Donnerstag, 2. September 2010
  • The Next Big Thing

    Die Revolution der Märkte heißt: Zuhören. Die Macher von MAVENS Empfehlungsmarketing, Mark Pohlmann und Anna Friedrich, berichten an dieser Stelle über Unternehmen, die ihren Kunden zuhören, bevor sie selbst reden.
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iPad und die PR läuft von selbst

Veröffentlicht am 27. Januar 2010 von Anna Friedrich

hpMediumEs ist da. Die Geeks dieser Welt sollten heute wieder beruhigt schlafen können. Steve Jobs stellte soeben die technologische Innovation vor: das iPad, eine Kreuzung aus iPhone und Macbook. Seit fast 10 Jahren haben sich Entwickler laut Apple mit der Entwicklung des Tablet-PCs ohne Tastatur beschäftigt.

Es soll unsere Mediennutzung revolutionieren und wird genau deshalb von aller Welt gehyped. Entsprechend überwältigend ist auch die Aufmerksamkeit der Medien, die sich der geheimnisvollen Produktpräsentation nach dem Motto “vorher nachher” widmen.

Heiß diskutiert wird auch auf Twitter. Die Apple-Fangemeinde wartet gespannt auf das mysteriöse neue Produkt. Vor der tatsächlichen Pressekonferenz ist die Gerüchteküche und die Aufmerksamkeit von beiden Seiten, Medien und Konsumenten, enorm. Da wird um Produktnamen wie Magicslate, Apple Tablet,  iSlate spekuliert, welchen Preis es haben wird und welche Größe es wohl haben wird.

Warum wir Apple so toll finden und der Konzern es immer wieder zu bahnbrechenden Produkten bringt, beschreibt Jeff Jarvis in einem Interview mit der Wirtschaftswoche so:

Steve Jobs versucht, unsere Gedanken zu lesen, damit wir als Benutzer nicht selbst denken müssen. Microsoft hingegen will, dass wir so denken wie sie. Jedes Mal, wenn Sie Word benutzen, müssen Sie in Bill Gates Kopf hineinschlüpfen – ich wünschte, ich könnte das. Das Google-Phone ist irgendwo in der Mitte zwischen diesen beiden Philosophien – aber an das iPhone kommt es nicht heran.

Apple gelingt es immer wieder extrem gut, den Spannungsbogen um die Entwicklung eines revolutionären Produkts aufzubauen und kurz vor der Veröffentlichung zur Spitze zu treiben. Google Insights illustriert, wie häufig der Begriff “iPad” gegoogelt wurde – da Anfragen wachsen immer noch exponentiell. Vielleicht bricht die Berichterstattung in diesem Fall auch alle Rekorde, nicht weniger ist für die Verkaufszahlen zu erwarten, sobald das iPad in 60 Tagen auf dem freien Markt zur Verfügung steht.

Bloggerei, Game Changer, Medien 2.0
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Digitale Realität: Der gläserne Online-Bürger

Veröffentlicht am 20. Januar 2010 von Anna Friedrich

Erst denken, dann twittern. Der 26-jährige Brite Paul Chambers hat sich geärgert über die Schließung des Robin Hood Flughafens in Doncaster, Nordengland. Er machte seinem Ärger auf Twitter Luft und dachte, es sei lustig, wenn er verlauten ließe, dass er den Flughafen einfach in die Luft sprengt. Britische Behörden nahmen die Terror-Drohung jedoch ernst. Chambers wurde von einer Anti-Terror-Polizeieinheit verhört, sogar sein Arbeitgeber suspendierte ihn.

buerger_glaesern2Auch Facebook outet Menschen, nicht wenige haben aufgrund unbedachter Postings ihren Job verloren. Das Video Do you have a Facebook? veranschaulicht, wie transparent uns das größte soziale Netzwerk eigentlich macht. Umso beängstigender ist die Aussage des Facebook-Machers Zuckerberg selbst, dass Privatssphäre nicht zeitgemäß sei. Damit rechtfertigt er eine neue Default-Einstellung, die alle Profil-Informationen für jeden sichtbar macht:

People have really gotten comfortable not only sharing more information and different kinds, but more openly and with more people. That social norm is just something that’s evolved over time…

Ein anonymer Facebook-Mitarbeiter berichtet, dass das Netzwerk jeden einzelnen Schritt aufzeichnet und damit irgendwie mehr über uns weiß, als wir selbst. Aus Angst vor Datenschützern hat das VZ-Netzwerk nun nach mehreren Skandalen ein TÜV-Siegel eingeführt. Anstatt sich auf dieses Zertifikat zu verlassen, rät Falk Lüke vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) eher dazu, sich bei jedem einzelnen Post bei Twitter, StudiVZ und Co. zu fragen:

Könnte ich es ertragen, dass die von mir veröffentlichten Daten und Bilder am nächsten Morgen auf der Titelseite einer großen Tageszeitung zu finden sind?

Gefährlich wird die Publizität im Netz auch und gerade für Prominente, in deren Privatleben sich Journalisten, Blogger und Twitterer adhoc einmischen. So jüngst geschehen auch im Fall des Fremdgehers Tiger Woods – der Online-Redaktion der Sun wurde zugetragen, dass er sich gerade in einer Sex-Therapie begab. Der Transparenz im Internet zum Opfer fiel auch David Letterman. NYT-Autor Robert Wright hat so recht, wenn er resümiert:

They were victims of the new transparency — the way digital technology, with each passing year, records more and more of our behavior for all the world to see, should it decide to look. (…) So the good news about the new transparency — it makes hypocrisy harder by exposing discrepancies between word and deed — may also be the bad news about the new transparency.

Lügen haben kurze Beine – auch wenn der Exhibitionismus online dazu verführt, Unwahrheiten zu erzählen (s. Artikel (K)ein Spiegelbild in sozialen Netzwerken). Das Tracken und Auswerten von Online-Daten dient zu unserem eigenen Schutz einerseits, macht uns gleichzeitig jedoch zum gläsernen Bürger, WENN wir ehrlich sind. Zudem wecken Online-Profile und Status-Updates Begehrlichkeiten: wir sind neugierig auf andere, recherchieren im Netz und entwickeln im schlimmsten Fall Stalker-Manien.

Personen-PR, Soziale Netzwerke, Trends, Web 2.0
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(K)ein Spiegelbild in sozialen Netzwerken

Veröffentlicht am 14. Januar 2010 von Anna Friedrich

Online-Profile entsprechen dem wahren Ich? Das zumindest fand noch im November eine Studie der Universität Mainz heraus. Laut Autoren gab es keine Anzeichen der Selbstidealisierung. Dabei dient das Netz doch als Bühne für Selbstdarsteller – gleiches haben wir im Blogbeitrag Jeder ist sich selbst der Nächste debattiert.

Eine Untersuchung des BITKOM in Kooperation mit dem Forsa-Insitut will es nun mit diesem Ergebnis beweisen: 12 Millionen Deutsche lügen in sozialen Netzwerken. Das bedeutet, beinahe jeder Vierte ab 14 Jahren (23 Prozent) bleibt online nicht immer bei der Wahrheit. Geflunkert wird vor allem bei Themen wie Namen und Alter, aber auch bei Kontaktdaten wie der Mail-Adresse oder Telefonnummer, dem Geschlecht, dem Gehalt oder Körper-Attributen. Was die Internetnutzer zur Manipulation der eigenen Angaben animiert?

In erster Linie sind Falschangaben eine Abwehrreaktion gegenüber den zahlreichen Datenabfragen im Internet.

So interpretiert BITKOM-Chef Prof. Scheer die Befunde. Über die Hälfte der bekennenden Lügner (58 Prozent) haben kein Vertrauen in die Sicherheit des Internets und fast 50 Prozent der Befragten scheuen ungewollte Werbemaßnahmen.

Jeder sechste Schummler aber faked absichtlich sein Online-Ich, um sich „im Internet auszuleben ohne negative Folgen“. 10 Prozent suchen inkognito einen Partner und fünf Prozent scheinen – traurigerweise – Spaß daran zu haben, andere zu verarschen (interessant wäre hier eine Betrachtung der Geschlechter).

Ein gesundes Misstrauen ist also beim Treffen auf Unbekannte im Netz mehr als angebracht – das ist nichts Neues. Gerade Jugendliche haben meist eine naivere Herangehensweise und sollten ausreichend geschützt und gewarnt werden. Umgekehrt gilt auch die eigene Achtsamkeit, was die Einstellungen der Privatssphäre angeht. Getrackt wird aber beispielsweise auf Facebook sowieso alles, das sagte eine unbekannte Facebook-Mitarbeiterin der Presse.

Neben Kulturpessimisten gibt es zahlreiche weitere kritische Stimmen zum Thema Offenheit und Aktivität in sozialen Netzwerken. Während Martin Weigert dazu rät, Facebook nicht in das eigene Beziehungsleben zu involvieren, warnt Welt-Autor Martin Simons vor Realitätsverlust durch die Social Media-Präsenzen:

Es ist paradox: Auf der Suche nach Beachtung und Selbstausdruck stülpen viele im Internet, dieser Öffentlichkeit für jedermann, ihr Innenleben nach außen – und verkümmern dadurch als Individuum. Als jemand, der nicht für sich selbst und schon gar nicht für jemand anderen durchschaubar ist.

Wie weit entfernt soziale Netzwerke von der Realität sind, bringt diese Parodisierung auf den Punkt. Facebook ins wirkliche Leben übertragen:

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Übervernetzt: Kann man im Seichten doch ertrinken?

Veröffentlicht am 12. Januar 2010 von Anna Friedrich

20091219-e15y258gaqacdd1yjpwsxrtfg1Boom, Boom, Boom. Im vergangenen Jahr erlebten wir eine rasante “Social Mediasierung”. Mit mehr als 350 Millionen aktiven Usern dürfte Facebook der Gewinner 2009 gewesen sein. Allein in Deutschland finden sich rund sechs Millionen Nutzer, fast doppelt so viele wie noch im Vorjahr.

Das Non plus ultra ist die Vernetzung auf Facebook jedoch nicht. Denn, kaum ist der erste Social Media-Tsunami über uns hereingebrochen, fangen wir an zu zweifeln. Oder wir sind einfach nur heillos überfordert mit dieser Übervernetzung.

Jesse Stanchak stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, ob sich alles ins Gegenteil umkehren wird und Social Media vor einem Crash steht. Er glaubt, dass viele Unternehmen die Social Media Präsenz missverstehen. Indem sie keine wertvollen Inhalte liefern, turnen sie ihre Nutzer eher ab, anstatt ihre Präsenz für sich einzusetzen:

No one is going to log onto a network just because it’s there. You need to give the crowd a reason to keep coming back.

Huffington Post-Autorin Jasmine Boussem philosophiert darüber, ob sich unsere Übervernetzung im Privaten ins Gegenteil umkehren wird. Das Zuviel an Online-Kontakten verringert unsere Aufmerksamkeit und damit die Qualität unserer Kommunikation. Und wir sind zu beschäftigt damit, uns in dieser Welt darzustellen anstatt uns auf die eigene Präsenz und wenige wichtige Verbindungen im Netzwerk zu konzentrieren, so ihre These:

We want to connect with so many people at the same time that we may fail to give each one the proper attention. Maximizing communication is invaluable in business, but can we apply the “same message for everyone” principle to our personal relationships without consequences? Does efficiency negate intimacy?

Relevanz geht verloren, wenn wichtiger Input mit der Masse an überflüssigen Botschaften vermischt ist. Es entsteht ein Gefühl der Seichtigkeit, in dem dennoch wichtige Informationen zur Nichte gemacht werden. Aus der Furcht heraus, den Überblick verloren zu haben, entstehen digitale Selbstmord-Dienste wie die “Digital Suicide Machine“.

Was tun? Völlig überfordert im Datenmeer schwimmen oder ans nächstgelegene Ufer retten? “Im Seichten kann man nicht ertrinken”, sagte einst Helmut Thoma und bezog sich damit eigentlich auf die massive Berieselung im Fernsehen.

Das Rezept, die Informationsperlen zu finden, ist individuell. Sicherlich gilt: Nur wichtige Kanäle zu aktivieren, nicht auf jeder Welle mitzusurfen und sich in den sozialen Netzwerken auf das zu besinnen, was für den persönlichen Kommunikationsfluss wirklich relevant ist.

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Tue Gutes und rede darüber

Veröffentlicht am 11. Januar 2010 von Anna Friedrich

Daisy ist in Deutschland im vollen Gange. Wir haben – trotz Krise – nichts zu fürchten vor der unsäglichen Kälte. Und so regen wir uns über Textilunternehmen auf, die ihre nicht verkaufte Ware zerstören, anstatt sie den Armen zu spenden.

Sich mokieren und nichts tun, das können wir gut. Deshalb wollen wir es jetzt mit einer Charity-Aktion, ins Leben gerufen von Daniela Kunde, die soziale Kälte bekämpfen. In der Facebook-Gruppe Kleidung gegen Kälte ruft sie auf, nicht benötigte Kleidung an Hilfsorganisationen in der Nähe zu spenden.

Das ganze funktioniert Social Media gerecht: jeder geht seine Schränke durch und fotografiert alle Fundstücke, die er für wohltätige Zwecke abgeben möchte. Nach dem Upload der Bilder auf Facebook geht’s dann ab in die nächste Annahmestelle der Diakonie, caritas oder einer anderen Hilfsorganisation in Eurer Nähe (genaue Infos finden sich auf Facebook).

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Armutszeugnis? H&M wirft neue Kleidung in die Mülltonne

Veröffentlicht am 8. Januar 2010 von Anna Friedrich

Ein PR-Desaster, wie es im Buche steht: Während im Big Apple hunderte von Obdachlosen in der klirrenden Kälte erfrieren, schmeißt H&M ungetragene Ware einfach weg. Anstatt die Kleidung an Bedürftige zu geben, entsorgt die Filiale am Herald Square in der 35th Street nicht verkaufte Produkte lieber auf der Straße.

Das entdeckte eine Studentin aus New York City, Cynthia Magnus, zufällig beim Schlendern auf der 35th Street, fotografiert mit einem absichtlich zerlöcherten Shirt, das noch mit einem Preisschild versehen war.

NYT-Autor Dwyer bringt den Skandal auf den Punkt:

It is winter. A third of the city is poor. And unworn clothing is being destroyed nightly.

Auf Twitter das H&M vor zwei Tagen DAS Trend-Thema No. 1, die Tweets zum unfassbaren Wegwerfen nehmen noch immer kein Ende.

H&M kommuniziert das gängige langweilige Bedauern über den Vorfall und lässt verlauten, dass so etwas nicht mehr vorkommen wird:

It will not happen again. (…) We are committed 100 percent to make sure this practice is not happening anywhere else, as it is not our standard practice.

Die Unternehmenssprecherin, Nicole Christie, gibt an, dass die Ware überlicherweise an Hilfsorganisationen gespendet wird und sie nicht weiß, warum dies im Falle des Ladens in der 34th Street nicht der Fall ist.Wal-Mart scheint die gleichen Praktiken zu pflegen. Ganze Müllsäcke voll von Klamotten aus dem Kleidungsdiscounter wurden gefunden. Natürlich erregte auch dieser Skandal nicht weniger Aufsehen in der Twitter-Gemeinde. Unternehmens-Sprecherin Melissa Hill erklärte, dass sie nicht wüsste, warum die Waren zerstört wurde. Angeblich seien auch hier alle nichtverkauften Neuwaren für gute Zwecke gespendet oder zumindest ordnungsgemäß recycled.

Die Vorsitzende einer Art Altkleidersammlung namens New York Clothing Bank, Mary Lanning meint:

I would welcome H & M, Wal-Mart and every enterprise that presently is destroying new clothing to call me immediately. We use a method of ‘defacing’ each garment that does not impair itswearability, but does remove any potential street value in the underground market. We operate a full clothing warehouse and distribution center right under their noses.

Alternativen zur sinnlosen Wegwerf-Aktion gibt es sicherlich en Masse. Die Chance, wenigstens jetzt einen PR-Gag aus dem Skandal nach dem Motto “dumm gelaufen” zu machen, hat H&M offenbar verpasst. Vielleicht sind große Konzerne wie die schwedische Mode-Kette aber einfach nicht gewappnet für eine spontane adäquate Krisen-Kommunikation, die mehr als Standardfloskeln zu bieten hat.

Wenigstens im Nachhinein hätte der Konzern spasseshalber behaupten können, dass das Wegwerfen und Zerlöchern der Klamotten eine PR-Aktion für den neuen Voodoo-Trend “Project Black Book” sein sollte…

Ernstaft, H&M sollte sich überlegen, es sich Bredouille manövrieren kann, z.B: “Denkt endlich an eure Konsumenten und euren Ruf als Hersteller. Startet eine Charity-Aktion. Macht etwas positives aus dem Fauxpas anstatt jetzt einfach so zu tun, als wärt ihr nur mal aus Versehen schwarz gefahren.”

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