iPad und die PR läuft von selbst

Veröffentlicht am 27. Januar 2010 von Anna Friedrich

hpMediumEs ist da. Die Geeks dieser Welt sollten heute wieder beruhigt schlafen können. Steve Jobs stellte soeben die technologische Innovation vor: das iPad, eine Kreuzung aus iPhone und Macbook. Seit fast 10 Jahren haben sich Entwickler laut Apple mit der Entwicklung des Tablet-PCs ohne Tastatur beschäftigt.

Es soll unsere Mediennutzung revolutionieren und wird genau deshalb von aller Welt gehyped. Entsprechend überwältigend ist auch die Aufmerksamkeit der Medien, die sich der geheimnisvollen Produktpräsentation nach dem Motto “vorher nachher” widmen.

Heiß diskutiert wird auch auf Twitter. Die Apple-Fangemeinde wartet gespannt auf das mysteriöse neue Produkt. Vor der tatsächlichen Pressekonferenz ist die Gerüchteküche und die Aufmerksamkeit von beiden Seiten, Medien und Konsumenten, enorm. Da wird um Produktnamen wie Magicslate, Apple Tablet,  iSlate spekuliert, welchen Preis es haben wird und welche Größe es wohl haben wird.

Warum wir Apple so toll finden und der Konzern es immer wieder zu bahnbrechenden Produkten bringt, beschreibt Jeff Jarvis in einem Interview mit der Wirtschaftswoche so:

Steve Jobs versucht, unsere Gedanken zu lesen, damit wir als Benutzer nicht selbst denken müssen. Microsoft hingegen will, dass wir so denken wie sie. Jedes Mal, wenn Sie Word benutzen, müssen Sie in Bill Gates Kopf hineinschlüpfen – ich wünschte, ich könnte das. Das Google-Phone ist irgendwo in der Mitte zwischen diesen beiden Philosophien – aber an das iPhone kommt es nicht heran.

Apple gelingt es immer wieder extrem gut, den Spannungsbogen um die Entwicklung eines revolutionären Produkts aufzubauen und kurz vor der Veröffentlichung zur Spitze zu treiben. Google Insights illustriert, wie häufig der Begriff “iPad” gegoogelt wurde – da Anfragen wachsen immer noch exponentiell. Vielleicht bricht die Berichterstattung in diesem Fall auch alle Rekorde, nicht weniger ist für die Verkaufszahlen zu erwarten, sobald das iPad in 60 Tagen auf dem freien Markt zur Verfügung steht.

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