Wenn Marken Fehler machen (oder Pepsi an Frauen denkt)

Veröffentlicht am 24. November 2009 von Anna Friedrich

091019pepsi_ampupFrauen kann man ab sofort mit dem iPhone klarmachen. „Amp up before you score“ heißt das Wunderpgoramm von Pepsi. Aber bevor Sie jetzt den iTunes Store stürmen: die Koffeinbrause-Getränkemarke musste das Program für experimentierfreudige oder gar frustrierte männliche iPhone-Besitzer wieder vom Markt nehmen.

Der Grund: Anstatt die Herzen von Cyber-Casanovas zu erobern, empörte die achso geniale Idee vor allem die Damenwelt. Warum die Aufregung? Die Applikation kategorisiert Frauen nach Vorlieben, Aussehen und Persönlichkeit: Von der Punk-Queen, zum Cougar, über die Baumumarmerin hin zur Jungschauspielerin liefert sie 24 Frauen(stereo)typen inklusive Background-Informationen und eben den erprobten Flirts-Sprüchen (hier geht’s zum Video). Wer erfolgreich beim Anmachen war, kann damit sogar direkt bei Twitter prahlen, so die geniale Idee von “Amp up before you score”.

Bildschirmfoto 2009-11-24 um 15.29.43Die zwar witzig gemeinte iPhone-Software sollte ein netter Bonus zur neuen Pepsi-Kampagne des Amp Energy Drinks werden. Statt werden Kunden dem Cola-Brause-Produzenten aber Sexismus und schlechten Geschmack vor. Der Konzern hat sich immerhin – wie passend – auch über Twitter für seinen frauenfeindlichen Fauxpas entschuldigt.

Vielen Marken fehlt auch im Social Media Bereich häufig das Feingefühl dafür, was ihre Konsumenten wünschen. Und: Programmierer sind nun einmal überwiegend männlich! Oder verstehen wir keinen Spaß Unternehmen lernen dank Social Media konstant vom Feeedback ihrer Konsumenten. Wenigstens macht sie das menschlich. Wichtig ist dabei, offen zu seinen Fehlern zu stehen, wie Pepsi es getan hat:

3 Antworten zu “Wenn Marken Fehler machen (oder Pepsi an Frauen denkt)”

  1. Heiner

    Ein gutes Beispiel dafür, dass auch Werber ihr Hirn einschalten sollten, bevor sie irgendwelche kruden Kampagnen auf die Welt loslassen…

    Mal ehrlich: Dass das nach hinten losgehen würde, war doch von vornherein klar, oder?

  2. uberVU - social comments

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  3. Lars

    Ich kann schon verstehen, dass diese Kampagne auf große Kritik gestoßen ist. Allerdings finde ich persönlich die Idee ziemlich witzig und würde die App einfach mal gerne ausprobieren. Man muss ja nicht alles immer sofort Bierernst nehmen, auch wenn ein Konzern dieser Größe vielleicht doch etwas vorsichtiger sein sollte.

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