CeBIT-Timing

Veröffentlicht am 26. Februar 2005 um 10:00 Uhr von

Interessant ist immer nur die erste Woche. Im Falle der CeBIT (10.-16. März) bleiben der Donnerstag und der Freitag als "echte" Tage. Das Wochenende ist den Kiddies und die zweite Woche der zweiten Garde vorbehalten. Das nennt man wohl künstliche Verknappung. 

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Am Pranger der DSW

Veröffentlicht am 25. Februar 2005 um 19:36 Uhr von

Was tun, wenn die "Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz" einen fälschlicherweise als Kapitalvernichter anprangert, dies in einer Pressekonferenz der Welt offenbart und Sie hiervon gegen 16.00 Uhr aus dem Google News Alert erfahren?

1. Fakten sammeln. Verschriftlichen. Veröffentlichen.
2. Sofort hinterhertelefonieren. Nicht allen Medien, sondern den wichtigen. Das sind höchstens fünf.
3. Nicht ihren Lieblinkskontakt malträtieren. Den Redakteur finden, der auf der PK war.
4. Offensiv argumentieren, die Krise als Chance nutzen.
5. Als letztes: Die Quelle der Falschaussage zur Gegendarstellung zwingen.

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Geschichtenerzähler gesucht

Veröffentlicht am 25. Februar 2005 um 10:44 Uhr von

Jokerjeans2_2 Manager Magazin fragt: Eine Marke funktioniert, wenn sie Gesprächsstoff bietet?

Brandmeyer vom Genfer Institut für Markentechnik antwortet:

Wenn es positiver Gesprächsstoff ist, haben Sie so gut wie gewonnen. Denn der verbreitet sich auch ohne Ihr Zutun. Nehmen Sie die Strategie des mittelständischen Jeansherstellers Joker in Bönnigheim: Der produziert Jeans komplett in Deutschland, wäscht den Stoff mit Bimssteinen, näht auf Sattlermaschinen. Der Hosenverkäufer kann sagen: Das sind die Unterschiede zu anderen Jeans. Und der Käufer selbst erzählt die Geschichte mit dem Bimsstein und den deutschen Näherinnen gerne weiter. Es geht dabei um soliden Erzählstoff, den man seiner Klientel liefert, nicht um Luftnummern.

Nichts dramatisches, aber plastisch, eingängig, authentisch. Bemerkenswert, dass so wenige Geschichten kursieren, obwohl jeder Mitarbeiter jeden Tag unendliche Geschichten aus seinem Arbeitsumfeld erlebt - und erzählt. Es fehlen hauptberufliche Geschichtenerzähler, die diese Geschichten einfangen und weiterverarbeiten. Die PR-Abteilungen sollten es tun, taugen hierzu aber scheinbar nicht. Warum nicht?

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Politik statt Sex

Veröffentlicht am 19. Februar 2005 um 14:23 Uhr von

Einen interessanten Trend hat der gerade geschaßte RTL-Geschäftsführer Marc Conrad in einem Interview mit dem Medieninformationsdienst epd beschrieben:

"Früher hat RTL den Zuschauern "das Korsett geöffnet". Heute ist ,Politik der neue Sex', damit meine ich alles, was unsere Gesellschaft betrifft."

Dieser Gedanke ist mehrfach interessant. Erstens. Sex ist wichtig, aber für einen Sender wie RTL nicht massenkompatibel genug. Zweitens. Conrad dokumentiert, wie weit die Uminterpretation des Politischen fortgeschritten ist. Politik ist eben nicht das, was uns angeht, sondern was uns aufregt. Der Quotendruck serviert wohltemperierte Erregungshäppchen, die sich beliebig an- und abschalten lassen. Wirkliche gesellschaftliche Relevanz läßt sich schwer auf die gängigen Quotenformate übertragen. Und wo traut sich ein Programmchef an wirkliche Reizthemen ran, gar welche, die Werbekunden beunruhigt? Drittens. Da hat RTL aber noch einen weiten Weg vor sich, wenn es Politik als Sex behandeln will. Das Programm sieht nämlich anders aus - siehe die "Neustarts" des Senders. Ich behaupte mal, daß Conrad auch gehen mußte, weil der Sender mit den Konsequenzen dieser Diagnose (derzeit?) überfordert ist.

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Live-Retorte

Veröffentlicht am 19. Februar 2005 um 14:00 Uhr von

Mmw FAZ.NET schreibt über die Präsentation der neuen CD von Marius Müller-Westernhagen:

"Eine Stunde lang dreht sich die Scheibe in dem am Boden liegenden Gerät, das wie ein Heiligenschrein angeleuchtet ist. Das Ergebnis steht in fast lächerlichem Kontrast zum Aufwand seiner Präsentation. Deswegen kann es nicht ironisch gemeint sein, als Marius Müller-Westernhagen am Ende für die Geduld dankt."

Marius singt also nicht selbst, sondern lauscht gemeinsam mit Journalisten seiner CD. Klarer Fall von Überschätzung des eigenen musikalischen Könnens. Wofür steht MMW? Früher war das klar: Kneipe, Kleinkunst, Kumpel. Schon lange wundere ich mich darüber, dass MMW, der längst nicht mehr wie ein Musiker, sondern wie ein Modezar auftritt, überhaupt ernst genommen wird. Womit? Wofür? Marius, was willst du uns sagen?


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UMTS-Tagebuch auf Spiegel Online

Veröffentlicht am 16. Februar 2005 um 16:11 Uhr von

Spon_umts_2 Eine Serie auf Spiegel Online zeigt, wie Content-Kooperationen aussehen können, die das Unternehmen initiiert, aber inhaltlich nicht steuert - und dabei trotzdem gewinnt. An Statur. Und Relevanz.

Spiegel Online liefert derzeit eine mehrteilige Serie über die Erfahrungen zweier SPON-Redakteure mit UMTS-Handys. Der einzige Verweis auf den Initiator ist ein Foto der Handys mit Vodafone-Branding. Sonst wird der Themenlieferant nicht erwähnt. Das ist auch nicht notwendig, denn das Bild ist prominent in jedem Artikel plaziert und sagt mehr als tausend Worte. Wunderbarerweise nehmen die Redakteure trotz der offensichtlichen Kooperation kein Blatt vor den Mund: Da werden die Tücken der Funklöcher auf der Hamburger Mönckebergstraße genausowenig verschwiegen wie der Kampf mit pubertierenden Töchtern um kostenpflichtige Klingeltondownloads. Um am Ende doch zum Ergebnis zu kommen: UMTS lohnt sich schon jetzt. So muß Produkt-PR sein, auch wenn sie als Content-Koop daherkommt: wie ein guter Freund, der überzeugt, weil er nichts verschweigt.

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In der Krise Verantwortung übernehmen

Veröffentlicht am 15. Februar 2005 um 18:15 Uhr von

Fischer

In Krisen wandelt sich die Bedeutung von Worten. Vorbild Fischer zeigt, wie man Verantwortung übernimmt, um keine Konsequenzen zu ziehen.

Dazu FAZ.NET

"Rhetorisch gesehen, ist der Verantwortungspomp ein versuchter Schlußstrich: Ich habe ja schon die Verantwortung übernommen! Was wollt ihr denn noch? Wer so handelt, bekennt sich zu seiner Verantwortung wie zu einer Eselsmütze, die er für den Zeitraum einer Bundestagsdebatte, eines Untersuchungsausschusses oder einer Aktionärsversammlung tragen muß. Danach ist die Strafe verbüßt und alles wie zuvor.

Daß dieses absurde Verfahren in der Regel funktioniert, liegt an der schwabbeligen Gefühlsdrüse der Mediengesellschaft, die alles und nichts übelnimmt, alles und nichts verzeiht und allenfalls für einen Augenblick zuckt, wenn ein Wort wie Verantwortung mißbraucht wird. Aber ist nicht die moralische Niederlage, die im öffentlichen Eingeständnis einer möglichen Verfehlung bei gleichzeitiger Zurückweisung jeglicher Konsequenzen besteht, für jeden Politiker Strafe genug? Ja, haben wir denn gar kein Herz? Nein, lieber nicht."

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Was ist eigentlich Themenmanagement?

Veröffentlicht am 10. Februar 2005 um 18:02 Uhr von

Themenmanagement ist wie Wellenreiten. Es gilt, eigene Themen (sie sind das Surfbrett in dieser hübschen Analogie) so auszrichten, daß sie zum Treiber / Symbol aktueller gesellschaftlicher Trends und Diskussionen (die Wellen, das Meer) werden. Mit ein wenig Verve und Standvermögen ist man dabei.

Ein wunderschönes aktuelles Beispiel. Euro am Sonntag schreibt

United Internet: Das Maß ist voll
Die Nummer 2 unter Deutschlands Breitband-Providern probt den Aufstand gegen die Deutsche Telekom. Im Sommer errichtet United Internet ein eigenes DSL-Netz. (...)

Was ist passiert? Hier investiert ein Unternehmen in seine eigene Infrastruktur. Das ist schön, aber DAS ist noch keine Meldung, denn das macht jede Company jeden Tag. Was United Internet stattdessen gemacht hat, ist, sich die Mühe zu machen zu erklären, WARUM es investiert: Weil der marktdominierende Anbieter seinen kartellrechtlichen Aufgaben nicht nachkommt und der nicht marktdominierende Konkurrent sich das nicht mehr länger bieten lassen will und sich WEHRT. Gegen den Giganten. Mit Bordmitteln. Das gibt nicht nur eine mordsmäßige Coverage , sondern auch viele Sympathiepunkte. Und das Beste: Es kostet nichts, jedenfalls kein Geld. Nur Courage. Gut gemacht.

 

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Warum Weblogs zum Hype nicht taugen

Veröffentlicht am 10. Februar 2005 um 10:44 Uhr von

TechnoratiDas Erregungskartell der Medienszene ist sich einig: Weblogs sind die schärfste Waffe im "Viral-Marketing".

Sie verändern erst die Recherche, dann den Journalismus und schlußendlich die Unternehmenskommunikation. Und schon fallen wie gewünscht die ersten willigen Opfer vom Baum: Apple verklagt Blogger, Jamba bloggt im Namen begeisterter Kunden), Kryptonite ist durch ein Weblog gezwungen, Produkte zu ändern, Ogilvy & Mather tappt in die Jamba-Falle, und Air Berlin betreibt ein quälend langweiliges PR-Blog. Hämisch werden ihre Namen herumgereicht.

Ich glaube, das legt sich schnell.

Das erste Problem: Masse

Derzeit gibt es angeblich 70.000 Blogs in Deutschland (Berlecon Research, Berlin). Natürlich gibt es Suchmaschinen, um der Flut Herr zu werden. Aber wer entscheidet rechtzeitig, welche Meinung das Zeug dazu hat, aus dem Blogger-Käfig auszubrechen? Wer will denn täglich den PR-Verantwortlichen anhand von Blogger-Einträgen von der drohenden Apokalypse überzeugen?

Das zweite Problem: Inzest

Wie alle Rampansäue sind auch Blogger eitle Menschen, die gerne über andere schreiben, aber am liebsten über sich selbst etwas lesen. Wie bringt man einen anderen Weblog dazu, über sich zu schreiben? Indem man auf diesen Wunschblog hinweist, ihn zu einem Thema lobend erwähnt, die Passage verlinkt und die Site auf seine Liste der Lieblingsblogs aufnimmt. Und schon ist man im "inner circle" der Bloggerbranche, die genau wie jede andere Medienbranche funktioniert: Schreibst du über mich, schreib ich über dich. Das Ergebnis ist eine Bauchnabelschau erster Güte, bei der jeder von jedem abschreibt. Ich würde behaupten, dass 99 Prozent aller Themen nicht aus diesem Käfig herauskommen.

Das dritte Problem: "Die Medien"

Dass ein Weblogger mit etwas nicht zufrieden ist, ist noch keine Krise. Zur Krise wird es erst, wenn die "echten", wirklich reichweitenstarken Medien dieses Thema aufgreifen. Das passiert derzeit alle naselang, weil Blogs als Quelle irgendwie investigativ, wild und innovativ wirken. Aber wie gesagt: Blogs sind Hype und das Ende dieser Sehnsucht nach authentischen Quellen "direkt von der Basis" abzusehen.

Werden Weblogs überschätzt?

Eindeutig ja. Aus einem ganz einfachen Grund: Es ist nicht das Weblog an sich, das ein Thema zum Thema macht, es ist die Suchmaschinenrelevanz. Weblogkommentare lassen sich über Google genauso einfach finden wie die Homepage eines Unternehmens. Dieses demokratische Element wiederum ist aber schon immer das Wesen des Internets gewesen. Meinungen haben sich über das Internet schon immer schnell verbreitet. Gestern nutzte die "Community" Foren, heute Weblogs. Man muß es halt nur wissen.

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Über Themenblog

Veröffentlicht am 1. Februar 2005 um 7:08 Uhr von Mark Pohlmann

Themenblog ist der Blog von Mark Pohlmann, Gründer von Mavens Dialog. Von hier an Trend.

Mavens Dialog ist die deutschlandweit erste Agentur für Empfehlungsmarketing. Sie wurde im September 2007 in Hamburg gegründet.

Das Wort Maven stammt vom jiddischen "meyvn" ab und heißt "verständig" oder auch "Experte" und "Enthusiast".

Gespräche sind das Marketing der Zukunft. Nichts ist so effizient, nichts so zielgruppengerecht, nichts so überzeugend wie eine persönlich ausgesproche Empfehlung für eine Marke, ein Produkt, eine Idee. Mavens Dialog sorgt dafür, dass Gespräch und Marke zusammenfinden. Wir bringen die Gespräche zur Marke. Und umgekehrt.

Wir gewährleisten, dass die von uns initiierten Gespräche einen Mehrwert schaffen, von dem alle profitieren. Die Marke, weil sie von der unabhängigen Meinung Dritter profitiert. Die Mavens, weil sich für sie Sichtbarkeit, Reputation und Einfluss erhöhen. Und die Konsumenten, weil sie einzigartige Informationen aus erster Hand erhalten und sich selbst direkt in diese Gespräche einschalten können. Mavens Dialog begleitet den gesamten Prozess des Community-Building. Von der Konzeption der Mitmachinstrumente über die Rekrutierung bis zur laufenden Betreuung geeigneter Marken-Enthusiasten.

Mark Pohlmann, 38, ist Gründer und Inhaber von Mavens Dialog. Der Historiker und Journalist hat zuvor für den Internetdienstleister SinnerSchrader die Unternehmenskommunikation geleitet, die Abteilung "Online Conversations" aufgebaut sowie den Internetkongress "Next" ins Leben gerufen. Mark Pohlmann gilt als Vordenker partizipativer Marketingmodelle, die den Kunden nicht nur als Empfänger verstehen, sondern ihn als Multiplikatoren aktiv einbeziehen.

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