken. Pepsi setzt damit einen weiteren Akzent in der Vermarktung besonderer Automaten. Bereits vor zwei Jahren führte Pepsi das Social Vending System ein: Fans können bei Angabe ihrer Daten personalisierte Videos sehen, oder Freunden ein Geschenk via Handy-Nachricht zukommen lassen. Pepsi testete die „Like-Machine“ erstmals bei einem Beyoncé Konzert in Belgien. Das Unternehmen lockte offline potentielle Kunden an und sammelte gleichzeitig Fans auf Facebook. Doch ist das ausreichend für eine gelungene Social Media Kampagne? Eine Facebook-Page mit über 50.000 Fans hat im Durchschnitt eine Engagement Rate von 0,19 Prozent. Die Engagement Rate von Pepsi Belgium liegt bei 0,02 Prozent – trotz erfolgreichem Post der Like-Machine: Post Engagement Rate: 0,76 Prozent.

Likes für Kleiderbügel im Laden? Auf Facebook sind Likes ein Indikator für die Beliebtheit der Produkte bei Kunden. In Offlineshops ist diese Art der Bewertung nicht möglich. Aus diesem Grund hat sich C&A Brasilien eine Idee einfallen lassen: Die Fans können auf Facebook die Kleidung liken. Die Likes werden direkt an den Kleiderbügel versendet, an dem das Teil im Laden hängt. Diese, mit einem digitalen Zähler ausgestattet, wurden extra für die Kampagne hergestellt. Der Kunde im Laden und die Online-Fans sehen gleichzeitig, wie beliebt das Kleidungsstück auf Facebook ist. Auf den ersten Blick gibt es die gewünschte Interaktion: Die Fans liken, kommentieren und teilen die Kampagne. Die durchschnittliche Engagement Rate bei einer Fan-Zahl von über eine Million liegt bei rund 0,09 Prozent. Die Engagement Rate von C&A Brasilien liegt bei 0,01 Prozent. Im Vergleich zu Pepsi ist die Post Engagement Rate mit 0,04 Prozent ebenfalls sehr niedrig.

UnbenanntBeide Fälle zeigen, dass witzige Kampagnen und Fans alleine nicht ausreichen, um eine gute Engagement Rate zu erzielen. Die Studie von Facebook Karma Wie viele Likes, Comments und Shares sammeln Facebook Seiten? bringt es auf den Punkt: Die Anzahl der Fans auf einer Facebook-Seite sind in erster Linie nicht wichtig. Vielmehr kommt es auf die Aktivität dieser an. Likes, Comments und Shares sorgen für die virale Verbreitung von Produkten und damit für eine Steigerung der Sichtbarkeit. Im besten Fall wirkt sich eine hohe Viralität positiv auf die Kaufentscheidung aus. Ob die Kampagnen tatsächlich zu einer Umsatzsteigerung geführt haben, weiß ich nicht. Entscheidend ist die bewusste Umstellung der Social Media Strategie von Unternehmen: Im Vordergrund steht nicht mehr der wahllose Aufbau von Fans auf Facebook. Unternehmen legen ihren Fokus vermehrt auf den Dialog im Online- und Offlinebereich um damit die Interaktion auf Facebook zu steigern.

 

 

 



Degenierierte Scham im Social Web?

Veröffentlicht am 24. Juni 2013 von Anna Friedrich

Erst lief es gut für Lars: Die Medien liebten seine kreative Idee, über die Webpräsenz Obdachlars nach einer Wohnung in Hamburg zu suchen. Was medial Anfang April 2013 noch positive Aufmerksamkeit brachte, schlug durch die Leserschaft in einen Shitstorm um, auf den Lars nicht gefasst war (und es auch nicht sein konnte). Statt Unterstützung bei der Wohnungssuche erntete Lars fiese Kommentare und Anschuldigungen – nur, weil er äußerte, dass er sehr gerne im Szeneviertel St. Pauli wohnen bleiben würde. Die Wohnungssuche in Hamburg ist hart und vielleicht hat die Mopo Lars arrogant wirken lassen. Nichts jedoch befugt dazu, Privatpersonen wie ihn derart zu beleidigen – auch Plattformen wie Facebook sollten nicht dazu motivieren. Sie machten “L. unfreiwillig zu einer Symbolfigur für Gentrifizierung und Preistreiberei”, wie SPON es auf den Punkt bringt.

Markenskandale wie kürzlich Dextro Energy oder vor längerem Nestlé zeigen, dass ein derartiger Shirtstorm häufig nicht verhindert werden kann, weil die “Wut” der Community zwar (im Nachhinein) verständlich, deren Ausmaß aber schlecht vorhersehbar ist. Spannend war auch der absurde #Neuland-Eklat der Netzgemeinde, der durch Merkels durchaus berechtige Äußerung entstand, dass das Web für viele eben Neuland ist. Eine Masse gegen ein Unternehmen oder gegen die Politik ist eine Sache. Was aber, wenn dieser Hass – in dem Fall auf die prekäre Hamburger Mietsituation – an eine Privatperson geht? Ein gestandener Mann wie Lars kann vielleicht damit umgehen, aber Cyberstalking endet bei Jugendlichen nicht selten mit Selbstmord, wie die Kanadierin Amanda im vorangegangenen Jahr bewiesen hat.

Degeneriert das Social Web unsere Scham? Oder gibt es nur all denjenigen einen Kanal, die uns auch auf der offenen Straße ankeifen würden? Vermutlich würden sie sich auf offener Straße nicht trauen, haben aber im (halb)anonymen Modus kein Problem mit geschmackloser Pöbelei. Wir sind nicht gegen Kritik, doch sie sollte auch in den sozialen Netzen fair und offen sein. Wer anonym meckert, hat etwas zu verbergen und weiß gleichzeitig, dass es nicht richtig ist, was er gerade tut. Denn bei offener Kritik kann ein Dialog mit den Fans entstehen und Unternehmen wie auch Privatpersonen haben die Möglichkeit, Fakten richtig zu stellen, sich ggf. zu entschuldigen oder die Sache wieder gutzumachen – sollten die Zweifel gerechtfertigt sein.



Community Manager: Wegbereiter oder Gastgeber?

Veröffentlicht am 27. Mai 2013 von Tina Günther

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Social media managers bring the guests to the table and community managers welcome them in! (Vanessa DiMauro, CEO Leader: Networks)

Es sind nun einige Monate vergangen, seitdem ich bei MAVENS meinen ersten Arbeitstag hatte: Ich bin Volontärin im Bereich Social Media. Schon während der Bewerbungsphase brachten mich die Jobbezeichnungen eines Social Media und eines Community Managers zum Nachdenken: Warum gibt es diese beiden unterschiedlichen Begriffe?

Durchforstet man weiter die Stellenanzeigen, werden die Ausschreibungen nach einem Social Media und Community Manager spürbar mehr. Doch (wie) differenzieren sich die beiden Profile im Detail? Kann ich mich der These von Vanessa DiMauro anschließen und annehmen, dass sich die Positionen ergänzen – und sogar überschneiden?

Social Media als ein Marketinginstrument fördert die Markenbekanntheit eines Unternehmens. Social Media Manager koordinieren und steuern Social Web Aktivitäten eines Unternehmens über alle Online-Kanäle. Damit schaffen wir für die Community den Zugang zu Informationen. Mit der Nutzung von Social Media gewinnt eine Marke an Stärke: Die Aufmerksamkeit für ein Produkt wird generiert und die Nutzer zum Teilen von Unternehmensbotschaften animiert.

Seit einiger Zeit betreue ich als Social Media Volontärin das Community Management für einige unserer Kunden mit – hierzu gehören beispielsweise Panasonic und Kunden aus dem Versicherungsumfeld. Und was mache ich da genau? Meine Kollegen und ich agieren und kommunizieren auf direkter Ebene mit der Community. Wir sind Ansprechpartner bei Fragen rund um Pansasonic und zu Versicherungsthemen. Das erfordert Zeit, Empathie und den richtigen Kommunikationsstil: Regelmäßig screenen wir die Fragen auf der Plattform. Wir nehmen uns die Zeit für den qualitativen Support. Unser Maßstab: Eine schnelle, befriedigende und höfliche Antwort. Auch wenn wir keine Technik- und Versicherungsexperten sind, stehen wir mit unseren Kunden regelmäßig in Verbindung, um die bestmöglichen Antworten zu liefern. Unser Anspruch ist es, jedes einzelne Community-Mitglied ernst zu nehmen.

Wie gehen wir nun bei MAVENS mit den unterschiedlichen Anforderungsprofilen um? Wir verbinden Social Media mit Community Management. Wir stellen die operative und strategische Verbindung zwischen den Marken und ihrem Social Media Kanal her. Als Social Media Manager haben wir in Zusammenarbeit mit einer Direktversicherung eine für das Unternehmen passende Plattform entwickelt. Somit integrieren wir Social Media in den bestehenden Kundenservice. Der Community Manager baut auf die Arbeit des Social Media Managers auf: Wir haben unseren Kunden mit Ihrer Community einen Rahmen zum Austausch und zur Problemlösung gegeben. Innerhalb dieses Rahmens sind wir gleichzeitig als Moderatoren tätig.

An dieser Stelle greife ich die These von Vanessa DiMauro auf. Kann ein Mitarbeiter im Bereich Social Media gleichzeitig als Community Manager tätig sein? Social Media und Community Management stehen nicht nur eng zusammen. Beide Positionen können sich durchaus in den einzelnen Arbeitsbereichen überlappen. Bei MAVENS übernehmen Social Media Manager Aufgaben des Community Managements. Das ist keine Sparmaßnahme, sondern meiner Erfahrung nach die optimale Ausschöpfung von Fähigkeiten. Und: enge Zusammenarbeit beider Positionen schafft Reichweite und optimale Reputation für Unternehmen.

 



Frau vs. Mann: Der “soziale” Unterschied

Veröffentlicht am 25. April 2013 von Anna Friedrich

Social Gender Infographic
Frau-/Mann-Unterschiede in der realen Welt sind bekannt und zur Genüge diskutiert. Ihre Online-Diversifikation sollten sich Unternehmen für eine zielgruppengenaue(re) Ansprache noch mal genauer ansehen. Laut der US-Studie von InternetServiceProviders sind 71 Prozent aller Frauen, aber nur 62 Prozent der Männer sind in den Socials aktiv. Dabei machen weibliche Nutzer auf Twitter einen Anteil von 62 Prozent aus, auf Facebook sind es immerhin 58 Prozent.

Auf Pinterest haben Frauen mit 70 Prozent die Hosen an. Die Nutzerschaft von GooglePlus dagegen ist zu 64 Prozent, die von Youtube und Linkedin zu 54 Prozent männlich. Schön, dass die Stereotypen bestehen bleiben, denn bereits 2009 gab es den Beweis: Frauen tratschen eben gern und Männer sind eher die pragmatischen Poser (Beitrag).

Die Erkenntnis kann Wegweiser für Marken und deren Produktkommunikation sein und damit für die generelle Strategie, was die Auswahl der Kanäle und deren Inhalte betrifft. Sind die Seiten erst einmal aufgebaut, zählt natürlich nur die individuelle Fananalyse: Ein Elektronikkonzern hat entgegen der Daten auf Facebook sicherlich mehr männliche Fans, wohingegen eine Körpferpflege-Marke umgekehrt hauptsächlich weibliche Likes erhascht.

Eine Frage, die bleibt: Ist nach Sprachen und Regionen die geschlechterspezifische Filtermöglichkeit für Postings bereits in der Entwicklung?