Klassische Rollenverteilung beim E-Shopping

Veröffentlicht am 25. August 2009 von Anna Friedrich

Die Evolution lässt uns auch beim Einkäufen im Internet nicht im Stich. Bei den zwei Drittel der Internetnutzer, die online nach Produkten oder Services recherchieren, zeigen sich deutliche Geschlechterunterschiede: Männer jagen und Frauen sammeln. Die Jäger suchen gezielt nach Dienstleistungen oder bestimmten Waren, die sie kaufen wollen. Sammlerinnen dagegen schlendern erstmal ausgiebig durch die Online-Marktplätze. Dies ergibt eine Innofact-Befragung von 1.000 Konsumenten, die von Scout24 in Auftrag gegeben wurde.

Genau genommen sind es 44 Prozent der männlichen Genossen, die so schnell wie möglich ans Ziel – nämlich das gesuchte Produkt – wollen. Rund 60 Prozent der Frauen lassen sich gerne inspirieren von den Shops und treffen seltener direkt Kaufentscheidungen. Immerhin, die Erwartungen an die digitalen Einkaufsläden sind die gleichen: 70 Prozent der Studienteilnehmer insgesamt bevorzugen Shops und Marketplaces mit einem großen Produkt – und Informationsangebot. Auch Preis- und Leistungsvergleiche wird Wert gelegt. Die Ergebnisse zeigten auch, dass Kaufentscheidungen bei einem Großteil der 84 Prozent der Befragten, aufgrund von Empfehlungen anderer User beeinflusst werden.

Zudem bestätigt die Umfrage den Trend hin zum Social Shopping. So gaben 84 Prozent der Befragten an, nicht mehr nur den Produktinformationen von Händlern und Herstellern zu vertrauen, sondern sich zunehmend an Bewertungen und Beurteilungen anderer Nutzer zu orientieren.Bild 7

Im offline Supermarkt scheint sich die “Wählerischkeit” der Frau zu lohnen: eine Nestlé-Studie unter 4.000 Verbrauchern ergab, dass nur Frauen auf frische Lebensmittel mit hoher Qualität und wertvollen Nährstoffen wert legen. Sie planen ihren Einkauf ausführlich, vergleichen Preise und Inhaltstoffe, wohingegen Männer ohne Nachdenken zum “Standard”-Lebensmittel greifen, um danach direkt zur Kasse zu flüchten.

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