Das Netz macht nicht einsam
Veröffentlicht am 05. November 2009 von Anna FriedrichDas Internet macht einsam, so ein weit verbreitetes Vorurteil. Eine Studie von Pew Internet revidiert diesen Volksglauben. Laut Untersuchungsergebnissen haben Onliner, die sich in sozialen Netzwerken, Blogs & Co. bewegen, ein breiteres und diversifizierteres Kontaktnetzwerk:
Zwar ist die soziale Isolierung nach wie vor ein Problem in den USA und zwar für sechs Prozent der Bevölkerung. Diese Zahl hat isch allerdings seit 1985 nicht verändert, was beweist, dass das Internet der falsche Sündenbock ist.
Über 2.500 der befragten Erwachsenen beweisen, dass die Menschen das Internet nutzen, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Im Durschnitt sehen die
Studienteilnehmer ihre “Netzwerkfreunde” an 210 Tagen im Jahr und telefonieren mit ihnen an 195 Tagen im Jahr. Facebook und MySpace sind für 71 Prozent die wichtigsten Plattformen, um ihr Netzwerk zu pflegen.
Interessanterweise sind Internetnutzer auch im realen Leben sozialer: im Gegenteil zu Offlinern gehen sie zu 45 Prozent öfter in Cafes, zu 52 Prozent eher in eine Bücherei und zu 70 eher in Restaurants. Somit dürfte nun endlich widerlegt sein, dass Internetnutzer den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen und sich jeglicher “realer” sozialer Aktivitäten verweigern. Sie sind die echten Networker und kennen weitaus mehr Menschen.
Die Studien-Ergebnisse führt Pew Internet hier aus.
06. November 2009 um 12:32
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Gerhard Heinrich und Peter Esser, ichimnetz erwähnt. ichimnetz sagte: Studie zeigt: Das Netz macht nicht einsam http://bit.ly/YfqtX [...]
06. November 2009 um 22:37
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This post was mentioned on Twitter by herresser: Das Netz mach nicht einsam, wer im Netz aktiv ist, ist meist auch im Realleben sozial eingebunden http://bit.ly/1Z3Zac…
07. November 2009 um 13:42
Ich frag mich ab wann man kein “Internetnutzer” ist. Wie fanden /definierten die Studienbetrieber die Nicht-Internetnutzer mit denen dann verglichen worden ist. So viele Offliner dürft es ja eigentlich gar nicht mehr geben. Aber egal – das Ergebnis ist insofern nicht wirklich überraschend weil das Internet eigentlich ein ganz normales medium geworden ist wo eben nicht mehr nur die “PC Junkies” vor dem Bildschirm sitzen. Und die Network Möglichkeiten sind eben auch nur ein Teil eines umfassenden Interesses an anderen Manschen – so gesehen find ich die Studie nicht so überaschend.
07. November 2009 um 17:22
Meiner Meinung nach muss man als User ein auswewogenes Mittelmaß finden. Hier würden frühe Schulungsmaßnahmen im Kindesalter zu angemessener Selbsteinschätzung sicherlich beitragen.
09. November 2009 um 09:02
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09. November 2009 um 11:02
links for 2009-11-09…
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Onliner sind auch offline sozialer als offliner (surprise)
(tags: social web media stats case)
Your Social Media Mar…
09. November 2009 um 16:17
@Olaf: Ich gehe davon aus, dass man dann kein Internetnutzer ist, wenn man angiebt, keinen Zugang zu haben. Das Ergebnis ist aus meiner Sicht insofern schon bedeutsam, weil es eben diese Klischees, die vor allem Offliner haben, vom Tisch räumt: die digitale Welt IST auf die Realität übertragbar ist: wer online ein großes Netzwerk hat, hat auch live einen breiteren Bekanntenkreis.
@Christoph: Ganz recht. Gerade bei Jugendlichen besteht sicherlich die Gefahr, dass sie sich nur noch in sozialen Netzwerken aufhalten und die Dinge gar fanatisch betreiben. Eltern und Pädagogen stehen hier sicher in der Verantwortung, ihnen einen “gesunden” Umgang beizubringen.
@Oliver: Merci fürs Verlinken
04. Februar 2010 um 12:46
Ich denke es ist eher eine Frage, wie man “Einsamkeit” definiert. Das Problem von sozialen Netzwerken ist, dass man zwar Kontakt mit vielen Leuten hat, diese Bekanntschaften oft nur rein virtuell und zufallsbasiert sind. Einen interessanten Gedanken dazu gibts auch hier: http://blog.suggy.com/2010/02/04/soziale-netzwerke-machen-einsam/