Freitag, 30. Juli 2010
  • The Next Big Thing

    Die Revolution der Märkte heißt: Zuhören. Die Macher von MAVENS Empfehlungsmarketing, Mark Pohlmann und Anna Friedrich, berichten an dieser Stelle über Unternehmen, die ihren Kunden zuhören, bevor sie selbst reden.
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Ich google – also bin ich?

Der Suchmaschinengigant Google kann mehr als 90 Prozent der Marktanteile für sich behaupten, so die aktuelle ComScore Studie The comScore 2008 Digital Year in Review (s. auch Blogeitrag Die Deutschen googlen wie die Weltmeister). Insgesamt ist die Suchaktivität in den USA im Jahr 2008 um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Laut Studie kommen die Amerikaner auf 157 Billionen Suchanfragen.

Wie die Grafik zeigt, hat nur Google es geschafft, seine Besucherzahlen kontiniuierlich zu steigern. Ganz klar hat Google das Suchmaschinengeschäft in der Hand. Es ist das reichweitenstärkste Suchportal und damit eine Goldgrube für Werbung jeglicher Art.

Analysten von Forrester Research zufolge könnte es sich trotzdem bald ausgegoogelt haben. Sie wollen herausgefunden haben, dass alternative Suchen wie AltaVista, Yahoo oder Lycos gute Chancen haben. In ihrer neuesten Studie belegen sie, dass die Markentreue von Suchmaschinennutzern sehr gering ist. Außerdem ist es für den User einfach, zu einer anderen Suche zu wechseln. Das macht den Suchmaschinenmarkt zu einem offenen Spielfeld – für alle Player.

An der Umfrage beteiligten sich über 4.800 erwachsene US-Bürger: sie berichteten von ihrem Suchverhalten und wurden nicht getrackt. Demnach hat Google im Gegensatz zu den comScore-Ergebnissen aber nur einen Anteil von 59 Prozent. Nur 20 Prozent der Studienteilnehmer verlassen sich auf Google allein und benutzen lieber mehrere Suchen. Acht Prozent gaben an, ausschließlich Yahoo zu benutzen. Für AOL blieben drei Prozent exklusive Nutzer und für MSN gerade mal eines übrig.

Trotzdem, so fasst die Adweek zusammen, gibt es Hoffnung für die Hauptkonkurrenten Microsoft und Yahoo, die sich gegen Google aufrüsten. Gerade Yahoo habe deutliche Vorteile: im Gegenteil zu Google nutzen bis zu 30 Prozent die Suchseite als ihre Startseite. Blöd nur, dass gerade mal die Hälfte davon die Yahoo-Suche auch nutzen.

Potenzial gibt es für Yahoo und Co. laut Forrester-Untersuchung vor allem darin, eine andere Art der Suchfunktion zur Verfügung zu stellen. Die Befragten gaben an, dass sie zwar bei Google gut zu einem bestimmten Thema informiert werden. Microsoft und Yahoo liefern dagegen bessere Nachrichten und Inhalte zu Finanz- und Medienthemen.

Selbst wenn Google in diesem Jahr ein kleines Stück vom großen Kuchen abgeben muss – der Konzern hat eigentlich genug Standbeine. Spätestens die Google-Panne am letzten Samstag, als die Suche für eine halbe Stunde lang komplett lahm lag, hat die Macht von Google einmal mehr unter Beweis gestellt. “Die Zeit” empfiehlt die Meta-Suche MetaGer – vielleicht ist es gar keine so schlechte Idee, “googleunabhängiger” zu recherchieren?

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2 Reaktionen zu “Ich google – also bin ich?”

  1. Themenblog » Blog Archiv » Postkarte an Google?
    Am 6. April 2009 um 13:57 Uhr

    [...] Suchanfrage per Google ist heute mehr als selbstverständlich (s. Blogbeitrag Ich google – also bin ich?). Noch vor 15 Jahren hätten wir uns – ohne Internet – wohl eher per Post an Google wenden müssen, [...]

  2. Postkarte an Google? | schwarzdesign blog
    Am 9. April 2009 um 07:59 Uhr

    [...] Suchanfrage per Google ist heute mehr als selbstverständlich (s. Blogbeitrag Ich google – also bin ich?). Noch vor 15 Jahren hätten wir uns – ohne Internet – wohl eher per Post an Google wenden müssen, [...]

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