Twitter will Geld für kommerzielle Konten

Veröffentlicht am 10. Februar 2009 von Anna Friedrich

Seit einiger Zeit häufen sich die “Corporate Accounts” auf Twitter. Auch unter meinen Followern finden sich mehr und mehr Marketiers und Verkäufer, die nicht davor zurückschrecken, mich mit werblichen Direktnachrichten zu bespammen. Das ist nicht nur lästig, sondern sollte auch unterbunden werden.

Insofern finde ich die Überlegung des Mitgründers Biz Stone gegenüber dem britischen Marketing Magazine genau richtig. Er ist überzeugt davon, dass Twitter ein hybrides Marketing- und Kundenservice-Tool darstellt:

Weare noticing more companies using Twitter and individuals following them. We can identify ways to make this experience even more valuable and charge for commercial accounts.

Interessant wird es sein, zu sehen, wer wirklich bereit ist, für ihr Konto einen Beitrag zu leisten. Wie viel die Firmen-Twitterer zahlen sollen, steht laut Stone nicht fest. Aber er versichert, dass private Zwitscherfreunde den Service weiterhin kostenlos nutzen können. Dell’s Vize-Präsident für Communities und Konversationen, Bob Pearson, beispielsweise hält horrende Beträge für ausgeschlossen:

If it becomes complicated and costly, our instinct would be to move elsewhere.

Twitter muss sich ein Umsatz-Modell überlegen und diese Strategie würde durchaus Sinn machen. Ob dies den Social Media Experten ankommen, hängt vom Angebot ab und dem Mehrwert, dem sie Twitter für ihre Marke oder ihr Unternehmen beimessen.

Wie aber definiert Twitter dann ein Corporate Account? Wie sollen diese bei gut sechs Millionen Nutzern weltweit identifiziert und geprüft werden? Scott Monty bloggt als Head of Social Media bei Ford, tritt aber als Person auf und nicht als Marke.

5 Antworten zu “Twitter will Geld für kommerzielle Konten”

  1. Blogchef

    Genau darüber haben wir mit SASHA LOBO auf der MBC09 in Hamburg diskutiert!

  2. Anna Friedrich

    Schade, dass ich nicht da war! Und wie lautete das Fazit?

  3. PhilRogmann

    Ich followe für die Arbeit die meisten Twitter-Accounts von Spielefirmen. Aber wie in dem Beispiel mit Ford, sind es oftmals Einzelpersonen – oft Entwicklungsleiter, Producer etc. Nur ganz wenige twittern Releases o.ä. als Firma (als Firmenaccount). Ich finde Twitter zu spannend, um nah dran zu sein, als dass ich den kommerziellen Aspekt zu sehr sehen würde. Firmen, die spammen, werden geblockt. So einfach ist es ;) Wer soll das auch kontrollieren, wenn der Entwickler X neben dem Zwitschern über Details seines Tages auch noch schnell die Bestellseite des neuen Spiels als tinyURL mit reinpostet.

  4. Tobias Kahlenberg

    Ich sehe auch die Gefahr, dass viele Leute abspringen werden wenn die Sache anfängt Geld zu kosten. Als in WKW auch nur das Gerücht umging, es könne Geld kosten, formierte sich auch schon der Widerstand. Die weitere Frage ist auch, ob der Aufwand, die ca. 6 Millionen Benutzer zu prüfen, nicht den erwarteten Gewinn verschlingen und somit als Nullsummen-Spiel endet.

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