Es ist ein gutes Gefühl...

Veröffentlicht am 30. April 2007 um 9:52 Uhr von Mark Pohlmann

... sechs Tage vor der Next07 bei 700 Teilnehmern die Anmeldung schließen zu können. Denen, die erst jetzt für Donnerstag planen, sei gesagt, daß wir ein kleines Kontingent an Karten zum regulären Preis (590 Euro) noch bereithalten. Bitte Mail an info at sinnerschrader punkt de.

Allen, die dabei sind: Wir sehen uns Donnerstag!

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Letzer Aufruf zur Next07

Veröffentlicht am 25. April 2007 um 9:19 Uhr von Mark Pohlmann

Wer will unbedingt auch zur Next07, kann es sich aber beim besten Willen nicht leisten? Einfach mal eine Mail mit kurzer Begründung an mich, warum er oder sie nicht fehlen darf. mark bei sinnerschrader punkt de

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Agenda zum Web-2.0-Ruhm

Veröffentlicht am 23. April 2007 um 9:58 Uhr von Mark Pohlmann

- Packe deine Leitidee in einen einprägsamen Satz.
- Wisse genau, wo du besser als alle anderen bist.
- Schreibe die eigene Geschichte auf und erzähle sie jedem.
- Finde 100 Freunde, die die Idee unterstützen - indem sie sie weitererzählen.
- Wähle ein einprägsames Startsignal.
- Gebe allen, die dich unterstützen, während dich da draußen noch niemand kennt, ein Gefühl von Vertrautheit.
- Finde 20 Mavens, die deine Sache aktiv unterstützen
- Mache PR
- Teile die Aufmerksamkeit mit deinen Kunden

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Die Auflage der anderen

Veröffentlicht am 19. April 2007 um 20:44 Uhr von Mark Pohlmann

Das Wirtschaftsmagazin"Capital" verkauft offiziell 204.000 Stück. Im Grosso aber war es etwa bei der Ausgabe sieben ein Allzeit-Tief von 6.200 Exemplaren: der Rest sind Abos, sonstige Verkäufe, Bordexemplare. Neugründung "Vanity Fair" lag mit Nummer 13 bei 64.000 Stück im Grosso - 219.000 Exemplare weniger als bei der ersten Ausgabe." Quelle

6.200 Leser im Monat am Kiosk- das sind 200 am Tag. Da hat der Themenblog mehr Leser.

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Wozu Corporate-bloggen?

Veröffentlicht am 19. April 2007 um 18:22 Uhr von Mark Pohlmann

Um mit dem lieben Wettbewerb zu reden. Beispielsweise.

Ein Kunde gestern: „…Hamburg bietet jetzt auch Befragungen an, wussten Sie das?…“

Hamburg: Zum einen erstmal – toll, dass Ihr das geschafft habt mit den Befragungen.

Ansonsten geht mir die Kopiererei langsam ein bisschen auf die Nerven, ehrlich. Natürlich ist es auch ehrenhaft kopiert zu werden – gute Ideen setzen sich halt durch. Ich möchte bald aber trotzdem mal in Kundenmeetings hören „Hamburg hat sich da aber eine ganz andere Lösung ausgedacht“ oder „Hamburg hat da ja einen anderen Ansatz…“.

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Referenz

Veröffentlicht am 19. April 2007 um 12:01 Uhr von Mark Pohlmann

"Reden wir nicht immer über mich. Reden wir mal über Dich. Wie findest du mich eigentlich?"

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Web 2.0-Studie: Unternehmen bleiben vorsichtig

Veröffentlicht am 18. April 2007 um 9:02 Uhr von Mark Pohlmann

McKinsey hat eine Studie "How Businesses are using Web 2.0" erstellt, die Business Week berichtet darüber. Die Botschaft lautet: Entscheider in Unternehmen versuchen weiter, das Thema Web 2.0 zu meiden. Der Grund: Furcht. Nicht, daß wir das nicht schon immer wußten, aber es ist schön, daß noch einmal von McKinsey und damit offiziell bestätigt zu bekommen.

Noch mal genauer hingeschaut: Kollaborative Werkzeuge, um nichts anderes handelt es sich ja im Web 2.0, stehen unter dem Generalverdacht des Kontrollverlustes, weil sie zwar die Vernetzung des Wissens mehren, nicht aber kompensatorisch in gleichem Maße die Taschen füllen. Und natürlich ist die "Weisheit der Massen nicht immer so brillant, wie sich Unternehmen dies wünschten", berichtet einer der Studienautoren.

Auch die Angst vor der allgemeinen Verfügbarkeit früheren Herrschaftswissens verhindert einen breiteren Einsatz, beispielsweise von firmeninternen Wikis. "Put in a wiki and everyone has it" ist eben nicht nur Verheißung, sondern auch Drohung.

Doch am Ende, so die Studie, verschleiern alle Argumente nur, daß viele in ihren Gewohnheiten verharren möchten. "Die Babyboomer, die aktuell die Unternehmen prägen, sind mit dem Telefon aufgewachsen. Das wird sich erst ändern, wenn diejenigen die Macht ergreifen, die mit dem Internet groß geworden sind." Herrje, denn mal los, ihr Post-Baby-Boomer!

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Waschzettel für umworbene Mavens

Veröffentlicht am 17. April 2007 um 11:23 Uhr von Mark Pohlmann

Robert Basic hat sich mit der für Blogger zunehmend interessanten Frage auseinandergesetzt: Was machen, wenn ein Unternehmen etwas von mir will?

Wenn man das ganze als Geschäft versteht, ist es kein Problem. Du nutzt die Infos und Zugänge der PR Agentur für Dein Blog und Dein Geschäft, sie nutzen den Zugang zu Dir und Du musst letztlich beurteilen, ob Du dann auch zu einem unkritischen Sprachorgan werden möchtest oder aber weiterhin mit Deinem Kopf denkst, wenn es um News geht, die man doch gerne auf Deinem, Blog sehen würde. Wer das Ganze persönlich sieht, also denkt, dass es hierbei um Deine nette Nase geht, hat gleich verloren in diesem Spiel. Also, denken, Augen auf und seinen Vorteil sehen, its business as usual.

Robert versteht dieses Spiel zwischen Öffentlichkeit und Medien übrigens wie kein zweiter aus der Blogwelt - er weiß um seine Rolle als Reichweitenkönig und setzt sie gezielt ein - für seine eigenen Interessen, für das, was er persönlich da draußen im Internet goutiert. Dabei ist er pragmatisch und bestrebt, unverdorben auf die Web-2.0-Szene zu blicken. Robert kann man auf kommerzielle Themen hinweisen, und er schaut sich diese auch an. Und wenn er darüber schreibt, dann immer mit dem persönlichen Blick und fester Meinung. Und genau das ist der Deal. Genau hierfür wird er ernst genommen - von seinen Lesern wie von Agenturen und Unternehmen.

Mein Tipp: Wer in dem Spiel um Eitelkeit und Aufmerksamkeit mitspielen möchte, ohne dabei unterzugehen, tut gut daran, sich an Roberts Verhalten zu orientieren.

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Einsichten, gefühlt

Veröffentlicht am 16. April 2007 um 9:49 Uhr von Mark Pohlmann

Gefühle sind die Fähigkeit, eine Situation in Sekunden falsch einzuschätzen.

In diesem Sinne: Wenn Google für einen Vermarkter $3.1 billion in cash (nearly double the size of their YouTube Acquisition)" bezahlt und damit als einzigen großen Konkurrenten Microsoft aussticht, diese sich daraufhin beim Kartellamt ob der Marktmacht von Google beschweren, dann bekomme ich das dumpfe Gefühl, daß es letztlich auch egal ist, wer von beiden das Rennen macht.

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Medien: Das Ende der Bonner Republik

Veröffentlicht am 11. April 2007 um 9:45 Uhr von Mark Pohlmann

Warum brauchen wie analoge Medien? Ganz einfach: Für die Reichweite. Kriegt man in der Form und in der Auswahl eben doch nur offline. Der Preis ist Streuverlust, aber was soll's, manchmal muß es eben groß sein. Im Internet dagegen gibt es keine gebündelte Reichweite, weil schon hinter der Homepage von Spiegel Online und heise.de, also in den einzelnen Rubriken, der Long Tail anfängt. Und nicht alle können auf der Home von Spiegel stehen, aber in das Heft passen schon wieder ganz schön viele rein. Verlage werden sich sehr schwer tun, wenn sie weiter versuchen, ihr altes Modell den digitalen Medien überzustülpen. Denn hier ist der Kontakt nur ein Zehntel so viel wert wie in Print oder TV. Aus 50 Euro TKP im Print (Tausenderkontaktpreis, eine über alle Kanäle gültige Maßeinheit für Werbung) werden 5 Euro im Web. Wer soll davon leben, der auf 60 dolle Jahre zurückblicken kann, in denen verdient wurde wie verrückt. Diesen Wettbewerb wollen die großen Traditionsverlage wahrscheinlich gar nicht gewinnen, weil es ihre Identität kosten würde.

Gleichzeitig haben Medienhäuser das Problem der sinkenden Margen auch in ihrer vertrauten Welt. Ist jemandem schon einmal aufgefallen, wie dünn auch Qualitätsmedien geworden sind? Eingedenk der Tatsache, daß die Werbewirtschaft derzeit brummt?

Der Grund ist ganz einfach: Die Werbedollars werden seltener in klassische Kanäle investiert. Trotz garantierter Reichweite verweigert die Werbeindustrie sich zunehmend vor allem dem Printjournalismus. Weil hinten, bei der Werbeeffizienz, eben nicht die Reichweite sondern Zielgruppengenauigkeit zählt.

Diese Erkenntnis kann man bei Microsoft schön beobachten. Der Software-Hersteller verlegt seine Werbeausgaben für den Vista-Launch zu 90 Prozent in das Internet. Vor fünf Jahren wären Focus und Stern noch voller wunderbarer Microsoft-Botschaften gewesen. Heute erleben wir die Marke digital.

Wenn in einer Hausse die Werbedollars nicht mehr zurückkommen, ist es keine konjunkturelle Krise mehr, sondern eine strukturelle. Für die Verlage heißt dies, sich anzupassen, wenn sie sich schon nicht verändern wollen, weil sie auf die Margen nicht verzichten können. Das bedeutet wiederum das Ende der Bonner Republik, die in den Vorstandetagen in Hamburg, Berlin und München weiter regiert. Journalismus ist nicht länger eine Frage der Gesinnung, sondern der Effizienz. Wir stehen vor einem neuen Massenmarkt für freie Autoren, die nach Reichweite bezahlt werden, und einen Personenkult um wenige Star-Autoren.

Auf die Medienwirtschaft wartet eben noch eine riesige Effizienzwelle, die durch viele andere Branchen schon längst hindurchgeschwappt ist. Und mit jedem Jahr, das die Verlage weiter auf die Selbstauflösung des Digitalen warten, damit sie weitermachen können wie bisher, werden die Konsequenzen härter. Man darf gespannt sein.

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Wo endet die digitale Revolution dieses Mal?

Veröffentlicht am 10. April 2007 um 12:25 Uhr von Mark Pohlmann

Komme gerade von einem ziemlich inspirierenden Gespräch zurück, in dem ungefähr folgender Dialog vorkam:

"Ich bin mal gespannt, wie die Blase dieses Mal zuende geht"

"Dieses Mal wird es mehr wehtun als beim ersten Mal. Eine dritte Chance gibt es für uns wohl kaum..."

"Ich will aber nicht als mein eigener Avatar durch die Gegend laufen. Das habe ich nicht gewollt, als wir die digitale Revolution ausgerufen haben!"

Ja - was haben wir denn gewollt? Wo sollte die Reise eigentlich hingehen. Und haben wir eine Alternative zur Cyber-World? Und wovor haben wir Angst? Wenn ich in die glühenden Augen der Matrix-, World of Warcraft und Second-Life-Verfechter schaue, wenn ich mir die fassungslose Leistungsfähigkeit der Spielekonsolen anschaue, fühle ich mich geradezu altväterlich. Schon fast offline.

Meine Motivation für das, was ich mache; mein Ziel für die Zukunft: Das Internet als ubiquitäre (also allgegenwärtige, aber eigentlich großartige) Gleichgesinnte-Find-Maschine zu etablieren. Da draußen sind noch so viel mehr Menschen, die mich inspirieren könnten und die ich schaffen möchte zu inspirieren. Individuen können Unternehmen inspirieren, Kunden Produkte. Das hat wenig mit Technologie und Oberflächen, aber sehr viel aber mit der Faszination für die Vielfalt der Gesellschaft, für Menschen und ihre Ideen zu tun. Was kann es schöneres geben in einer Industriegesellschaft als kleinteilige Vielfalt?

Derzeit wird allerdings die positive Energie, die in den Machern des Mediums steckt, versaut durch eine Faszination für sich selbst und eine Geilheit darauf, den Moment möglichst ereignisreich zu verdichten. Alles soll jetzt schon dasein. Diese mangelhafte Mischung aus Selbstzufriedenheit und Selbstüberschätzung ist in seiner ganzen Destruktion in der Blogosphere zu beobachten. Noch keine Professionalisierung durchlaufen, noch keine Nachhaltigkeit bewiesen, sich aber schon für den Nabel der Bewegung halten - da kann nichts dabei rumkommen. Die digitale Kultur, der "digtal Lifestyle", läßt sich mal wieder selbst nicht die Zeit, die sie braucht, um mehr als sich selbst zu faszinieren. Me first. Money first.

Liebe Freunde des Internets und Leser des Themenblogs: Was treibt euch an, mit dabei zu sein? Wo steht ihr in fünf Jahren?

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Vertrauen

Veröffentlicht am 5. April 2007 um 9:54 Uhr von Mark Pohlmann

Gerade in einer alten Präsentation von mir gefunden. Ist aber immer noch schön:

36 Prozent aller Pressesprecher glauben, daß Journalisten PR-Praktikern vertrauen. Dies bestätigen 3 Prozent der Journalisten. (Quelle: BdP 2005)

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Paradigmenwechsel im Journalismus

Veröffentlicht am 3. April 2007 um 9:35 Uhr von Mark Pohlmann

Dan Gillmor, ehemaliger Zeitungsjournalist und jetziger Leiter des Zentrums für Bürgerjournalismus der Universitäten Harvard und Berkeley verficht in der FAZ einen Paradigmenwechsel im Journalismus:

Von den Nutzern erzeugte Inhalte wie Blogs oder Videos seien in kurzer Zeit ein fester Bestandteil der Medienwelt mit einer ähnlichen Breitenwirkung geworden. "Als Apple-Chef Steve Jobs seine Idee zur Abschaffung des digitalen Rechtemanagements in die Welt tragen wollte, hat er die Geschichte keinem Journalisten erzählt. Er hat sie in einem Blog veröffentlicht. Das reichte, um in die traditionellen Medien zu gelangen. Er hat auf diesem Weg sogar mehr Leser bekommen", sagte Gillmor.

Steve Jobs' Weg über das Internet war erfolgreich, weil für seine Zielgruppe der jungen Entscheidungsträger das Internet inzwischen die wichtigste Quelle für Wirtschaftsinformationen ist - knapp vor der Tageszeitung, hat eine Umfrage der Unternehmensberatung Roland Berger ergeben. Magazine, Fernsehen und Radio spielen in dieser Zielgruppe nur eine untergeordnete Rolle. Unter den Medienmachern selber liege die Tageszeitung noch klar vor dem Internet, dicht gefolgt von Magazinen, sagte Roland-Berger-Partner Karl Ulrich in Köln.
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Die Kunst des Kontrollverlustes oder ...

Veröffentlicht am 2. April 2007 um 9:53 Uhr von Mark Pohlmann

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Wunderbarerweise gestattet mir das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) meinen Artikel in der soeben erschienenen April-Ausgabe des Magazins GDI-Impuls zum Thema "Züchtet Kleinvieh" in voller Länge hier im Themenblog zu veröffentlichen. Hier eine kleine Leseprobe samt Link zum PDF

Was verändert sich, sobald Konsumenten aus ihrer Passivität ausbrechen? Alles. Das versinnbildlicht das als "Oregon Experiment" berühmt gewordene Verfahren der University of Oregon. Sie plante 1971 bei der Neugestaltung ihres Campus’ keine Wege ein, sondern säte überall Rasen. Erst als sich Trampelpfade bildeten, wurden diese geteert.

Das Internet ist das Oregon-Projekt im globalen Format. 15 Jahre nach seiner Erfindung ist es bei seiner Grundidee angekommen. Das Mitmach-Medium ermöglicht jedem, selbt Wege zu bauen und zu nutzen. Konsumenten ergreifen die gestalterischen und publizistischen Freiheiten in Foren, Netzwerken, Blogs, Spielen oder Chats. Hier stellen sie sich dar; hier entscheiden sie, mit wem und worüber sie reden. Das Internet ist für Millionen Menschen zum Wohnzimmer geworden. Hier sind sie, was sie sein wollen. Hier reden sie über das, was sie am meisten interessiert: Ich, Ich, Ich.

Der ganzen Artikel als PDF

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