Engarde, Ihr Heizer!

Veröffentlicht am 24. November 2005 um 9:52 Uhr von

Bmw320siKein schlechter Trick. Subversiv, aber bestimmt fordert BMW alle Privat-Schumis zum Duell mit den eigenen Werksfahrern auf: Wer fährt schneller? Das Startgeld bitte beim Händler zahlen.

"BMW fährt eine limitierte Sonderedition der 3er-Reihe vor, gedacht für Kunden mit besonders hoher Affinität zum Rennsport.
Preise liegen noch nicht vor, wohl aber als Appetithappen für die erwähnten Motorsport-affinen Kunden die Rundenzeit für die Nordschleife am Nürburgring - weniger als neun Minuten." (Quelle: autokiste.de)

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Stellenabbau durch Umzug - "eine gute Entscheidung"

Veröffentlicht am 15. November 2005 um 15:33 Uhr von

Nun ist man ja gewohnt, daß vom Markt gestrafte Unternehmen das Sparen als eigentliche Daseinsberechtigung entdecken und fortan als Heilslehre propagieren. Aber wie Sony Deutschland seine Restrukturierung durch Umzug der Vertriebsmannschaft von Köln nach Berlin ins (bislang?) imageträchtige Sony-Center am Potsdamer Platz verkauft, das treibt einem dann doch die Tränen ins Gesicht: Man will den dortigen Leerstand minimieren. Und was passiert mit dem künftigen Leerstand in Köln? Daß die PDS das Ganze nun für eine "gute Entscheidung" hält, zeigt, wie viel man in Berliner Regionalpolitikerkreisen von Wirtschaft versteht hält.

Die Restrukturierung "ist erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit von Sony auf dem deutschen Markt zu verbessern und das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu bringen." Hier fehlt wie immer an dieser Stelle die Begründung, warum nicht mehr Umsatz / Marktanteil oder  bessere Produkte das eigentliche Ziel sind und wie diese zu erreichen oder warum sie eben nicht zu erreichen sind.

Mit dem Besetzen freier Flächen durch eigene Mitarbeiter sei "zu erwarten, dass auf diese Weise die effizienteste Nutzung der verfügbaren Flächen im Sony Center in Berlin erlangt wird." Leistungsträger werden als finanzielle Belastung zur physischen Manövriermasse. Da kommt bestimmt Freude auf in Berlin und in Köln.

Der Wirtschaftssenator Berlins, Harald Wolf (PDS/Die Linke, vormals SED), jedenfalls ist angesichts des unverhofften Zustroms aus dem nichtsozialistischen Ausland ganz euphorisch: "Das ist eine gute Entscheidung - für Sony und für Berlin. Ich freue mich, dass mit diesem Schritt intensive Gespräche zwischen dem Senat und dem Unternehmen zum Erfolg geführt haben." (Zitate aus: de.internet.com)

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Die schönsten Geschichten schreibt das Leben?

Veröffentlicht am 14. November 2005 um 16:50 Uhr von

In der Welt der PR schon. Quelle: Stern.de

Stern_vanessaEs gibt Geschichten, die klingen zu gut, um wahr zu sein, und es gibt Geschichten, die klingen, als hätten unterbeschäftigte PR-Assistentinnen sie erfunden. Nehmen wir diese: Ein bildhübsches Mädchen, einsam und verzweifelt, jobbt in einer Plattenfirma. Dieses Mädchen ist voller Lieder, voller Ideen, aber weil es ein ehemaliger Popstar ist, ausgezehrt vom schnellen Ruhm, reist es nach Lateinamerika und sucht nach Sinn.

In Peru besucht es seine Großmutter, eine weise Frau von 87 Jahren. Das Mädchen kann seinen alten Traum nicht vergessen, von der Bühne und von der Musik, und fragt um Rat: "Mama Lilla, soll ich es noch einmal wagen?" Die alte Dame, klein von Wuchs und entschlossen, zögert nicht lange: "Mama Lilla Would!"

Ein Jahr später steht dieses Mädchen in einem Hamburger Hotel, posiert für ein Fotoshooting und gibt Interviews zu ihrer neuen Platte mit dem Titel "Mama Lilla would". Zugegeben, das klingt verdächtig. Erst recht, wenn das Mädchen Vanessa Petruo heißt und zu den No Angels gehört hat, der ersten öffentlich gecasteten Girlgroup Deutschlands. Vany, Sandy, Lucy, Jess und Nadja - wir kannten ihre Ti-Äitsch-Schwächen, ihre Lieblingspullis und ihre Problemzonen. Wir durften dabei zuschauen, wie das Fernsehen aus ihnen Popstars fertigte, wie sie fünf Millionen Platten verkauft und nach drei Jahren Fließbandarbeit wegen kollektiven Burnouts aufgegeben haben. Weiterlesen...

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FAZ greift Stern-Kampagne auf

Veröffentlicht am 11. November 2005 um 17:18 Uhr von

Faz_stern_hm3Gestern im Themenblog, und heute schon auf FAZ.net. Das ist Themenmanagement ;-)

"Politikredakteur in Damenbluse"
Daß sich die Stella-Kollektion zu einem „Hype” entwickeln werde, sei Grund genug für „Stern.de”, in dieser Weise auf das „Ereignis” einzugehen. Aus rein „journalistischem Antrieb heraus”, so Plümer. Die Redaktion habe die Kleider selbst erworben und sehe sich durch „zahlreiche positive Resonanzen” in ihrer Arbeit bestätigt. Zudem trage man damit der „Tatsache Rechnung, daß im Online-Bereich eine größere und direktere persönliche Auseinandersetzung mit den jeweiligen Redakteuren als in der Print-Welt stattfindet”. Ganzer Artikel hier.

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stern findet H&M fabelhaft

Veröffentlicht am 10. November 2005 um 16:28 Uhr von

Von Bild.de lernen heißt siegen lernen? Gruner+Jahr läßt sich scheinbar gerne inspirieren und stellt eine neue Qualitätsstufe in der Verbandelung von Berichterstattung und Marketing vor: Stern.de-Redakteure finden die Mode von H&M "fabelhaft", lassen sich als H&M-Model ablichten und werden so selbst zum Kampagnen-Element des Bekleidungshauses. Für einen Verlag, der die journalistische Unabhängigkeit betont wie kaum ein anderer, ist dieser harmlos daherkommende Beitrag ein Paradigmenwechsel, oder irre ich mich? Am Ende wird die Redaktion auch noch beteuern, aus lauter Begeisterung vor die Linse gesprungen zu sein...

Stern_hm_2 "Die Teile sind ja fabelhaft." Das Urteil der stern.de-Redakteurinnen über die neue Stella McCartney-Kollektion von H&M war eindeutig. Beim exklusiven Foto-Shooting präsentiert jede ihr Lieblings-Teil."


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Nachtrag vom 15.11.2005. Der Stern hat seine Kampagne mittlerweile vom Netz genommen. Deswegen verlinkt das Bild nicht mehr auf stern.de, sondern zeigt das Original in groß.


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Haltung zeigen

Veröffentlicht am 2. November 2005 um 15:47 Uhr von

Ashampoo_3 Herzlichen Glückwunsch, Ashampoo: Rückgrat beweisen und Stellung beziehen fördert das eigene unternehmerische Profil - auch wenn das eine mit dem anderen eigentlich nichts zu tun hat. Denn von Unternehmern, die nicht schnacken, sondern anfassen, lebt das Land - so jedenfalls will diese ganzseitige Anzeige aus der heutigen FAZ uns Glauben machen. Und authentisch ist es auch noch - kurzum: beste PR für ein mittelstandändisches Unternehmen. Mehr dazu auf Spiegel.

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Warum eigentlich?

Veröffentlicht am 1. November 2005 um 17:40 Uhr von

Ich hätte gern ein Podium (...) zur Frage, wieso PR eigentlich so einen beschissenen Ruf hat.

Eine gute Frage. Warum eigentlich?

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