Neue Adresse

Veröffentlicht am 18. Dezember 2007 um 9:28 Uhr von Mark Pohlmann

Mavens Dialog zieht um. Und zwar heute Nachmittag und in die
Ehrenbergstraße 69 in
22767 Hamburg.

Neugierige und Besucher sind ab morgen herzlich willkommen!

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Start-ups: Worauf es ankommt

Veröffentlicht am 13. Dezember 2007 um 16:24 Uhr von Mark Pohlmann

Was war ihr lehrreichster Fehler, den Sie im Zusammenhang mit Qype in der Startphase gemacht haben?

"Wir waren im Marketing und im Community-Aufbau nicht aggressiv genug."

Stephan Uhrenbacher im Deutsche-Startups-Interview.

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Gedanken zur LeWeb3

Veröffentlicht am 12. Dezember 2007 um 15:40 Uhr von Mark Pohlmann

Noch ist die LeWeb nicht vorbei, aber sie läuft schon lange genug, um ein paar Beobachtungen mitzuteilen:

1. Die Veranstaltung.
Professionell organisiert, groß, perfekt. Noch besser als im letzten Jahr. Eine gute, entspannte Atmosphäre, viel Zeit und Raum für Gespräche und Kontakte. Phantastisches Essen, selbst ohne Konferenz drumherum. Ich mag auch diesen Soundstyle, der auf Kongressen zunehmend um sich greift. Nach wenigen Stunden hat man begriffen, wofür welche Sounds stehen: Die in den Pausen sind sehr loungig, es wird druckvoll, wenn es losgeht, und rockig, wenn die Redner die Bühne betreten, jubelnd, wenn der Vortrag zuende geht. Ebenso phantastisch: die offenbar funktionierende Live-Übertragung im Internet. Chapeau! Leider in diesem Leben nicht mehr in den Griff zu kriegen scheinen die Probleme mit dem WLan zu sein. Wobei der zweite Tag wesentlich besser als der erste ist, der wiederum ein fast kompletter Totalausfall war.

Mit Paris, so ganz nebenbei, werde ich in diesem Leben nicht mehr warm. Zu häßlich, zu unfreundlich, zu dreckig. Da gibt es geeignetere Konferenzstädte (Stockholm! Kopenhagen! Hamburg!)

2. Die Referenten
Namhaft, die meisten, mythisch, einige. Versavsky, Weinberger, Searls, Starck. Klasse. Aber irgendwie auch viele doch sehr bekannte Gesichter. Durchweg bühnenerfahren, unterhaltsam und oft auch inspirierend. Einige, wie Hans Rosling, sind so frei, sich um das Thema überhaupt nicht zu scheren, sondern irgendwelche auch irgendwie interessante Charts über die Entwicklung des Bruttosozialproduktes von Schweden in den letzten 300 jahren zu zeigen. Aber: Wenn Loic Lemeur ruft, kommen alle gerne. Ein großes Verdienst und ein tolles Geschenk für Frankreich. Wir haben vergleichbares in Deutschland nicht.

3. Die Referate
Und hier spätestens setzt die erste vorsichtige Kritik ein. Der Nährwert der Vorträge ist äußerst dünn, wenn es um die praktische Verwertbarkeit geht. Natürlich ist es inspirierend zu hören, dass - und wie - sich die Wissensgesellschaft durch Vernetzung verändert. Aber die in den Vorträgen getroffenen Aussagen sind mittlerweile nicht mehr neu, die Belege oft dürftig und sehr selbstreferenziell.

4. Die Teilnehmer
Es ist ein sehr homogenes Volk hier vertreten: Jung, Internet-Addicted, Start-up-organisiert. Bei der Frage, wer Twitter benutzt, hoben ca. 90 Prozent die Hand. Hier herrscht Besuchermonokultur. Das hier, das ist die Digitale Boheme, und zwar zu fast 100 Prozent. Andere sagen Geeks dazu oder auch Nerds. Das beweist auch, wie viele VCs da sind, und wieviele Gespräche sie haben. Ich habe 10 min mit Marc Samwer gesprochen, während derer er glaube ich vier Gespräche mit Start-ups vereinbarte. Und es sind sehr viele VCs.

Interessanter als die, die da sind, sind die, die nicht da sind. Es fehlen: Die klassische Wirtschaft, die Marken, die Industrie als solche. Sie glänzen durch komplette Abwesenheit. Dies ist umso erstaunlicher, als dass die LeWeb3 zu recht als eine der wichtigsten europäischen Internetkongresse gilt. Wenn nicht hier, WO DANN?

5. Die Learnings.
Gering. Einige werden jetzt sagen, das sei nicht der Sinn eines Kongresses. Wahrscheinlich. Aber ich vermisse drei Dinge, die wir alle dringend brauchen:

a. Funktionierende Geschäftsmodelle. Sie wurden auch auf der LeWeb3 mehrfach verlangt. Keiner konnte liefern.

b. Überzeugende Beweise, dass im Internet nicht nur Geeks für Geeks produzieren. Wir MÜSSEN raus in die Mitte der Gesellschaft mit unseren Systemen. Die Mitmachsysteme funktionieren. Technisch. Bei uns. Vom Interface. Aber sie sind kulturell noch zu isoliert. Um eine wirkliche gesellschaftliche Relevanz der sozialen Systeme zu erhalten, brauchen wir die Frisörin um die Ecke genauso wie den Schriftsteller und Wissenschaftler. Wann endlich schaffen wir es, diejenigen in den Bann der Möglichkeiten zu ziehen, wann verstehen sie, wie sie hiervon profitieren können, wie die hier anwesende technik- und innovationsverliebte Klientel es tut?

Bezeichnend hierfür ist der Vortrag von JP Rangaswami von der British Telecom. Er sagt, dass die Kultur der Unternehmen nur von unten, von allen verbessert werden kann. Gleichzeitig glaubt er nicht, dass er und seine Generation dies schaffen werden. Es sollen die Jüngeren richten. Dies ist auch eine Art der Resignation. Und wenn man sich ansieht, wie wenige Unternehmen aus der reinen Beobachtung der medialen Veränderung ins Machen kommen, einfach, weil sie es rein vom Wettbewerb her noch nicht müssen, bekommt man eine Ahnung davon, wie weit der Weg zu einer wirklich vernetzten Gesellschaft tatsächlich noch ist. Noch sind wir erst ein vernetztes Milieu.

c. Das Wesentliche: Mehrwert.
Um den Prozess der milieuübergreifenden Vernetzung zu beschleunigen, ihn überhaupt möglich zu machen, müssen wir uns noch stärker auf Mehrwerte konzentrieren. Skype war ein riesiger Mehrwert, YouTube war einer, Open Social wird es werden. Aber die meisten Unternehmen, die ich hier auf der LeWeb gesehen habe, wollen gar keine Mehrwerte anbieten, sondern von Trends profitieren. Wenn diese Beobachtung stimmen sollte, haben wir nicht nur einen neuen Hype, sondern wir haben auch wieder ein Problem.

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Der Kampf gegen die eigenen Leser

Veröffentlicht am 12. Dezember 2007 um 13:53 Uhr von Mark Pohlmann

Interessant, wie sich Süddeutsche und FAZ die Bälle gegenseitig zuspielen, um sich gegen den Meinungsmob aus dem Internet zu positionieren. Nachdem Schirrmacher sich zuende aufgeregt hatte, kam am Wochenende Bernd Graff um die Ecke gebogen, in dem er sich Sorgen um das Medium an sich und die Menschheit im allgemeinen machte, weil das Internet zu einem "Debattierclub" verkomme. Er kann argumentieren, wie er will, mir zeigt er nur sein Unverständnis für die sich verändernde Medienlandschaft, die aus einer vermeintlichen Position der Stärke daherkommt, weil die SZ in letzter Zeit an Auflage gewinnt. So schnell am Ende sind wir noch lange nicht! höre ich da aus seiner stolzgeschwellten Brust. Egal, lest den Artikel, ich kann mich nicht mehr ausreichend aufregen, sondern an dieser Stelle nur beschließen, das SZ Probeabo nach drei Monaten nicht zu verlängen.

Die Verlage sollten beginnen darüber nachzudenken, dass sie mehr Leser online als offline haben. Zwei von drei in Deutschland angesteuerten Webseiten bieten mittlerweile die Möglichkeit zur Partizipation, jeder gottverdammte Online-Nachrichtendienst bietet Kommentare an. Wer diese Form der Anteilnahme nicht möchte, soll sie schließen, aber nicht, wie FAZ und SZ, es anbieten und selbst öffentlich darüber zetern. Diese Verlage wünschen sich wahrscheinlich genauso andere Leser wie Politiker bessere Wähler.

Zurück zur FAZ. Die antwortet auf die Graffschen Attacken ambitioniert, wie ich finde:

In Blogs mag jeder meinen, denken, toben, lästern, so wie am Tresen oder zu Hause. Mit den Massenmedien selber ist aber ein ganzes System entstanden, das beanspruchte, die öffentliche Meinung selbst zu pflegen. Und die Journalisten wurden zur ersten Berufsgruppe, die beanspruchte, aus der Rolle des Publikums selber einen Beruf zu machen. Zuvor bestand das Publikum aus Laien, jetzt sollte es professionelle Laien geben. Kein Wunder, dass daran sofort Kritik geübt wurde, vor allem die, der Journalist ermittle und verdichte die öffentliche Meinung weniger, als dass er sie selber mache.

Dennoch macht auch Jürgen Kaube wie noch alle anderen Journalisten den fundamentalen Fehler, zu denken, dass alle Meinungsaktiven sich als Gegenentwurf zum Journalismus sehen. Dies kennzeichnet die medieneigene Paranoia vor den Mitmachmedien auf das vortrefflichste: Dass es gegen sie geht, nur weil sie nicht davon profitieren. In Wirklichkeit habe ich noch nicht einen getroffen, der denkt, dass mit seinem Blog, mit seinen Kommentaren die Medienöffentlichkeit in Gefahr steht. Niemand will das, niemand behauptet das. Nur von Journalisten selbst wird dieses Feindbild gepflegt. Hören wir auf mit solchen Albernheiten.

Dies ist umso absurder, als dass die Blogosphere in Deutschland so unterentwickelt ist wie kaum in einem anderen Land. Das hat auch seinen Grund darin, dass es hier eine starke Medienlandschaft gibt. Die Notwendigkeit zur Gegenöffentlichkeit ist da, aber nicht so drängend wie in vielen anderen, medial viel ärmeren Regionen.

Die Wahrheit ist, dass Meinungen um ihrer selbst Willen publiziert werden. Weil die eigene Sicht der Dinge nunmal nicht unbedingt ein Korrektiv, aber eine Ergänzung zum bestehenden Meinungsbild ist. Es ist ganz trivial. Wer eine Meinung hat, geht ins Internet und publiziert sie da. Warum? Weil wir es hier können.

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Le Web, 2. Tag

Veröffentlicht am 12. Dezember 2007 um 9:20 Uhr von Mark Pohlmann

Guten Morgen, es ist kurz vor 9.00, und nach einer kurzen, gutgelaunt wie inhaltslosen Begrüßung von Loic le Meur (Wir haben tolle Sprecher, manche von sehr weit weg), geht es mit einem der Hauptsponsoren, Nokia, los. Positioniert werden die Nokia Handies gegen den Apple iPhone Hype. Kernaussage: Wir können mehr.

Vorgestellt wird der dienst ovi.com. Ovi soll mein digitales Leben im Internet mit meinem Handy verbinden. Geht diese Woche online. Ovi sieht auf dem Desktop so aus wie eine Navigationsleiste, die nach Wunsch von Nokia immer sichtbar ist.

Features:

- Synchronisierung mit Nokia Handies für Adressbuch, Kalender, Entertainment-Zeug wie Bilder und Musik.
- Hier kann ich mein Community-Zeug organisieren, wie Google, Facebook und es auf mein Handy laden.
- Drag & Drop auf dem PC für die Übertragung auf das Handy. Beispielsweise von Photos, die dann über eine Art Time-Tunnel durchforstet werden können.

Fazit: Sieht sehr leistungsfähig, aber auch sehr technisch aus. Wenig Lifestyle. Sorry, Nokia, aber der Weg vom Handy-Hersteller zum Lifestyle-Navigator ist genauso weit wie der vom Computerhersteller dorthin. Ich fürchte, da wird noch ein wenig Coolness vonnöten sein, bis Dienste wie dieser erfolgreich sind.

Nächstes Panel:
Danny Rimer von Index Ventures,
Mark Read, WPP
Oliver Jung, Angel Investor,
J.D. Chamboredon, 3i
Morten Lund, Investor.

Jetzt sitzt also die Kohle da oben. Vorstellungsrunde. Morten Lund ist noch angeschlagen von der Party gestern und hat keine Lust zu reden. Tut es trotzdem. Sollte es sein lassen. "Ich gebe früh Geld und mache was draus, kann von zu Hause arbeiten und dabei Toast essen". Aha.

Danny erklärt die unterschiedlichen Investitionsformen, die alle auf der Bühne vertreten sind: Inkubatoren- und Wachstumsinvestitionen.

Lund hat 15 Business Pläne selbst geschrieben, mit 19 angefangen. Vielleicht sollte ich auch mehr Toast essen. Er liebt es, Unternehmen wachsen zu sehen. Er hat keine Strategie, keinen Plan. Er macht nichts mit Waffen, Porn und Arschlöchern.

Chamboredon: sie beobachten hunderte Projekte, glaubt an die Rationalität bei den Investitionen. Wie alle will er sein Investment verzehnfachen, dafür ist er bereit, früh reinzugehen. Je später, je kleiner wird der Hebel.

Jung: Liebt Start-ups und Deals, kann schwer nein sagen. Die Bausteine für den Erfolg: Das Team, der "genetische Code einer Company". Zweitens: Team muss Problemlöser sein. Referenz: Skype. Drittens: Eine Vorstellung davon, wie man Geld macht. Und das darf nicht nur Werbung sein. Viertens: Reichweite. That's it.

Jung verfolgt zwei alternative Strategien: Bei wenigen viel, bei vielen wenig investieren und dort mehr Networker sein.

Read: Investiert in China. Baut Fonds. Sucht Partner vor Ort, hat 8000 Investoren in China, sagt er. Ist auch streng zahlengetrieben. "Wenn etwas 18 Monate falsch läuft, musst du zusehen, dass es danach vier Jahre gut läuft". Glaubt an Werbung. Und seine strategischen Fähigkeiten zu wissen, was funktioniert. Er glaubt also weniger an das Team als an seinen Einfluss auf das Team.

Chamboredon: Investitionen sind selbst teamentscheidungen.

rimer zitiert eric schmidt von google für das recruiting von mitarbeitern: entweder hast du beim ersten gespräch lust, die nächsten sieben stunden ein projekt aufzusetzen, oder nicht. danach richte ich meine personalentscheidungen.

lund ist das wieder egal. er will geld und profit. egal mit welchem team. "bring mit eine gute idee, seid nett und habt spaß. und nehmt mein geld". mir auch noch ein toast, bitte.

rimer: e-commerce muss neu erfunden werden. was wir heute haben, ist zehn jahre alt - dieses ganze "vertikale zeug". facebook ist die zukunft: handeln auf einer plattform, für jeden offen. wir sollten aber nicht nur an den konsumenten denken, sondern auch an die unternehmen. sie müssen sich neu erfinden. er sieht den schatz im data-center. aus diesem nukleus sollte das geschäft betrachtet werden. warum sagt er leider nicht. rimer hat seinen gedanken leider nicht zuende gebracht...

next speaker: "digital dan" dubno, cbs: "blowing things up"

sein anspruch: radikale dinge in einem traditionellem umfeld machen. deswegen ist er zur cbs gegangen. um dinge neu zusammenzubringen. zum beispiel google maps und die daten aus der erdbebenbeobachtung. in dem umfeld von cbs ist allerdings kein revolutionärer gedanke zu finden. deswegen musste er diese lust am bruch schaffen. das ist sein hauptaufgabe. und auf dem screen laufen bilder von explosionen.

ich habe ehrlich gesagt immer noch keine ahnung, worüber digital dan spricht. merkwürdiger zweiter tag.

ahh, so langsam schwant es mir: wer dinge zum explodieren bringt, ist ein innovativer geist. auch später im berufsleben. der beweis: die meisten der leute aus dem publikum, die die hand hoben bei der frage, ob sie an innovationen beteiligt sind, haben früher mit feuer und so zeug gespielt. genial, ich werde gleich mal rausgehen und was hochjagen. wenns doch hilft!

und in der tat. DAS war der zentrale gedanke: jagd sachen hoch. danke, digital dan, dass du dafür 20 min gebraucht hast.

jetzt auf der bühne: jp rangaswami, british telecom: why web enterprise 2.0 isnt. spannend. gestern noch mit sören stamer von coremedie darüber gefachsimlpelt, der deutsche e2.0-papst.

jp: web 2.0 heißt: das web wird beschreibbar.
unternehmen verweigern sich dem web 2.0 trend. seine these: unternehmen müssen entkoffeiniert werden. digital dan, bist du es?

menschen geben in unternehmen ihre identität ab. chefs sprechen, niemand antwortet. wir müssen zu einer kultur kommen, in der die gedanken geteilt werden. auch in unternehmen. das team ist wichtig, um eine identität zu bilden, um dann aber auch auf individuelle verantwortlichkeiten herunterzukommen. warum wird ein normal sozialisiert mensch zum egozentrischen wesen, sobald er in ein unternehmen tritt? die art, wie ein unternehmen organisiert ist, hat wesentliche auswirkungen auf die frage, wie die mitarbeiter miteinander umgehen. die realität ist, dass die cc/bcc-kultur zur desinformation, verunsicherung und gegenseitigen absicherung benutzt wird.

wir leben in einer welt, die auf den output, nicht auf den input konzentriert ist. google erlaubt seinen mitarbeitern, zu 20 prozent zu tun, was sie wollen. jp will, dass es 100 werden. "badge thinking became bad thinking". statussymbole haben für das arbeitsergebnis keinerlei auswirkungen.

hyperlinks zerstören hierarchien. technologie ist ein demokratisierendes element. wir müssen unseren mitarbeitern zusehen, wie sie technologien in die unternehmen tragen, und ihnen nicht sagen, welche sie benutzen sollen. sein vater hatte einen job, lebenslänglich. er hat sieben jobs. sein sohn auch. der aber gleichzeitig. wir sehen einen war of talents. kunden und mitarbeiter bleiben, weil sie an das unternehmen glauben, und nicht, weil sie nicht wegkönnen. wir müssen mehr auf den input als den output achten.

wir haben die tools für kollaboration. jetzt müssen unternehmen lernen, sie zu nutzen. tools wie wikis können einen wertvollen beitrag leisten, um das silodenken aufzubrechen, denn im web herrscht die demokratie der information.

11.30 uhr

sitze jetzt im startup-panel, tim von törne spricht über den politisch geprägten telce-markt im deutschland und wünscht sich mehr wettbewerb, die trennung von service und zugang im mobilen markt, wie das im festnetz markt schon passiert. angeblich geht es hier um disruptive unternehmen, so hat es auf jeden fall sarik angekündigt. da ich aber die anderen teilnehmer nicht kenne, es ständig um andere themen geht, aber jeder ständig über microsoft, apple, amazon, facebook redet, gebe ich es auf, den tieferen sinn verfolgen zu wolen.

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Live von der LeWeb3

Veröffentlicht am 11. Dezember 2007 um 18:52 Uhr von Mark Pohlmann

... so sollte eigentlich schon den ganzen Tag die Headline heißen, leider war das Wlan dauerüberlastet, so dass die Blogsoftware sich nicht öffnen ließ. Twitter und Skype funktionierten, der Rest aber....

So what, es ist 19.00, zehn Stunden Programm und Referentensuche für die Next08 liegen hinter mir, für Reflexionen ist es heute zu spät. Ich hoffe auf morgen. Ansonsten bitte meinen Twitterfeed verfolgen.

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Gruenderszene sucht Start-up des Jahres

Veröffentlicht am 5. Dezember 2007 um 11:16 Uhr von Mark Pohlmann

Jahresendorgien sind ja alltäglich, warum nicht auch in der Start-up-Szene also. Und wie es der Zufall will, bin ich mit rund 30 anderen Menschen auch in der Jury von Lukasz Gadowskis Gründerszene gelandet, was mich sehr gefreut hat.

Welche Start-ups haben also das Jahr bestimmt? Hier die Liste, die ich vorschlagen werde. Sie ist natürlich streng subjektiv und soll einfach nur eine Anregung sein, selbst darüber nachzudenken, welche Dienste in diesem Jahr neu in das eigene digitale Leben eingetaucht sind. Soweit ich das verstehe, sind aber nur deutsche erlaubt.

1. StudiVZ.
Ist das eigentlich noch ein Start-up? Klar, wenn auch nicht in diesem, sondern im vorletzten Jahr gegründet. StudiVZ hat der Welt da draußen gezeigt, wie groß klein werden kann. 3 Mio User und 4 Mrd. Klicks im Monat - das ist schon eine Menge Holz. Alleine dafür, dass StudVZ den seit einem Jahrzehnt amtierenden Reichweiten-Obermufti namens "t-online" vom Thron stoßen konnte, gebührt StudiVZ ganz klar die Gründerkrone. Geschichten, wie die, dass StudiVZ-Manager beim möglichen Verkauf an Facebook genauso viel verdienen wollten wie der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, runden die Wahl auf das allerherrlichste ab. Seit einem Jahr gehört StudiVZ zu Holtzbrinck, die jetzt die Aufgabe haben, die Klickmilliarden in Euro-Millionen zu konvertieren. Viel Spaß dabei ;-)

2. DaWanda
Ein Kunde von uns - aber was für einer. Auf DaWanda verkaufen Designer, Kunsthandwerker, Professionelle und Hobby-Kreative ihre Produkte. Für die meisten von ihnen ist DaWanda der erste professionelle Marktzugang, verbunden mit der Möglichkeit, sich selbst und die eigenen Kreationen in einem hochwertigen Rahmen auszutesten - und damit auch noch Geld zu verdienen. Wie jedes richtige Start-up hat Dawanda mit ein paar befreundeten Designern angefangen. Und - es hat funktioniert. Heute sind hier 6.000 Hersteller mit über 70.000 Produkten vertreten, 70.000 Kunden sind registriert. Täglich werden mehr als 1.000 Produkte verkauft. Jedes ein Unikat. Da DaWanda für beide Seiten so schön funktioniert, also Angebot und Nachfrage bündelt, schaffen es die ersten Anbieter, sich über die DaWanda-Umsätze eine selbständige Existenz aufzubauen. Wer einmal spüren möchte, wie wichtig DaWanda als Schnittstelle für diesen kleinteiligen, kreativen Markt ist, der schaue sich einmal die Glückwünsche zum 1. Geburtstag an.

3. DerWesten

Auch ein Kunde von uns - und auch ein besonderer. DerWesten - und Katharina Borchert - haben bewiesen, dass Medien sich über das Intenet neu erfinden wollen. Und es können. Sogar Lokalzeitungen. Der Dreh: Die Zeitung holt die eigenen Leser mit auf die Bühne. Sie können hier Artikel kommentieren, eigene Beiträge schreiben und sich mit anderen Lesern vernetzen. Das alles in einem sehr hochwertigen und lokal relevanten Umfeld. Das Zusammenspiel zwischen Journalist und Leser führt zu einer neuen Form des Journalismus. Nicht gleich beim Start, aber so langsam. Und nachhaltig.

4. SixGroups

Kein Kunde, ganz neu und letzlich durch einen bestehenden, sehr erfolgreichen Dienst inspiriert: Sixgroups ist das deusche ning.com. Also eine Plattform, auf der jeder mit wenigen Klicks eine eigene Community aufbauen kann. Warum mir SixGroups wichtig ist: Die Organisation von Gruppen und sozialen Umfeldern passiert nicht nur auf den großen Portalen, sondern zukünftig eben auch in kleinsten Nischen. Sixgroups ist ein Hinweis darauf, dass nicht ein Netzwerk alles frisst, sondern, im Gegenteil, jede Nische ihre eigene Existenz führen wird. Sixgroups ist ganz neu und sieht mir dafür schon sehr schön aus, und steht hier eigentlich vor allem stellvertretend für den Trend zur Gruppenkommunikation.

5. Mavens Dialog.

Ist es vermessen, sich selbst vorzuschlagen? Ich hoffe doch nicht. Mavens Dialog ist mein Schritt in die Selbständigkeit, mein Start-up. Wir glauben an das Gespräch als das Marketing der Zukunft. Längst vertrauen Konsumenten einem persönlichen Rat mehr als einer kommerziellen Botschaft. Nichts ist überzeugender, nichts zielgruppengenauer als eine direkte Empfehlung. Deswegen muss die Marke dorthin, wo die Gespräche stattfinden. Mavens Dialog bringt sie hin. Wir sorgen dafür, dass eine Marke von denen wahrgenommen wird, auf die es ankommt: Den Mavens. Mavens sind die Meinungsmacher im Internet, in ihren Themenfeldern Vorbild für viele tausend Menschen. Schon die Zusammenarbeit mit 10 bis 20 Mavens kann die Wahrnehmung und Glaubwürdigkeit einer Marke in der anvisierten Zielgruppe signifikant erhöhen.

An dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben sollen die anderen Start-up Kunden von uns, die noch auf dem Sprung sind - oder es auch schon geschafft haben, wie Qype. Dazu zählen die Sixt-Community carmondo.de, das Patientenportal DocInsider und Burda Social Brands. Ihre große Zeit kommt im nächsten Jahr!

So, jetzt mal die Vorschläge in eine Mail gepackt und Lukasz geschickt ;-)

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Die Masse der einzelnen

Veröffentlicht am 3. Dezember 2007 um 17:10 Uhr von Mark Pohlmann

Loic Le Meur ist früherer Teilhaber an Six Apart, Ausrichter der LeWeb, derzeitiger Gründer von Seesmic und der wahrscheinlich bekannteste Internetunternehmer Frankreichs, der zuletzt in Sarkozys Entourage beim Bush-Besuch dabei war. Und er zeigt, wie wichtig es ist, jeden Kunden einzeln wahrzunehmen. Auch wenn dieses Modell irgendwann an seine Skalierungsgrenzen stößt, so ist der Ansatz dennoch konsequent und richtig: Wer mich liest, den lese ich auch.

If I don't follow you on Twitter you can unfollow me then follow me again I will ADD you

Aktuelle Twitter-Statistik von Loic:

* Following 946 (also: Personen, deren Kommentare Loic liest)
* Followers 2,436 (also: Personen, die Loics Kommentare lesen)
* Updates 3,793 (Kommentare)

Da warten also nur noch 1.500 Loic-Fans auf seine Aufmerksamkeit.

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