“Gefällt mir”, mein neuer Freund
Veröffentlicht am 30. April 2010 von Antoniya Stankova | Soziale Netzwerke, Web 2.0Das Netz wird sozialer. Schon wieder. Mit dem “gefällt mir” Button, dem wir seit kurzem auch außerhalb des größten Sozialen Netzwerkes begegnen. Damit sollen wir unsere Lieblings-Websites mit Freunden teilen, auch wenn wir nicht in Facebook sind. Neben Google etabliert sich Facebook also als zweite Basisinfrastruktur des Internets. Nur geht es jetzt um unsere Freunde. Mit einem Klick sind wir bei ihnen. Wo auch immer wir sind.
Wie sieht das aber praktisch aus? Auf der Entwicklerkonferenz F8 präsentierte Facebook seine Werkzeuge, die unser “Erlebnis im Internet personalisieren”. Mittels des “Open Graph Protocol” werden die Aktivitäten von Mitsurfern auf externen Seiten sichtbar.
Die neuen Features wecken die Besorgnisse vor zuviel Transparenz und zu wenig Datenschutz. Andere erfinden auf dieser Basis neue Services. Wie likebutton.me und ItsTrending. Im Netvibes-Stil bündeln die Empfehlungen von Freunden und Unbekannten. Unter http://kosmar.de/dasgefaelltuns/ gibt es auch eine Adaption für den deutschen Markt. Hier erfährt man, welche Nachrichten unsere Freunde lesen, welcher Komiker gerade in ist oder welche Sport-Events interessieren.
Wie Unternehmen die Social Plug-Ins nutzen können, zeigt der Event-Dienst amiando. Per Facebook angemeldete Nutzer abonnieren über den “gefällt mir” Button die Fanpage – und empfehlen den Dienst damit ihren Freunden. Denn Facebook übernimmt das “gefällt mir” im Profil des Nutzers. Ähnlich bei den Kommentaren. Jedes Gespräch, das auf amiando stattfindet, erscheint gleichzeitig im News-Feed auf Facebook. Kunden verbreiten ein Produkt in ihrem Netzwerk einfacher denn je. Wenn sie die Möglichkeit dazu haben.
Der “like”-Button zieht in die reale Welt. Facebook beschenkt erste Fanpage Inhaber in den USA mit individuellen “Like”-Stickern, berichtet Mashable. Und verspricht:
Diese Aktion sorgt verständlich für Spekulationen: Bietet Facebook also doch bald einen Location Based Service wie Foursquare? Offizielle Infos gibt es dazu keine. Die Privicy Guidlines sehen jedenfalls solche Dienste vor.








