Gründergene für Start-ups

Veröffentlicht am 29. August 2007 um 12:02 Uhr von Mark Pohlmann

Start-upper sollten das Themenriff von Martina Pickhardt lesen. Die Boom 1.0-Erfahrene und aktuelle Wiederholungstäterin arbeitet nicht nur das damals Erlebte in einer sehr eindringlichen Art und Weise auf, sondern vermittelt auch, wie sie das Gelernte bei ihrer aktuellen Neugründung anwendet. Inklusive Verhaltenstipps für die Freunde von Gründern!

Tina, alles, alles Gute von mir!

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ToDo der Woche

Veröffentlicht am 29. August 2007 um 11:38 Uhr von Mark Pohlmann

Facebook verstehen. Habe ich mir aber auch seit Wochen schon vorgenommen.

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Das Ding mit der Glaubwürdigkeit

Veröffentlicht am 29. August 2007 um 11:28 Uhr von Mark Pohlmann

Als Berater für Communities berate ich Unternehmen beim Community-Aufbau. Die Themen, die Bedingungen und die Erwartungen sind selbstverständlich jedesmal anders, aber die Hoffnung, dass ein Thema "anschlägt", woraufhin sich eine begeisterte Schar hochmotivierter Schreiberlinge zum angeregten Austausch niedersetzt und ihr Tagewerk vollbringt, ist natürlich jedesmal gleich.

Eines der Lieblingsworte von Kommunikateuren ist "Glaubwürdigkeit". Immer soll bitteschön alles authentisch, halt "echt" wirken. Ist ja auch klar, Fakes, gleich welcher Art, fliegen früher oder später auf, außerdem machen solche Jobs viel weniger Spaß, und die eigene Glaubwürdigkeit ist ja auch gleich mit auf dem Spiel.

Interessanterweise wird einem die eigene Glaubwürdigkeit, die man in seiner eigenen Tätigkeit erst einmal mit "Wahrheit" versucht gleichzusetzen, überhaupt nicht abgenommen. Jedenfalls, wenn der Absender nicht bekannt ist.

Mein Learning dieser Tage ist: Glaubwürdigkeit ist ein Ergebnis, keine Voraussetzung. Wer noch nicht auf der Spielfläche gesehen wurde, ist erst einmal gar nichts. Egal wie klingend sein Name ist. Entscheidend ist auf dem Platz. Hier muß man sich mühsam seinen Status erspielen, und wenn man das eine zeitlang macht, wird einem irgendwann auch mal das geglaubt, was man die ganze Zeit da vorturnt. Vorher herrscht ersteinmal Misstrauen, Vorsicht, Zurückhaltung.

In diesem Sinne sind Communities eben auch nicht beliebig hochfahrbar. Sie sollten einen kulturinternen Prozess widerspiegeln. Den des Dialoges. Je mehr Mitarbeiter geübt sind im angeregten Binnen- und Außenaustausch, je reger es summt im Bienenhaus, umso leichter springt der Funke auch über. Reden Sie also. Mit ihren Mitarbeitern. Mit ihren Kunden. Fangen Sie heute damit an. Dann werden Sie es morgen leichter haben. Egal, was Sie dann vorhaben.

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The Secret To Productivity

Veröffentlicht am 27. August 2007 um 10:30 Uhr von Mark Pohlmann

"Don't watch TV. Especially college sports.
That is all."
Chris Anderson (The Long Tail)

Fernsehen war gestern. Ich sach's ja.

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Wenn Sie Ihre Kinder & Kollegen gerade suchen....

Veröffentlicht am 23. August 2007 um 12:22 Uhr von Mark Pohlmann

... hier sind sie.

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iPhone schreibt nicht

Veröffentlicht am 22. August 2007 um 15:22 Uhr von Mark Pohlmann

Das ist doch ganz meine Meinung.

"Ungeübte iPhone-Nutzer brauchten fast doppelt so lang, um mit dem iPhone Texte einzugeben wie mit physischen QWERTY-Tastaturen. Aber auch mit etwas Übung verbesserten viele Nutzer ihre Tippgeschwindigkeit kaum. Die meisten Teilnehmer beklagten, dass ihre Fingerkuppen zu groß für das iPhone seien und sie die Tasten lieber spüren, statt auf ein glattes Display zu tippen." Quelle: MacInsider via Macnews.

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Netzwerke als Alternative zum Banner

Veröffentlicht am 22. August 2007 um 13:43 Uhr von Mark Pohlmann

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Advertising Age greift es auf: Bei aller Verwunderung über die Preise, die für Myspace und Facebook gezahlt wurden, bei aller Erwartung an die bald strömenden Werbeerlöse sollte man eines nicht vergessen: Die werbeerlösende Party findet nicht im durch Banner gepflasterten Rahmen um die Social Networks statt, sondern in den Networks selbst. Das Marketing entdeckt das Potential für Customer Relationship Management (CRM) der Social Networks als Alternative zu Anzeigen. Hierfür sind Marken bereit zu zahlen.

Die Herausforderung ist dabei, einen offiziellen Zugang zu den Mitgliedern eines Netzwerkes zu finden, das den Betreibern einerseits Erlösmodelle bringt, den Nutzern selbst aber auch Spaß macht. Freudloses braucht nicht neu erfunden zu werden, dafür gibt es ja schon den Banner. Die Frage, wie sich Marken langfristig in Netzwerken verhalten sollen, wird derzeit auch in Amerika heiß diskutiert. Hierfür fehlen Erfahrungen.

Das derzeit gängisten Formate sind eigene Rubriken oder Foren auf den Plattformen selbst. So betreibt und bezahlt der Sportartikelhersteller Champion eine Facebook-Gruppe namens "FAN Zone". Bei Myspace sind beispielsweise Fußballvereine, Autohersteller und Musiklabels aktiv. Hier ist es den Herstellern auch möglich, selbst in die Gespräche einzusteigen, Champion nutzt hierfür Wall Posts, also eigene Aushänge. Doch wie es immer ist im Leben: Die dynamischsten, coolsten Communities sind nie die, in denen man selbst ist. Und so schielen wohl auch in diesen Netzwerken immer alle über den eigenen Tellerrand um zu sehen, was wo anders läuft und wer cooler ist. Mein Reden: Im Netz ist es wie im echten Leben.

Was sollen also Marken tun, wenn sie nicht werben, sondern mitredene wollen? Als erstes Gebot gilt zuhören. Zuhören ist beim Gesprächs- oder Empfehlungsmarketing (andere nennen es World of Mouth oder virales Marketing) die Eintrittskarte - wer nicht zuhört, der wird nicht gehört. So einfach ist das. Zuhören kann man nicht bezahlen, das muß man leisten. Erst dann ist die Gruppe, in deren Umfeld man so gerne sichtbar sein würde, bereit, einen selbst zu hören. Marken werden in diesem Umfeld wie Personen behandelt, und sie müssen genauso menschliche Züge tragen, also schlicht von Personen vertreten werden. Wahrscheinlich ist das am schwierigsten: eigene Markenbotschafter aufzubauen, die Reputation in beide Richtungen besitzen. Zur Zielgruppe wie in das Unternehmen.

Solange das nicht funktioniert, bleibt ja noch, Communities einfach zu kaufen. Aber auch das hat seine Tücken, wie das Handelsblatte gerade zeigt. Sie versuchen, ihr für teuer Geld erworbenes Netzwerk behutsam als Pool für nachwachsende Abonnenten aufzubauen, und bekommen dafür ordentlich Wind ins Gesicht geblasen, wie bei connectedmarketing nachzulesen ist.

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update: Mobiles Web

Veröffentlicht am 21. August 2007 um 14:21 Uhr von Mark Pohlmann

Mashable hat zu dem Thema nachgelegt und bietet nicht weniger als 45 Empfehlungen für Services, die auf keinem Handy fehlen dürfen.

Ich hatte übrigens noch vergessen Soonr zu empfehlen. Damit kann man unterwegs jederzeit auf sein Notebook zugreifen - solange dies ans Internet angeschlossen ist. Ob das jetzt sehr sicher ist - keine Ahnung. Aber irgendwie ist es doch ganz beruhigend zu wissen, dass man an alles rankommt, was auf der Kiste läuft, auch wenn sie nicht mit dabei ist.


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Mobiles Web

Veröffentlicht am 17. August 2007 um 10:55 Uhr von Mark Pohlmann

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Da ich viel unterwegs bin, und mittlerweile meinen Frieden mit meinem Nokia e61 gemacht habe, (ich habe einfach den Blackberry-Account ausgeschaltet, seitdem funktioniert es besser) hier mal eine kurze Auflistung meiner unentbehrlichen Helferlein oder die Antwort auf die Frage: was braucht´s fürs mobile Büro?

1. UMTS
Sitzen ein Gründer eines börsennotierten Internetdienstes, ein Gründer eines größeren CMS-Anbieters (auch eine AG), eine Second-Life- und Datenbankberaterin und ein Online-Conversations-Berater in einer Runde. Nur einer hat UMTS. Wer ist das? Richtig, der letzte. Das bin ich.

Die Herren Vorstände haben natürlich einen Blackberry (noch das lilafarbene, wahrscheinlich von Hyundai designte), die freie Beraterin ein öckeliges uralt-SonyEricsson. Von Internet keine Spur. Dabei ist ein UMTS-Zugang mit ein paar hundert MB mittlerweile für unter 10 Euro zu haben. Am Geld kann es nicht liegen. Woran aber dann? Wahrscheinlich vermissen sie einfach nichts. Und das ist selbstverständlich nicht länger tolerabel.

Ich könnte so nicht mehr leben. Das Internet ist für mich unterwegs genauso wichtig wie die Mail.

Also: Einfach beim Mobilfunker 200 MB für 10 Euro oder so freischalten, und los geht´s. Die neuen BBs haben mittlerweile auch UMTS, ist also auch für E-Mail-Junkies (ich gehöre nicht mehr dazu) gar kein Problem.

2) Das Handy.
Es sollte schon eines mit größerem Display und Tastatur sein. Mir wäre das ansonsten zu fummelig. Muss aber jeder selbst wissen. Ich würde mir heute den Nachfolger meines Handies kaufen, das Nokia e61i.

3. Die Software
Google ist - wie im wahren Leben, also auf dem Notebook - so auch auf dem Handy Partner Nr. eins. Das wichtigste Tool ist zwangsläufig Google Mail, eine kleine Java-Anwendung, die den eigenen Google-Account schnell auf das Handy holt, nicht besonders schnell ist, aber für das Unterwegs-Rummailen sehr hilfreich ist. Wer viel mailt, wird allerdings niemals mit dieser Lösung glücklich. Die Blackberrys sind hierfür um Längen besser.

b) Das zweite Tool aus dem Hause Google auf meinem Handy sind die Maps. Wow - Herz, was willst du mehr. Das Ding ist schnell, präzise, einfach zu bedienen und erfüllt alle meine Anforderungen. Start und Ziel eingeben, los geht´s. Nur muss man damit rechnen, dass eine einzige aufgerufene Seite rund 0,5 MB groß ist - und man lädt gerne viele Seiten. Die Datenrate muss also stimmen.

c) Das Wichtigste mobile Tool ist klar der Webbrowser. Bei meinem Handy ist ein Symbian-Browser vorinstalliert, der vollkommen ausreichend ist. Nein. Eigentlich ist er richtig gut. Von Opera gibt es den Mini. Ich habe aber noch niemanden gehört, der vom vorinstallierten auf Opera umgestiegen ist.

4. Websites.
Generell gilt: Alle guten mobilen Applikationen konzentrieren sich auf die Kernfeatures der "großen Brüder" und sind so rasant einfach, dass das Aufrufen und Benutzen nur wenigen Sekunden braucht. Am besten ist, seine Lieblingssite mal mit der URL mobile.Name.com auszuprobieren - überraschend oft tun sich dort neue Welten auf.

Das ist auch bei folgenden der Fall, und deswegen sind sie bei mir auch ständig in Gebrauch:

a) Google Calender
Den habe ich mit iCalender synchronsiert. Das Tool auf PC-Seite dazu heißt Spanning Sync. So hat man alles immer auf dem aktuellsten Stand: Auf dem Rechner, im Internet, auf dem Handy.

b) Twitter. Wer hätte das gedacht? Aber Twitter macht erst von unterwegs so richtig Spaß. Und die Website m.twitter.com ist so genial einfach, dass ich jetzt richtig gerne twitter. (Anm. Twitter ist eine Art öffentliche SMS, die sich Menschen abonnieren können und so alle SMS ihrer Freunde / sonstigen Menschen auf einer Seite anzeigen lassen können. Hier erfährt man vor allem von den Web-2.0-Kämpen weitaus mehr von ihren Alltagsthemen und -Projekten als in ihren Blogs. Das gilt übrigens auch für mich ;-)

c) Xing. Xing hat ebenfalls eine exzellente Mobile-Applikation, die in ihrer Geradlinigkeit die Website übertrifft. Wirklich gelungen und somit auch oft im Einsatz.

c) Bahn. Sie kann auch anders. Ohne das nervige Zwischenfenster, das nochmal abfragt, ob man auch wirklich das suchen will, was mein gerade eingegeben hat. Einfach den mobilen Zugang nutzen.

d) Wikipedia. Nicht nur zum Nachschlagen, auch zum Lesen. Macht einfach Spaß, gerade unterwegs, beispielsweise in der S-Bahn.

e) Airberlin. Neulich wollte ich von Hamburg nach München bahnfahren, das erste mal nicht fliegen. Natürlich kam um 5:55 Uhr am Hauptbahnhof auf dem Gleis die Ansage, dass durch einen Brückenanfahrschaden (ergo: LKW knallt gegen Zugbrücke) für unabsehbar lange Zeit keine Züge mehr fahren. Ich dann im Bus zum Flughafen auf airberlin.de ein Ticket gebucht für den nächsten Flug. Es war grauenhaft, aber es ging (Das Buchen. Der Flug war ok). Die Rechnung muss man sich dann über die Buchungsnummer und das Call Center holen. Alles sehr mühsam, aber gut zu wissen, dass es geht.

Bloggen. Das mache ich eher nicht. Es geht, aber es macht mir keinen Spaß. Die Tastatur ist für richtige Texte dann doch zu fummelig.

In der Summe ist mein Handy tatsächlich eine Kleinstausgabe meines Laptops, was Kommunikation und Information angeht. Dokumente jeglicher Art halte ich von dem Gerät fern. Was soll ich mit einer PowerPoint-Präsentation auf dem Handy? Soweit geht die Liebe dann doch nicht.

Wünsche? Ich würde mir gerne einen Feedreader einrichten, oder besser, den von Yahoo, den ich derzeit nutze, auch im Handy haben. Das geht noch nicht. Und iGoogle lädt zwar, ist aber nur Suche plus Mailübersicht. Geht also als Feedreader auch nicht. Gibt es hierzu Empfehlungen?

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Jeder fünfte befüllt das Internet

Veröffentlicht am 14. August 2007 um 10:27 Uhr von Mark Pohlmann

"Wer soll das alles lesen?" Diese Frage beginnt sich zu erübrigen, denn endlich passiert etwas, für das die Werbewirtschaft schon lange einen flutschig klingenden Namen gefunden hat: Long Tail, der lange Schwanz der Berichterstattung, die kleine Nische, die sich millionenfach auftut, weil einfach jeder über das schreibt, was ihn interessiert - und so auf Menschen trifft, denen es genauso geht. Es geht also nicht um eine übergeordnete Relevanz, sondern die Relevanz für einige wenige Personen. Diese Nischen interessiert nicht, wie interessant sie für andere sind.

Jeder fünfte Deutsche also, bei einer Mediendurchdringung von rund 60 Prozent also jeder dritte Internetnutzer. Da kann man so langsam von einem Kulturphänomen sprechen, das immer schwerer zu ignorieren ist. Das Problem für die Werbewirtschaft mit dem Long Tail ist, dass die Menschen in ihren selbstgeschaffenen Nischen nicht nur immer schwerer zu erreichen sind, sondern die Aufmerksamkeit für Werbung dramatisch abnimmt - einfach weil die Qualität der Werbeaussagen gegen die selbsterstellten Inhalte nicht ankommen kann.

Interessanterweise tun sich in dieser Welt der Vielfalt große Portale auf, die fast unbemerkt von der Medienöffentlichkeit bleiben. Damit läßt sich wunderschön aufzeigen, dass das Problem der Werbeindustrie das Problem der Medienwirtschaft insgesamt ist. Oder kannte jemand das Portal Gesicherterparty.de, das heuer zu den meistbesuchten Websites im Internet zählt?

Das Mitmachinternet ist allerdings erst am Beginn, noch ist alles unsortiert. Wahrscheinlich werden sich für jede Bezugsgruppe eigene Netzwerke herausbilden, die in sich einen sehr weiten Bereich aller Kommunikationsanforderungen abdecken. Das heißt im Klartext, dass sich immer mehr Leben in diesen Communities abspielt, und diese erste verlassen wird, wenn das eigene Umfeld nicht mehr weiterhilft. Googles Vormacht ist Gefahr. Marktanteile von 93 Prozent werden wir in Zukunft nie wieder sehen. Es lebe die Vielfalt!

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Quelle: Bitkom. via: Holger Schmidt / Turi2

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Des Mitmachens fette Beute

Veröffentlicht am 13. August 2007 um 11:08 Uhr von Mark Pohlmann

Auch wenn wir armen Deutschen nie erfahren werden, wieviel Traffic Google, Amazon oder eBay haben, so kommt wenigstens langsam Licht in das Dunkel des Mitmachwebs. Ganz einfach, weil sich immer mehr Anbieter ivw-prüfen lassen. Und dann plötzlich ist nicht nur StudiVZ vor den Mailanwendern von T-Online, sondern es tauchen Namen auf, die ich wirklich noch nie vorher gehört habe. Wer oder was ist bitte Gesichterparty.de? Wie kann ein System so unbeachtet von der Restöffentlichkeit auf derartig hohen Traffic kommen? Das kann nur heißen, dass hier auf sehr einfach und effiziente Weise ein kommunikativer Nerv getroffen wurde. Der Nerv mal wieder der Adoleszenten, ok. Aber es gibt in deren Welt eben noch mehr als StudiVZ. Und 5 Mio. Besucher mit 200 Mio. Seitenabrufen sprechen erstmal eine deutliche Sprache. An dieser Stelle sollte man auch nochmal Knuddels.de erwähnen, ein Kennenlernportal für die ganz jungen, das geht da ab 14 Jahren los (jedenfalls als offizielles Alter). 33 Mio. Besuche - halb Deutschland scheint sich dort bestens zu amüsieren.

Ähnliches gilt übrigens für die Lokalisten, die beispielsweise in Hamburg recht wenig von sich reden machen, aber dennoch zu den Klickfürsten des deutschen Webs zählen. Gratulation dazu!

An dieser Stelle kann ich meinen Wunsch nur wiederholen, dass wir ganz dringend eine einheitliche Reichweitenerhebung für Deutschland brauchen, die keine Rücksicht darauf nimmt, ob jemand E-Commerce, Verlag oder Netzwerk ist. Die Grenzen verschwimmen sowieso, und Bannerwerbung wird nicht mehr lange die einzige Form werblicher Erlösströme bleiben.

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Zahlen: ivw, Stand Juli 2007 via pz-online

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Original und Fälschung

Veröffentlicht am 2. August 2007 um 20:15 Uhr von Mark Pohlmann

Nach langer Zeit mal wieder ein fundierter Artikel, der versucht, das verlorene Image von Second Life zu reanimieren. Und in der Tat kann man an dem Umgang mit Second Life - dem ungehemmten Hochjubeln, dem ein genauso vehementer Verriss folgt - verfolgen, wie schnell wir Dinge in unseren Köpfen an- oder wegklicken.

Über Second Life die Nase zu rümpfen ist reine Angeberei. Das gilt auch für die Überheblichkeit, mit der man auf Menschen hinabblickt, die sich mangels realer Reichtümer in Second Life endlich mal den Aston Martin leisten, von dem sie schon immer geträumt haben, oder den von Frank Lloyd Wright gestalteten Bungalow direkt am Strand bewohnen wollen. Nicht Second Life ist hässlich, sondern das reale Leben. Wem diejenigen suspekt erscheinen, die dort aussteigen wollen, der soll bitte ein Konzept vorlegen, wie er im ersten Leben die mit seiner stillschweigenden Zustimmung erzeugten Bedürfnisse der Millionen befriedigen will, denen er diese im Zweiten Leben verächtlich macht. Oder anders ausgedrückt: Die Kritik an Second Life scheint in Wirklichkeit eine Flucht aus der Kritik der realen Welt zu sein.

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Noch Boom oder schon Blase?

Veröffentlicht am 1. August 2007 um 12:56 Uhr von Mark Pohlmann

Nur eine kurze Anmerkung zu den ständigen Diskussionen darüber, ob es zuviel Web 2.0 und zuviele Startups gibt und wo denn das ganze Geld herkommt und hingeht: Ja, wir sind (endlich!) wieder in einer Interneteuphorie, und, ja, es gibt viele Anzeichen dafür, dass es zu den üblichen begleitenden Übertreibungen kommt. Die Reifephase des Web 2.0 - in die wir so langsam kommen - deckt sich in vielem mit der Dramaturgie des Web 1.0, die ja bekanntlich in einer ziemlichen Bruchlandung endete.

Aber stimmt das überhaupt? Was geplatzt ist, sind die Börsenphantasien. Nichts anderes. Nutzer, Umsatz, Werbeeinnahmen, Online-Zeit und Relevanz - alles steigt wie mit einem Strich gezogen seit 10 Jahren an. Nur die Gier, wie und wieviel Geld zu verdienen ist, muss immer mal wieder relativiert werden. Dies ist 2001 geschehen und wird sich sicherlich noch oft wiederholen. Das alles hat aber mit dem Platzen einer Blase aber nichts zu tun. Und nun *kram*... die Fakten:

- Die Internetnutzung ist heute um den Faktor vier höher als vor sechs Jahren (15 Prozent der Bevölkerung zu 60 Prozent heute)
- Die Kosten für einen Internetanschluss haben sich auf ein Viertel reduziert, dafür ist die Übertragungseschwindigkeit um den Faktor 10 bis 100 gestiegen. Das alles verdanken wir DSL. Ohne DSL wäre ich wahrscheinlich heute PR-Berater einer Versicherung.
- Die Kosten für den Aufbau und Betrieb einer Website haben sich ebenfalls dramatisch reduziert. Das Ergebnis: Auch die Kosten für ein Startup sind deutlich gesunken - ganz grob kalkurliert auf ein Zehntel (100.000 Euro sind heute das, was 1 Mio. vor sechs Jahren waren).
- Dafür sind die Umsätze im Internet und die Markteinteile ebenfalls dramatisch gestiegen (Zahlen habe ich jetzt nicht im Kopf, am besten mal Jochen Krisch fragen).

Das Geld für die ganzen Startups und Copy-Cats kommt heute fast ausschließlich aus der Privatwirtschaft und nicht mehr aus Aktionärshand - damit ist das Risiko eben auch zu 100 Prozent dort, wo es hingehört: In Investorenhand. Und was die machen, kann uns entweder egal sein oder sollte unser Auge erfreuen, denn Qype, Dawanda & Co. gäbe es ohne sie nicht.

Die Losung lautet derzeit:
Geringe Markteintrittsbarrieren > hohe Aufmerksamkeit > viele versuchen es > Marktvielfalt mit unterschiedlicher Qualität (hier sind wir) > die Besten setzen sich im Wettbewerb durch > hohe Qualität für den Kunden

Vielfalt ist eben das beste Geschenk, das sich eine konsumlastige Industrienation wie unsere machen kann. Freuen wir uns über die ganzen "Wannabees", ist doch schön. Die Richtigen werden es schon schaffen.

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