Werbung in Communities ist schlicht langweilig

Veröffentlicht am 30. Juni 2008 um 19:01 Uhr von Anna Friedrich

Gut gedacht, schlecht gemacht - oder völlig überbewertet? Marken nutzen Communitys alá Facebook und MySpace noch immer falsch, denn nur 15 Prozent aller viralen Werbekampagnen führen dort zum Erfolg, fand Jupiter Research heraus (FAZ von heute).

Auf mySpace beispielsweise haben gut die Hälfte aller Kampagnenseiten weniger als 1.000 "Freunde". Daher hält Jupiter-Berater Nate Elliott Virales Marketing für "völlig überbewertet". Jedenfalls, wenn sie so bleiben wie sie jetzt sind.

Er vermisste bei seiner Untersuchtung vor allem den wichtigen Dialog zwischen Nutzer und Unternehmen. Community-Mitglieder wollen involviert werden und die prinzipiellen Möglichkeiten dazu sind vielfältig. Nur wenn sie in Gespräche hineingezogen werden, kann überhaupt ein viraler Effekt entstehen. Spiele, Wettbewerbe, selbst erstellte Fotos oder eine Abstimmung helfen hierbei.

Joel Berger, CEO von MySpace Deutschland, gibt Elliot recht.

"In Online-Kampagnen in sozialen Netzwerken entsteht immer ein Dialog zwischen dem Werbetreibenden und seiner Zielgruppe. Es geht darum, eine Interaktion, eine Einbindung oder eine Begegnung mit der Marke herzustellen".

Als positives Beispiel nennt Elliott die O2-Kampagne in Großbritannien: hier machten bei einer Abstimmung über die beste Universität mehr als 100.000 Studenten mit. Richtig lag auch der Shampoo-Produzent Brylcreem.

MySpace-Chef Berger weist allerdings darauf hin, dass Werbung auch in sozialen Netzwerken prinzipiell nicht sonderlich beliebt ist. Die Wahrnehmung von Werbung sinkt mit der steigenden Häufigkeit der Nutzung von sozialen Netzwerken. Gleichzeitig sagt Jupiter Research, dass lediglich ein Viertel der User diese Marketingseiten überhaupt wahrnehmen.

Als Lösung wünschen sich auch die Plattformbetreiber mehr Interaktion von ihren Werbekunden. Sonst wird es, so Yahoo-Chef Terry von Bibra, schlicht "langweilig".

Eine der zur Zeit "angeteaserten" Marketingseiten auf MySpace ist die Fanta-Webpage:

Fanta MySpace.jpg

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Ok, dann eben Vize-Europameister

Veröffentlicht am 30. Juni 2008 um 9:01 Uhr von Mark Pohlmann

Mit nur einem schönen Spiel während des ganzen Turniers (im Viertelfinale gegen Portugal) ins Finale. Das ist doch auch was. Und wenn man bedenkt, dass das beste Spiel auch gleich das war, in dem "Jogi" Löw weit weg auf der Tribüne saß, kommt man schon ins Grübeln. Was mit einem Trainer mit einem besseres Händchen drin gewesen wäre. Der wenigstens einmal richtig eingewechselt hätte. (Und Gomez erst gar nicht mitgenommen hätte.) Aber hören wir auf zu hadern, freuen wir uns, dass wir als einzige Mannschaft der EM weiter gekommen sind, als unsere Fähigkeiten eigentlich zugelassen haben. Turniermannschaft eben.

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Bis Montag. Als Europameister.

Veröffentlicht am 27. Juni 2008 um 14:42 Uhr von Mark Pohlmann

finale.jpg

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Endert verlässt Handelsblatt

Veröffentlicht am 27. Juni 2008 um 12:43 Uhr von Mark Pohlmann

Gestern hat Julius Endert als Online-Chefredakteur handelsblatt.de relauncht und heute nun in seinem Blog seinen Weggang verkündet. Das Spannende an der Personalie ist das Wohin: Er entwickelt Formate für Videojournalismus.

Ich habe quasi einen persönlichen Relaunch vor mir, jedenfalls aus beruflicher Sicht. Ab dem 1. August werde ich für das meiner Meinung nach erfolgversprechendste Startup in diesem Universum als freier Journalist, Formatentwickler und Projektmanager arbeiten. Es ist die von Mario Sixtus alias Elektrischer Reporter gegründete Videoproduktionsfirma Blinkenlichten, die sich nicht weniger vorgenommen hat, „als die deutsche Medienbranche durcheinanderzuwirbeln, den Weltfrieden zu erfinden und die Klimaerwärmung auf den Mars zu verbannen." Das halte ich für eine sehr reizvolle und spannende Aufgabe und gemeinsam mit Mario für durchhaus machbar. Also, bleiben Sie dran! Oder auch: Yes, we can!

Von dieser Stelle allen Mitarbeitern von Blinkenlichten viel Erfolg! (Gründen ist das letzte Abenteuer dieser Zeit!)

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Stockflock twittert

Veröffentlicht am 26. Juni 2008 um 18:33 Uhr von Anna Friedrich

Ab sofort twittern wir für unseren Kunden Stockflock über brisante Neuigkeiten aus der Finanzwelt. Wir freuen uns über alle "Followers"!

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Online-Kaufempfehlungen und Kundenbewertungen wirken

Veröffentlicht am 26. Juni 2008 um 18:28 Uhr von Anna Friedrich

Empfehlungen anderer User spielen beim Online-Kauf eine wichtige Rolle, analysiert Digital Media Center in seiner Untersuchung zu "Social-Commerce, Aktionsshopping und Shoppingclubs". Gut 40 Prozent der 600 Befragten haben bereits Produkte wegen einer positiven Kundenbewertung gekauft. Die Erklärung hierfür, so der Herausgeber der Studie, ist ganz einfach:

Käufer vertrauen Käufern. Denn wer kann ein Produkt besser bewerten und empfehlen als derjenige, welcher es bereits besitzt? Zwar wird diese Beurteilung in den meisten Fällen subjektiv sein, doch gerade dies ist ein Grundgedanke des Social-Commerce: Käufer sind mündig und bilden sich selbst ihre Meinung. Je breiter der Zugriff auf Information, umso fundierter erscheint die Entscheidungsgrundlage.

Es geht den Käufern aber nicht nur um die Bewertungen anderer. Die Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass sich Online-Shops zu wenig an ihren Bedürnfissen orientieren. So sind 60 Prozent unzufrieden mit den aktuellen Onlineshops. Käufer möchten Produkte online nach ihren Bedürfnissen individualisieren und anpassen. 70 Prozent sind interessiert daran, eigene Bewertungen zu Produkten abzugeben. Weitere 30 Prozent wünschen sich, dass sie den Entwicklungsprozess des Produktes mit bestimmen könnnen. Und etwa ein Viertel der Studienteilnehmer möchte seine Stimme beim Sortiment erheben.

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carmondo gründet 20-köpfige Testredaktion: Leidenschaft nach dem Wikipedia-Prinzip

Veröffentlicht am 25. Juni 2008 um 9:11 Uhr von Mark Pohlmann

In eigener Sache. carmondo ist Kunde von Mavens Dialog.

Die Auto-Community und Sixt-Tochter carmondo.de setzt auf Schwarmintelligenz *). Rund 20 Autofans testen für carmondo ab sofort regelmäßig die wichtigsten Neuerscheinungen nach dem Wikipedia-Prinzip: Sie fahren, diskutieren und schreiben gemeinsam, jeder Schritt geschieht öffentlich. Das Ziel der herstellerneutralen Testredaktion ist, aus möglichst vielen Einzelbeobachtungen einen differenzierten Gesamtbericht zu erstellen. Der erste Test Mitte Juli gilt dem neuen Audi A4 Avant.

Begeisterung für Details

carmondo möchte mit diesem Projekt nicht mit dem klassischen Journalismus konkurrieren, sondern den Meinungsmarkt um authentische Erkenntnisse bereichern. Denn Enthusiasten testen anders als Profis. Sie gehen mit der ganzen Kraft ihrer subjektiven Leidenschaft ans Werk. Jeder Hobby-Tester konzentriert sich dazu auf ein Thema. Zum Team gehören Reinlichkeitsfanatiker ("Wo kommt man beim Säubern schlecht hin?"), Fahrspaß-Fans ("Wie satt hängt das Auto am Gas?") und Ausstattungsliebhaber ("Wie sinnvoll sind die Pakete geschnürt"?). Es ist die Begeisterung für Details, die den Unterschied macht.

Wie bei Wikipedia diskutiert und aktualisiert die Testredaktion auch nach der Veröffentlichung. Rückrufaktionen, neue Modellvarianten, Ärger mit den Garantiebestimmungen, oder die Erstinspektion - neue Erkenntnisse werden jederzeit eingepflegt.

Die carmondo Testredaktion hat vier Lokalredaktionen in München, Frankfurt, Stuttgart und Dresden gegründet. Die Teilnahme an der Testredaktion steht grundsätzlich jedem offen. Die Entwicklung von der Idee bis zur Verteilung der Fachbereiche und Gründung der Lokalredaktionen ist öffentlich im Forum von carmondo einsehbar. Hier stellen sich auch die Hobby-Redakteure mit ihren Interessen und Erfahrungshintergrund vor.

Link zur Testredaktion

*) Das schreibt Wikipedia zu Schwarmintelligenz:
"Das Internet vereinfacht wie nie, dezentral verstreutes Wissen der Menschen zu koordinieren und deren kollektive Intelligenz nutzbar zu machen"

Über carmondo.de
Kaufberatung gehört zu den wirtschaftlich folgenreichsten Gesprächen im so genannten Mitmach-Web. Die Sixt AG hat mit carmondo.de ein ganzes Portal zu diesem Thema geschaffen. Zehntausende berichten aus ihrem Autoalltag und beraten Kaufinteressenten. Neun Monate nach Start kommt carmondo auf 2,8 Mio. Seitenabrufe und rund 650.000 Nutzer ("Unique Visitors") im Monat. Zum Jahresende rechnet der Gründer und Geschäftsführer von carmondo, Konstantin Sixt, mit 10.000 Erfahrungsberichten und täglich 100.000 aktiven Nutzern.

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Journalisten schreiben voneinander ab

Veröffentlicht am 24. Juni 2008 um 9:46 Uhr von Mark Pohlmann

Wie war das nochmal? Blogger sind keine Journalisten? Stimmt. Aber Journalisten arbeiten zunehmend wie Blogger, denn sie nutzen zu oft Sekundärquellen, sprich: das Internet. Und hier sind es dann wieder die alten Bekannten: Andere Medien. Und Google. Haben wir es nicht immer schon gewußt? Jetzt weiß es auch eine Studie der Landesanstalt für Medien NRW.

Journalisten greifen bei ihrer Recherche im Netz vornehmlich auf andere journalistische Erzeugnisse zurück anstatt auf Primärquellen wie etwa Websites von politischen, wissenschaftlichen oder kulturellen Einrichtungen. Eine Überprüfung von Online-Quellen findet nur selten statt.

Google kanalisiert bei professionellen Kommunikatoren die Aufmerksamkeit.

Das Telefon ist nach wie vor das wichtigste Rechercheinstrument der Journalisten. Doch gerade bei der Ermittlung von Zusatzquellen - wenn Journalisten also das auf ihren Schreibtisch eingehende Material erweitern wollen - kommen die Suchmaschinen im Internet zum Einsatz. Und hier dominiert auch bei den Medienschaffenden eindeutig Google den Markt. Wer bei Google beispielsweise zu einem aktuellen journalistischen Thema als Experte unter den ersten zehn Treffern gelistet wird, hat größte Chancen, wiederum von Journalisten interviewt zu werden.

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Hypervernetzte in der Welt des Micro-Blogging

Veröffentlicht am 23. Juni 2008 um 17:14 Uhr von Anna Friedrich

1,2 Millionen einmalige Besucher allein im Monat Mai. Twitter ist die Innovation unter den Social Networks und offenbar das Lieblingstool der Hypervernetzten. Der banale Micro-Bloggingdienst mit seinen 140 Zeichen sei "eine Steigerung vom Telegrafen über das Telefon über Emails über Instant Messaging", so Jack Dorsey. Der Twitter-Mitbegründer und Geschäftsführer ist überzeugt davon, dass Twitter den Informationsfluss verändert. Es erspart den Nutzern die Konversation untereinander, indem es sich auf simple Status-Updates fokussiert.

Die Grenze zwischen Sinn und Unsinn ist fließend. Kritiker glauben, dass nur Freaks Lust auf diese Art von Interessensgruppen und -austausch haben. Twitterer berichten vom Suchtfaktor und dem Mehrwert, den ihnen das Tool liefert. Ein Jetzt.de-Autor schreibt hierzu passenderweise:

"Menschen suchen nach Zugehörigkeit. Wir möchten von Menschen, die wir mögen und schätzen auch gemocht und geschätzt werden. Wir suchen Gefühle der Zugehörigkeit und möchten sie aufrechterhalten. Wir wollen positive Beziehungen mit anderen."

Längst sind Twitter-Walls auf Konferenzen üblich, über die sich Teilnehmer dann wortlos austauschen können. So auch beim Internetkongress next08 im Mai.

Seinen Ruf verteidigt hat Twitter aber auch bei der Berichterstattung während des Erdbebens in der chinesischen Provinz Sichuan. Schneller als jeder Nachrichtendienst übermittelten Twitter-Nutzer die Erbebenwarnungen durch die (Netz-)Welt. Die Twitter-Feeds können, wie in China geschehen, wichtige Botschaften übermitteln und die Schwarmintelligenz wirkt.

Trotzdem ist nicht alles, was getwittert wird, für jeden gleich interessant. Aber wir kaufen uns auch keine Tageszeitung, um jeden einzelnen Artikel zu lesen - sondern wir schenken unsere Aufmerksamkeit wenigen spannenden Ressorts bzw. Artikeln.

Was interessiert es beispielsweise, wer was wann und wo (vielleicht auch noch mit wem) zu Mittag isst? Hierfür gibt es sogar FoodFeed auf Twitter: mit diesem Service kann Jeder seine Essgewohnheiten mitteilen. Und das immer und von überall. Wozu? Diese Fragen kann auch FoodFeed selbst nicht beantworten:

It's not really useful. It's just fun. And if you can make something useful out of it, we would be happy ;)

Ahhhja.

Laut einem Heise-Artikel sind die "Informationshäppchen" allerdings alles andere als nur eine Modeerscheinung. Vor allem, weil Twitter sich in Unternehmen und sogar Nachrichtendiensten als Tool zum täglichen Kommunikationsfluss etabliert hat. Und, weil Twitter in andere Softwaredienste leicht integrierbar ist. Facebook ist hier nur ein Beispiel. Alles in Allem ist Twitter also ein wichtiger Bestandteil der hypervernetzten Generation, die immer weiter wächst (siehe auch Hyper, Hyper immer weiter???).

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E-Plus sucht Modelle für Handy-Werbung

Veröffentlicht am 23. Juni 2008 um 10:41 Uhr von Mark Pohlmann

Wenn die Gesprächspreise sinken, müssen neue Erlösquellen her. Und wer wie E-Plus mehr als 16 Mio. Kunden, für den drängt sich Werbung als Ersatz auf. Doch E-Plus-Chef Thorsten Dirks hat verstanden, dass Werbung ohne die Zustimmung des Kunden nicht funktionieren wird, wie die FTD heute berichtet:
"Die Werbung muss aber nicht nur die Interessen des Kunden treffen. Der Konsument muss auch einen Nutzen davon haben, sich mit ihr zu beschäftigen", sagte Dirks. So könnten Kunden Freiminuten oder kostenlose Zusatzdienste erhalten, sofern sie Werbung beachteten. E-Plus werde niemandem Werbung aufnötigen: "Das geht nur über Freiwilligkeit. Der Kunde muss vorher zustimmen, Werbung erhalten zu wollen", so Dirks. Tests hätten gezeigt, dass etwa 60 Prozent dazu bereit seien.

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Buzzword Bingo

Veröffentlicht am 20. Juni 2008 um 18:09 Uhr von Mark Pohlmann

Welche Chancen hält Web 2.0 für Ihr Business bereit?
13 informative Cisco-Podcasts bringen es auf den Punkt: Unified Communications und netzwerkbasierte Collaboration verändern unsere Lebens- und Arbeitswelt. Verpassen Sie nicht die Chance, die sich daraus für Ihre Geschäftstätigkeit ergibt.

Podcasten für den Weltfrieden. Da weißte Bescheid.

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9 Millionen in Social Networks

Veröffentlicht am 20. Juni 2008 um 16:21 Uhr von Anna Friedrich

Eine Forsa-Studie des BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien) gibt neue Zahlen zur Beliebtheit von Online-Communities in Deutschland bekannt: neun Millionen Deutsche haben ein Profil in einem sozialen Netzwerk wie StudiVZ oder Xing. Immerhin zwölf Prozent der Deutschen Bevölkerung über 14 Jahren und damit jeder sechste Bundesbürger präsentiert sich mit einem Online-Profil.

Die Netzgemeinschaften sind zudem beliebter als Weblogs. Vor allem themenspezifische Plattformen werden häufig genutzt: um Gleichgesinnte zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen. Gefragt sind Plattformen, die reale soziale Beziehungen im Netz abbilden, also Job- oder Freundschaftsnetzwerke sowie Communites für einzelne Interessensgruppen wie Autofahrer, Hobbyfotografen und Heimwerker.

Wichtiges Qualitätskriterium sind laut Bitkom die Datenschutzmaßnahmen. User sollten prinzipiell mit persönlichen Daten vorsichtig umgehen und zu viel Offenheit der Privatsphäre vermeiden.

Ähnliches fand Anfang Mai bereits die MaFo Datamonitor heraus. Darüber haben wir im Beitrag 8,6 Mio. Deutsche in sozialen Netzwerken berichtet.

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Wie Agenturen Erfolg steuern.

Veröffentlicht am 19. Juni 2008 um 11:24 Uhr von Mark Pohlmann

Leseempfehlung SZ Magazin Jetzt: "Falscher Ruhm im Netz. Die gekaufte Weisheit der Vielen: Wie Agenturen den Erfolg von YouTube-Videos steuern"

Nachtrag, 20.6.2006, 16:00

Björn Ognibeni, der in dem Artikel erwähnt wird, weist auf einige krasse und vom Autor anscheinend wissentlich in Kauf genommene Missverständlichkeiten im Text hin:

- Wenn man den Artikel liest, könnte man den Eindruck bekommen, dass man hierzulande für 300.000 Euro garantierte 1 Mio Views auf Youtube einkaufen könnte. In Wirklichkeit verhält es sicher aber anders: bei der in dem Text erwähnten Firma Goviral bekommt man für virale Videos tatsächlich eine Garantie für die Anzahl von Views, diese sind aber immer länderbezogen. Für Deutschland sind das z.B. nur 100.000 und keine 1 Mio. Und das eben nicht auf Youtube (s.u.). Es wird auch nicht eine fixe Anzahl von eingekauft, sondern Goviral verspricht nur das ein von ihnen angenommenes Video mindestens 100.000 mal gesehen wird. Klappt das nicht, bekommt der Kunde Geld zurück. Eine Garantie für 1 Mio kann man auch bekommen, aber dann z.B. über 10 grosse Länder verteilt.

- Den im Text erwähnten fixen Preis pro View von 30 Cent gibt es so nicht. In Wirklichkeit bekommt Goviral ein festes Projektbudget aus dem sich zusammen mit der garantierten View-Zahl bloss rein rechnerisch ein Preis von 30 Cent/View ergibt. Diesen zahlen die Kunden nur bis zu der garantierten Zahl von Views!!! Alles darüber ist für den Kunden kostenfrei. Wird ein Video also z.b. 500.000 mal gesehen, reduziert sich der tatsächliche Preis pro View auf nur noch 6 Cent. Falls aber die Garantie nicht erreicht wird, bekommen die Kunden entsprechend 30 Cent/View zurück. Das Risiko dafür liegt bei Goviral

- Es gibt auch keine, wie der Artikel suggeriert, geheimnisvolle Liste von 150 deutschen Bloggern, die für Geld Videos pushen. Stattdessen schreibt Goviral z.B. Blogger an, wenn diese über Videos von ihnen geschrieben haben. Sie werden dann gefragt, ob sie Interesse haben zukünftig über neue Kampagne vorab informiert zu werden. Manche mögen das als Spam sehen. Aber das geschieht persönlich, nicht als Massenmail und offen als Goviral und nicht verdeckt und konspirativ. Für Kampagnen werden dann gezielt die Personen über eine neue Kampagne informiert, die thematisch passen. Da die jeweils nur ein paar hundert Views bringen, fliesst hier auch kein Geld. Für Geld gebucht werden dagegen z.B. Plätze auf grösseren Fun- und Spassseiten, die aber im Vergleich zu Youtube & Co. relativ klein sind.

- Was der Artikel total unerwähnt lässt, ist die Tatsache, dass Goviral überall auf das Prinzip der Freiwilligkeit setzt: Inhalte werden nur vorgeschlagen, der jeweilige Blogger oder Seitenbetreiber entscheidet vollkommen frei, ob er ein Video annimmt oder nicht. Was nicht gefällt, wird abgelehnt und deshalb nimmt auch Goviral nicht jedes Video an.

- Interessant ist in dem Artikel auch der Fokus auf Youtube, der sich als roter Faden durch den gesamten Text zieht. Dem Autor scheint es vor allem darum zu gehen, aufzuzeigen, dass die Inhalte dort massiv manipuliert werden. Björn sagte mir aber, dass Goviral bei Youtube kaum aktiv ist, was einen einfachen Grund hat: da die ausgesprochenen Garantien immer bezogen auf bestimmte Länder sind, wird Goviral nur für Views bezahlt, die diesen Ländern zugeordnet werden können. Dies geht jedoch bei Youtube nicht, weil Youtube technisch nicht in das Tracking von Goviral eingebunden werden kann, mit der Folge, dass Goviral für Views auf Youtube kein Geld bekommt. Deshalb würden Manipulationen hier, selbst wenn sie möglich wären, für jemanden mit einem Geschäftskonzept wie Goviral überhaupt keinen Sinn machen. In dem Artikel bekommt man allerdings seltsamerweise einen komplett anderen Eindruck.

Ergänzend kann ich nur sagen, dass die SZ sich weiter mächtig schwer tut, das Internet so darzustellen wie es ist, dass aber in diesem Artikel dennoch das Mavens-Prinzip sehr schön vorgestellt wird. Vielleicht ein wenig zu simpel, aber trotzdem schön mythenumworben. Also: Lesen ;-)

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Mobile Marketing: Das Spiel ist eröffnet

Veröffentlicht am 19. Juni 2008 um 9:14 Uhr von Mark Pohlmann

Die Online-Ausgabe von Ad-Age widmet sich dem Phänomen Apple iPhone und der Frage: Wie verändert das mobile Internet die Werbung?

Apples Gerät kann als wegweisend betrachtet werden, weil die Konkurrenzhersteller auch über ein Jahr nach Vorstellung des iPhone noch nicht einmal im Ankündigungsstadium eines vergleichbaren Gerätes sind. Der einzige derzeit überhaupt ernsthafte Konkurrent ist das von Google federführend betreute, für alle Hersteller offene Betriebssystem "Android", das gegen Ende des Jahres eingeführt wird und so richtig wohl erst ein Jahr später im Massenmarkt ankommt.

Tatsache ist: das iPhone bringt nicht nur das Internet auf das Handy, sondern eine neue Generation vernetzer Kleinstapplikationen, die lokal installiert werden und ihre Informationen online abrufen. So wie iTunes auch keine Website, sondern ein Programm ist, das aber Musik aus dem Internet laden kann. Das Kleinst-Programm-Prinzip hat einen Namen: Widgets.

Und jetzt aufgepasst: iPhone-Nutzer machen vier Prozent des sog. Smart-Phone-Marktes aus, produzieren aber 70 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs. Der Grund ist, dass diese Widgets viel einfacher zu bedienen sind als Internetseiten und somit mehr Spaß machen. Das bedeutet auch, dass sobald mehr moderne mobile Geräte der "Generation Widget" verfügbar sind, sich die Nutzung völlig ändern wird. Nokia & Co. hatten technologisch mal einen riesigen Vorsprung, den sie leichtfertig hingegeben haben.

Viel wichtiger als die Frage, welches System und welcher Hersteller nun das Rennen macht, ist die Frage, was das Widget-Prinzip für die Werbung heißt. Die erste Antwort lautet: Bannerwerbung funktioniert wohl nicht. Die zweite:

People will solve real problems with apps. ... The more you can add value to that experience, the better. Once you interpret the role of the brand in the medium, developing applications or sponsoring applications is a different kind of connection or emotional attachment than just running advertising.

Werbetreibende werden im mobilen digitalen Raum noch stärker über ihren Service-Aspekt wahrgenommen. Und sie müssen sich wohl von der Idee verabschieden, als Anzeige im Umfeld von Informations- und Unterhaltungsformaten stehen zu können. Stattdessen werden sie über eigene Widgets zum Content-Anbieter. Die gute Nachricht für den Nutzer: So bleibt Inhalt auch mobil kostenlos. Die schlechte für die Marke: Sie steht in einem intensiven Wettbewerb um die Nutzung ihrer Applikationen und profitiert vom mobilen Konsumenten nur dann, wenn diese ihre Applikationen auch benutzen. Es wird zudem noch schwerer, sich als Partner auf Drittanbieterportalen einzunisten. In der Konsequenz dürften die besten Madonna-Videos morgen also nicht auf einem werbefinanzierten mobilen YouTube laufen, sondern im Widget von Coca-Cola.

Coca-Cola mobile gegen YouTube mobile. Das wird ein hartes Rennen. Aber es wird stattfinden.

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Fischmarkt über Weinberger-Keynote

Veröffentlicht am 18. Juni 2008 um 13:52 Uhr von Mark Pohlmann

Sehr schöne Zusammenfassung von Martin Recke auf Fischmarkt über die heutige Keynote von David Weinberger auf dem DMMK in Berlin.

Das Zeitalter der Information ist vorbei. Heute wissen Konsumenten mehr über das Produkt als die Hersteller. Und sie reden miteinander.

Im Web dreht sich alles um Links. Links fügen Kontext hinzu, statt ihn zu entfernen. Sie erhöhen die Komplexität und entziehen sich der Kontrolle.

Sein plakatives Beispiel: Wenn ich wissen will, ob der Mini Cooper ein brauchbares Auto bei Schnee in Boston ist, dann frage ich nicht den Verkäufer, sondern Google, und finde die Antwort. Den ganzen Beitrag lesen.

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Online-Empfehlungen führen zur Kaufentscheidung

Veröffentlicht am 18. Juni 2008 um 12:25 Uhr von Anna Friedrich

Harris Interactive und Fleishman-Hillard liefern neues Datenfutter für die Rolle des Internets für Kaufentscheidungen.

5.000 Internetnutzer in Deutschland, Frankreich und Großbritannien wurden zu ihrem Verhalten und ihrer Entscheidungsprozessen befragt. Ergebnis: das Internet wird für immer mehr Branchen zur wichtigste Informations und Beratungsquelle. Das Web wird als Entscheidungsfaktor doppelt so häufig genannt wie das Fernsehen.

Interneteinfluss.png

Noch interessanter ist, wovon wir uns online beeinflussen lassen. Am wichtigsten sind die Empfehlungen anderer Nutzer. Danach folgen Suchmaschinen, Produkt- und Preisvergleichsseiten sowie die Firmen-Websites. Die Rolle von klassischem Bannermarketing fällt dagegen deutlich ab. David Senay, Vorstandsvorsitzender von Fleishman Hillard, sagte gegenüber der FAZ:

"Werbung ist das Modell von gestern. Online-Konversationen, Suchmaschinenoptimierung und eine starke Internetseite werden immer wichtiger."

Kaum zu glauben, dass das Internet weltweit weiter nur einen Anteil von 11,6 Prozent am gesamten Werbemarkt hat (Quelle: International Advertisement Bureau, 2007, via Netzökonom). Dies zeigt, wie sehr das Internet von Marketing-Managern unterschätzt wird. Und wohl immer noch lieber vorm Fernseher sitzen und dort auf Kunden hoffen.

Für Jugendliche ist das Internet längst das meistgenutzte Medium. Dies belegen Studien der Universität Leipzig und des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Accenture fand heraus, dass heute fast die Hälfte der 16- bis 24-Jährigen TV übers Internet auf dem PC oder mobilen Endgeräten schaut.

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Vernetzung als Lebensgefühl

Veröffentlicht am 17. Juni 2008 um 10:48 Uhr von Mark Pohlmann

Gestern noch war "Networken" ein halbseidenes, zeitintensives und schwer zu erlernendes Geschäft mit ungewissem Mehrwert. Dann doch lieber Biologie studieren! Dass mittlerweile eine ganze Generation hochvernetzter Studenten in die Unternehmen strömt, hat zwei Gründe: Im Internet ist es sehr einfach und kostenlos, sich Gruppen anzuschließen. Und es macht Spaß, denn Gruppenzugehörigkeit ist immer auch Bestätigung. Daraus erwächst ein ganzes Lebensgefühl, wie Jaiku-Gründer Jyri Engestrom in einem BBC-Artikel erklärt.

"This new generation is much more comfortable with openness and honesty. The young generation are happy to share their lives publicly."

"We are surprised that we haven't yet had a single complaint from someone relating to a breach of privacy."

"Being-hyper connected will become a precondition for citizenship."

"In the same way mobiles are a necessity, in five years time being hyper-connected will become a necessity to be an active participant in the social world."

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Hyperconnected III

Veröffentlicht am 9. Juni 2008 um 12:30 Uhr von Mark Pohlmann

Achtung, Ankündigung. Das Phänomen der Hochvernetzten wird zu meinem ganz privaten Sommerlochdauerthema hier auf dem Themenblog, und ich werde in den nächsten Wochen Stück für Stück weitere Informationen zusammenzutragen. Nur jetzt halt nicht, denn ich sitze ich in diesem Moment zwischen drei angefangen und zwei unvollendeten Konzepten / Angeboten / Kundenprojekten und meinem Hirn fehlt die rechte Konzentration für ein weiteres Thema. Deswegen nur mal so ein paar wirre, unsortierte aber umso passendere Gedanken.

- Ein Ex-Kollege sagte bei dem Blick auf meine Kontaktquote bei Xing: "500? Ich dachte du hättest mehr." Brauche ich jetzt mehr sichtbare Kontakte, weil die externen Erwartungen von mehr ausgehen?
- Es gibt Menschen, die bei ihrer persönlichen Vorstellung in einem direkten, analogen Gespräch ihren Rang in den Twittercharts nennen. (Sprich, die Zahl der Menschen als sinnstiftend betrachten, die ihre Beiträgen lesen)
- Im Prinzip geht es mir genauso: Die Zahl der Feed-Abonnenten dieses Blogs ist für mich eine fundamentale Motivation, in diesem Blog Texte wie diesen zu schreiben.
- Das lässt mich zu der Vermutung kommen, dass die meisten erfolgreichen Blogger und Twitterer nach einer Weile mehr von von ihrem Erfolg als von ihrem Mitteilungsdrang getrieben sind.
- Öffentlich hochvernetzte Menschen sind nur ganz selten Mitarbeiter größerer Unternehmen. Im Umkehrschluß heißt das: Konzerntätigkeit behindert Vernetzung. Dies wird für Konzerne zum Problem. Die Frage wird wichtiger, wie ob ein Arbeitgeber Eigenmarketing erlaubt. Und die Abwesenheit von Hochvernetzten in Konzernen ist ein Beweis dafür (Achtung, These!), dass hier die Energie in die Innenpolitik wandert. Nur wer intern den Rücken frei hat, kann sich nach außen wirkungsvoll darstellen.
- Deswegen beschäftigen Konzerne - wenn überhaupt- hauptberuflich Hochvernetzte als Repräsentanten. Microsoft demonstriert diesen Ansatz mit Robert Scoble oder Kris Hoet.
- Der Vorteil hochvernetzter Botschafter: Sie schaffen Sichtbarkeit und Reputation. Der Nachteil: Wenn sie gehen, nehmen sie ihren Ruhm mit. Die Lösung: Ist noch nicht gefunden.

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Hyperconnected II

Veröffentlicht am 6. Juni 2008 um 9:30 Uhr von Mark Pohlmann

hyperconnected123.jpg
via: Paul Jozefak

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Hyper, Hyper immer weiter???

Veröffentlicht am 5. Juni 2008 um 11:02 Uhr von Anna Friedrich

hyperconnected.jpg

Sie aktualisieren ihr Facebook-Profil während eines Skype-Telefonats, schreiben Twitter-Updates auf dem Weg zum Flughafen und lesen Emails auf dem Blackberry im Badezimmer. Sie zählen in ihren Social Networks über 1.000 Kontakte (und können wahrscheinlich mit 85 Prozent dieser nichts anfangen). Alltäglich benutzen sie mindestens sieben vernetzte Endgeräte - vom iPod über das MacbookAir bis hin zum GPS-System im Auto - sowie mindestens neun Kommunikations-Anwendungen.

Sie zählen zu den Hyperkonnektiven - denjenigen die die neue Kultur der Konnektivität vorantreiben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis weitere Extremvernetzte ihnen folgen. Wo geht die Reise in Zeiten der Hyperkonnektivität hin?

Laut Internetworldstats haben 21 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zum Internet. 16 Prozent dieser globalen Informationsgesellschaft ist bereits "über"vernetzt und gehört damit zu den Extremnutzern. Weitere 36 Prozent sind bereits stark vernetzt und werden in naher Zukunft auch zu den Hyperkonnektiven zählen. Dies zumindest behauptet eine vom US-amerikanischen Nortel in Auftrag gegebene Studie von IDC, die mit 2.400 Arbeitnehmern aus 17 Ländern als repräsentativ bezeichnet werden kann.

Schlau unter den Übervernetzten ist, wer die Informationen vorselektiert und nur relevante verarbeitet; wer sich auf die wichtigen Kontakte konzentriert und sich nicht vom vernetzten Nirwana verführen lässt.

Was aber bedeutet dieser unaufhaltsame Trend für Organisationen und Unternehmen? Und, wie können sie die Massenverlinkungen produktiv nutzen?

Auch wenn der Trend zur Massenverlinkung noch lange nicht alle Teile der Bevölkerung erreicht hat, so ist klar, dass immer mehr Menschen den Hyperkonnektiven folgen werden. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Unternehmen müssen also ihre Kommunikationstrategie verstärkt an Internet-Medien orientieren. Sowohl in der externen, als auch der internen Kommunikation müssen sie sich gut auf die Ankunft der Hyperkonnetivitäts-Welle vorbereiten. Sie sind die zukünftigen Arbeitnehmer: so nimmt gleichzeitig die Wichtigkeit zu, Angestellten ein hyperkonnektives Arbeitsumfeld zu bieten. Sie sind aber auch die Konsumenten von morgen bzw. beeinflussen diese.

Damit Unternehmen auch vor einem Tsunami der Extremvernetzten gewappnet sind, müssen sie jetzt ihre Frühwarnsysteme anschalten und reagieren. Die Studie empfiehlt, das CIOs eine Strategie entwickeln, die die Hyperkonnetivität mit der Effektivität ihres Unternehmens verbindet. Systeme und Applikationen müssen eingeführt werden, die die Arbeitsabläufe regeln und beschleunigen. Dabei braucht es auch solche, die diese Systeme bedienen: Hyperkonnektive Talente für die zukünftige Arbeiterschaft. Und dabei darf die Sicherheit unter den neuen Tools nicht leiden, die die Produktivität steigern.

Trotzdem dürfen die vielen nicht Vernetzten von Unternehmen nicht vernachlässigt werden. Ihre Kommunikationsstrategie darf sich also nicht allein auf das Internet stützen. Ihre Zielgruppen erreichen sie durch einen Kommunikations-Mix. Denn daran, dass Printmedien, Radio und TV überflüssig werden, ist momentan nicht zu denken.

Was nach der Massenvernetzung kommt, wenn wir die Nase voll haben und die Web 2.0-Blase zerplatzt? Auf kurz oder lang wird eine Vereinheitlichung der Tools für ein Muss sein für die, die nicht in dem Überangebot untergehen wollen. Google arbeitet fleißig an OpenSocial und auch Facebook zieht mit.

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Weisheit. Zusammenhanglos.

Veröffentlicht am 5. Juni 2008 um 10:59 Uhr von Mark Pohlmann

gkawasaki.jpg

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Selbstversuch beim Empfehlungsmarketing

Veröffentlicht am 3. Juni 2008 um 9:33 Uhr von Mark Pohlmann

"Wenn ich eine gute Empfehlung erhalte, investiere ich meine Zeit und mein Geld auf eine andere Art und Weise. Noch bessere Empfehlungen würden den Wert meiner Dollars und den meiner Lebensfreude weiter erhöhen. Das ist eine digitale Zukunft, die ich erwarte - und die eigentlich nicht schnell genug kommen kann. Ich hoffe, dass innovative Internet-Firmen diese Empfehlung genauso ernst nehmen, wie ich die ihren."
Quelle: Technology Review. Die ganze Geschichte lesen....

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Werbung verboten

Veröffentlicht am 2. Juni 2008 um 15:46 Uhr von Mark Pohlmann

Es steht schlimm um die Werbung, lese ich gerade in der FTD (mit rund einer Woche Verspätung). Vier Mrd. Euro Werbegelder sind bedroht von Werbeverboten.

Erst funktioniert sie nicht mehr, dann wird sie auch noch von der Politik um ihre Gesinnungsfreiheit gebracht (Zigaretten, Autos, Alkolhol). Tragisch. Aber vielleicht sind ja Erschwernisse Überlebenshilfen ganz anderer Art: Statt weiter darauf zu pochen, die Umwelt mit Abbildungen der eigenen Produkte zu malträtieren, könnte man doch glatt mal auf die Idee kommen, anders zu werben, irgendwie... besser. Beispielsweise, indem Kunden Gleichgesinnte entdecken und sich einer Gruppe zugehörig fühlen können, deren verbindendes Element ein Lebensstil ist. Und keine Zigarette oder die Flasche Wodka. Wie resümierte ein Kunde doch neulich: Wir hatten alle Formen klassischer Werbung im Einsatz. Das einzige, was wir nicht kontrollieren konnten, aber das zuverlässig funktionierte, war die persönliche Empfehlung anderer Kunden.

Ok, ich gebe zu, es ging nicht um Autos oder Joghurt. Umso wichtiger für deren Hersteller, sich Gedanken zu machen, wie es weitergeht. Nach der Werbung.

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