Donnerstag, 2. September 2010
  • The Next Big Thing

    Die Revolution der Märkte heißt: Zuhören. Die Macher von MAVENS Empfehlungsmarketing, Mark Pohlmann und Anna Friedrich, berichten an dieser Stelle über Unternehmen, die ihren Kunden zuhören, bevor sie selbst reden.
    (Über uns)
  • Themenblog via RSS abonnieren
  • Anna Friedrich bei Twitter
  • Mark Pohlmann bei Twitter
  • Feedburner-Leser
  • Themenspektrum

    • Allgemein (31)
    • Bloggerei (44)
    • Corporate Publishing (20)
    • Game Changer (4)
    • Journalisten (20)
    • Kundendienst (1)
    • Medien 1.0 (34)
    • Medien 2.0 (118)
    • Online-Relations (21)
    • Peer-to-Peer (40)
    • Personen-PR (41)
    • PR 1.0 (35)
    • Presseschau (10)
    • Soziale Netzwerke (146)
    • Storytelling (19)
    • The Work (66)
    • Themenmanagement (29)
    • Trends (95)
    • Virales Marketing (58)
    • Web 1.0 (5)
    • Web 2.0 (143)
    • Werbung (33)
  • Retrospektive

    • August 2010 (3)
    • Juli 2010 (4)
    • Juni 2010 (3)
    • Mai 2010 (5)
    • April 2010 (8)
    • März 2010 (6)
    • Februar 2010 (8)
    • Januar 2010 (6)
    • Dezember 2009 (4)
    • November 2009 (12)
    • Oktober 2009 (8)
    • September 2009 (5)
    • August 2009 (7)
    • Juli 2009 (8)
    • Juni 2009 (6)
    • Mai 2009 (7)
    • April 2009 (5)
    • März 2009 (5)
    • Februar 2009 (13)
    • Januar 2009 (10)
    • Dezember 2008 (5)
    • November 2008 (13)
    • Oktober 2008 (14)
    • September 2008 (10)
    • August 2008 (12)
    • Juli 2008 (9)
    • Juni 2008 (23)
    • Mai 2008 (10)
    • April 2008 (13)
    • März 2008 (8)
    • Februar 2008 (8)
    • Januar 2008 (10)
    • Dezember 2007 (8)
    • November 2007 (10)
    • Oktober 2007 (20)
    • September 2007 (11)
    • August 2007 (13)
    • Juli 2007 (12)
    • Juni 2007 (15)
    • Mai 2007 (14)
    • April 2007 (14)
    • März 2007 (16)
    • Februar 2007 (18)
    • Januar 2007 (25)
    • Dezember 2006 (9)
    • November 2006 (13)
    • Oktober 2006 (13)
    • September 2006 (7)
    • August 2006 (9)
    • Juli 2006 (9)
    • Juni 2006 (9)
    • Mai 2006 (19)
    • April 2006 (24)
    • März 2006 (30)
    • Februar 2006 (1)
    • Januar 2006 (1)
    • Dezember 2005 (4)
    • November 2005 (9)
    • Oktober 2005 (4)
    • September 2005 (8)
    • August 2005 (14)
    • Juli 2005 (9)
    • Juni 2005 (9)
    • Mai 2005 (11)
    • April 2005 (10)
    • März 2005 (10)
    • Februar 2005 (10)

Wie Blogs und Co. den US-Wahlkampf verändern

Always on und zwar auf dem gesamten Globus – das sind zur Zeit auch die US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain. Nie waren Diskussionen zu Politikern so präsent in Weblogs, Foren und Netzwerken wie in den aktuellen Wahlen in den Vereinigten Staaten.

Die Wahlkampfmanager setzen eifrigst Web 2.0-Anwendungen als Kommunikationsmöglichkeit mit den Wählern ein. Gleichzeitig sehen sie sich durch die nutzergenerierten Webinhalte konfrontiert mit einer vorher nie da gewesenen Macht von Wählern, die ihre Meinung online in Blogs und Co. kund tun. Digitale Mundpropaganda von Tagebuchschreibern beeinflusst die Stimmung sehr viel stärker als die Berichterstattung – vermeintlich neutraler – klassischer Journalisten. US-Wähler informieren sich bevorzugt über “inoffizielle” Quellen, die Meinung der Anderen im Web. Das ist bei den Wahlkampfstrategen angekommen.

Auf dem Parteitag in Denver beispielsweise wurde eigens für Blogger ein Zentrum errichtet. Ein Symbol für das Ausmaß der Macht der Blogschreiber, aber auch für die Legitimierung des Mediums “Blog” für die Berichterstattung. Einer der ersten und einflussreichsten Blogs in den USA ist POLITICAL WIRE. Weitere politische US-Blogger sind unter anderem Amanda Michel, Mayhill Fowler oder Adam Doster. Auch in Deutschland schenkt man den beiden US-Kandidaten reichlich Beachtung im Netz. Dass das ZDF für den amerikanischen Wahlkampf einen Blog eingerichtet hat, ist nur eines von vielen Beispielen.

Die Marktforscher von Ethority haben das Phänomen “US-Wahlkampf 2.0″ in ihrer aktuellen Analyse genauer unter die Lupe genommen. Dazu haben sie etwa 90.000 Nutzermeinungen zu den beiden US-Kandidaten im Web untersucht. Sie wollten wissen, wie Wahlkampfthemen in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken wahrgenommen und reflektiert werden und wie hoch das Gesamtgesprächsaufkommen, der Buzz, je Kandidat ist. Auch analysierten sie, ob die Personen Barack und McCain sowie deren Inhalte in diversen Sprachräumen unterschiedlich wahrgenommen werden.

Demokrat Obama wird, so die Ergebnisse der Untersuchung, in Weblogs, Online-Foren und Newssites aus dem deutsch-, englisch- und spanischsprachigen Raum stärker diskutiert als sein Konkurrent, Republikaner John McCain. Was die Tonalität der Gespräche angeht, so liegt McCain unter den Deutsch- und Spanischsprachigen nur geringfügig hinter Obama. Anders bei den Angelsachsen: sie sehen beide potentielle US-Präsidenten positiver.

buzzundtonalität.jpg

Insgesamt finden die digitalen Kommunikationskanäle für politische Diskussionen zur US-Präsidentschaftswahl vor allem in den USA Anklang, doch auch der deutsch- und Spanischsprachige Raum setzt die Web 2.0 Tools intensiv ein. Sicherlich werden deutsche Wahlkampfstrategien sich zukünftig stärker an nutzergenerierten Kommunikationskanälen orientieren müssen, um ihre Zielgruppen zu erreichen. Mehr zu den Ergebnissen berichtet die FTD.

Die USA liefern ein gutes Exempel für den Anbruch einer neuen Ära: der Einsatz von Weblogs, Online-Foren und Newssites schafft neue, vorher nicht da gewesene Partizipationsmöglichkeiten. Neutrale Berichterstattung wird zum Beiwerk bei politischen Diskussionen. Die “neue” Art Wahlkampf und die Einstellung der Wähler wird getrieben von nutzergenierten Meinungenn und Inhalten im Netz. Ethority-Sprecher David Nelles erklärt weiter:

Internetnutzer bewegen sich heute jenseits der Reichweitengrenzen klassischer Medien wie Print oder TV. War es in der Zeit vor dieser digitalen Kommunikation nur sehr schwer außerhalb klassischen Medien, Familie und Freundeskreis seine politische Meinung zu bilden, erweitert sich das willensbildende Forum durch YouTube & Co. exponentiell.

Diese Verschiebung in der Medienlandschaft, das Wichtigerwerden von nutzergenerierten Inhalten, könnte einen Wandel in der Demokratie bewirken. Die Leiterin des Instituts für Politik, Demokratie und Internet an der George-Washington-Universität, Julie Germany unterstreicht gegenüber dem ZDF:

Viele Spezialisten glauben, dass das Internet den politischen Prozess weiter demokratisiert, indem es den Wählern erlaubt, mit den Kandidaten zu kommunizieren, sich selbst einzubinden und ohne Mittelsmänner an Informationen zu kommen.

An diese Veränderung müssen sich die Wahlkampfstrategien und die Kandidaten – auch in Deutschland – anpassen, um bei ihren Wählern anzukommen. Allem voran geht SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, der im Namen seiner Partei für neue Standards im Online-Wahlkampf sorgen will. Deshalb ist er eigens zum Parteitag nach Denver angereist, um über Twitter seine ganz persönliche Berichterstattung abzuliefern. Innerhalb der letzten vier Tage stieg die Anzahl seiner Follower von 12 auf 927! Daran zeigt sich doch, dass wir sie auch höeren wollen, diese indiskreten Kommentare von den Großen der Politik.

Social Bookmarks

Add to Del.icio.us Add to digg Add to Facebook Add to Google Bookmarks Add to Mister Wong Add to Netscape Add to reddit Add to Technorati Add to Twitter Add to Yahoo My Web

Einen Kommentar schreiben