Social Media Myths
Das englischsprachige “Socialmediamagazine” hat eine interessante Liste der größten Vorurteile über den Einstieg in die Welt der Social Media geschrieben. Hier eine kurze, frei übersetzte Zusammenfassung.
1. Gut sein reicht nicht. Nicht alles, was gut ist, wird automatisch auch geklickt. Ohne eigene Reputation und aktive Vermarktung geht auch der beste Artikel ungelesen den Bach runter.
2. Klare Regeln. Die Community sieht genau, wer peinlich übertreibt , falsch zitiert oder grob bei der Konkurrenz klaut. Und zeigt mit dem Finger schamlos auf den Delinquenten.
3. Es gibt sie: Digitale Beziehungen. Wer glaubt, das über das Internet kein Vertrauen aufzubauen ist, irrt. Das Gegenteil ist der Fall: Gerade im vernetzten und transparenten Internet wird klar, wer vertrauenswürdig ist.
4. Je mehr Freunde, umso besser. Tausende Freunde sind ein Faktor von vielen, die eine digitale Reputation ermöglichen. Aber bei weitem nicht die entscheidendste. Die Qualität schlägt glücklicherweise weiter die Quantität.
5. Social Media Marketing ist einfach. Siehe Punkt eins: Foren und Communities kann jeder bauen. Begeisterte Nutzer anzulocken und anzusiedeln, ist harte Arbeit. Das kann vor allem dann frustrierend sein, wenn über die ersten Wochen sich kaum jemand für das eigene Angebot interessiert. Hier hilft nur: Besser werden, aktiver kommunizieren.
6. Vergeudete Zeit. Die Fähigkeit, sich mit Kunden auszutauschen ist keine Zeitverschwendung, sondern eine zukünftig elementare Kulturtechnik für jedes Unternehmen. Je eher es anfängt, umso einfacher wird dieser Adaptionsprozess.
7. Social Media ist das Ende klassischen Marketings. Hierzu nur ein Wort: Quatsch.
Aber seine Bedeutung wird noch viel zu wenig erkannt.
8. Online-Kommunikation löst alle Probleme verfehlter Marketingpolitik, da es sich quasi von selbst verbreitet. Ist natürlich auch nicht richtig. (Hier würde ich allerdings sagen, das behauptet auch niemand). Die oft zu hörende Hoffnung, dass virales Marketing Media-Budgets unnötig macht, träumen viele Unternehmen. Das schaffen vielleicht ein Prozent.
9. Web 2.0 – das ist für die nächste Generation, die “Digital Natives”. Natürlich ist die heutige Teenager-Generation schon komplett digital sozialisiert und nutzt die Techniken in der Mehrheit viel intensiver als jede andere. Aber Fakt ist, dass die Hauptnutzung in absoluten Zahlen derzeit bei den über 30-Jährigen liegt. Und die meisten Reisen werden heute online gebucht – und das bestimmt nicht von Vierzehnjährigen.
10. Digg ist alles, was es braucht. Digg zeigt von Lesern empfohlene Texte und Webseiten an und ist im englischsprachigen Raum sehr verbreitet. Aber welches Marketingtool auch immer: Es gibt nicht “die” eine Lösung. Aber es gibt viele Wege, Aufmerksamkeit im Internet zu erzeugen. Das ist das Schöne am Internet: Die Anzahl der Marketinginstrumente hat exponential zugenommen. PR, Virale Videos, Blogs, Communities, Twitter, YouTube… die Liste ließe sich unendlich verlängern. Jetzt muss man nur noch wissen, welches zu den eigenen Zielen passt.











Am 20. November 2008 um 22:45 Uhr
Klasse, das sind endlich mal nützliche Grundsätze, die den schwierigen Spagat zwischen den zwei Extremen Trivialität und Visionärgetue meistern. Am besten gefällt mir “Hierzu nur ein Wort. Quatsch”. Fullack
Am 20. November 2008 um 23:35 Uhr
Danke für die Übersetzung!
Allerdings war es anfangs etwas verwirrend für mich, wegen des Wortes “Enttäuschungen”. Im Original heißt es “myths”, also Mythen/Märchen/Lügen. Im Deutschen wäre “Vorurteile” passend.
Am 21. November 2008 um 11:14 Uhr
Hannelore: danke für den hinweis, vollkommen richtig. habe ich korrigiert.
Am 3. Dezember 2008 um 17:54 Uhr
Raus aus dem Pushen!
Dialogen als Mittel für erfolgreiche Kommunikation gehört die Zukunft.
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