Der Kampf um die digitale Aufmerksamkeit

Veröffentlicht am 03. November 2009 von Anna Friedrich

Ist bloggen out? Steve Rubel, SVP, Edelman Digital, kommuniziert mehreren Monaten nicht mehr über seinen Blog Micropersuasion, sondern über den Steve Rubel Lifestream. Der “Attention Crash” zwingt uns dazu, Nachrichten kurz und prägnant zu formulieren, so dass sie leicht auffindbar sind und nicht untergehen. Mit Posterous war es nie einfacher, Nachrichten an einem zentralen Ort zu veröffenlichen, so Rubel in einem Interview auf der Blogging World Expo vor zwei Wochen. Für Marken heißt das:

They have to be in the places where their stakeholders spend the time and to be there in a relevant way. And second they have to think  adopting different messages to each place.  you do one kind of story one kind of messaging, say youtube which is the longer form video; but do something in an even shorter form, more customer service driven in Twitter. So have to really adopt it and you finally have to be discoverable: you have to make sur ethat everything you create and generate is discoverable for your search. And that people that build the biggest footprints online will do well for your search.

Dass er weiß, wo die Zukunft für Marken ist, hat Rubel bei seinem fesselnden Vortrag auf der next09 in Hamburg bewiesen. Menschen und Marken müssen sicher gehen, dass sie “digitally discoverable” sind, denn die Zeiten des Push-Marketings sind vorbei. Es geht um die Macht des “Pull”: Marken müssen sich engagieren, um Meinungsführer zu aktivieren, die ihre Botschaft weitertragen:

3 Antworten zu “Der Kampf um die digitale Aufmerksamkeit”

  1. uberVU - social comments

    Social comments and analytics for this post…

    This post was mentioned on Twitter by 68tb: Der Kampf um die digitale Aufmerksamkeit @ http://themenblog.de/?p=1430 #Pull-Marketing…

  2. Oliver Springer

    Bloggen ist bestimmt nicht out, genauso könnte man meinen, Websites seien out.

    Sicher sollten Marken dort präsent sein, wo ihre Zielgruppen zu erreichen sind. Aber einen Dienst wie Posterous zum Mittelpunkt der Kommunikation zu machen, ist schon aus dem Grund keine gute Idee, weil ein Unternehmen darauf zu wenig Einfluss hat.

    Der eigene Blog (sofern nicht bei einem Bloghoster untergebracht) unterliegt der eigenen Kontrolle, wie lange es einen Service Posterous geben wird und wie sich die Nutzungsbedinungen verändern werden, weiß man nicht.

    Wer mit einem Mini-Budget arbeiten muss, kann von solchen Services eher profitieren bzw. lohnt es sich für ihn, Risiken in dieser Hinsicht einzugehen. Unternehmen, die sich mit Markenkommunikation befassen, sollten lieber daran arbeiten, ihre eigenen Websites / Blogs so auszustatten, dass diese über die nötigen Verbindungen zu Web 2.0 Services verfügen.

  3. Anna Friedrich

    Hallo Oliver,

    schönes Fazit! Ich glaube auch nicht, dass Bloggen out ist. Aber, dass unser Informationsverhalten sich verändert und damit auch die Tools, über die wir Informationen mit anderen teilen.

    Steve Rubel nutzt Posterous für sich und seine Themen, um sie auf allen möglichen Kanälen zu distribuieren und sie damit unabhängiger von bestimmten Plattformen zu machen. Das finde ich grundstäzlich einen sehr guten Gedanken. Immerhin werden die meisten Blogbeiträge mittlerweile auch über Twitter publiziert und verbreitet.

    Posterous wird garantiert niemals der einzige Kommunikationskanal für Unternehmen sein, damit hast du in jedem Fall recht. Doch sollte es meiner Meinung nach in den Social Media Mix integriert werden.

    Herzlich
    Anna

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