Zeitungstod in Deutschland im Jahr 2030?

Veröffentlicht am 01. November 2010 von Anna Friedrich

Ein Mann sieht schwarz für die Druckindustrie. Ganz klar, die Zeitung wird irgendwann aussterben. Bisher gibt es zahlreiche Spekulanten, aber kaum konkrete Vorhersagen. Der australische Zukunftsforscher Ross Dawson behauptet nun, weltweit sterbe die gedruckte Zeitung in 52 Ländern bis zum Jahr 2040 komplett aus. In den USA werden Zeitungen bereits innerhalb der nächsten sieben Jahre aussterben. In Großbritannien und Island gehen sie in 2019 unter, gefolgt von Kanada und Norwegen in 2020 und Australien in 2022. In Deutschland erlische  die Print-Version im Jahr 2030.

Faktoren, die er nach eigenen Angaben bei seiner globalen Prognose einkalkuliert hat: das steigende Preis-Leistungs-Verhältnis von Mobiltelefonen und E-Tablets, die Entwicklung der digitalen Zeitung, Veränderungen beim Zeitungspapier und bei den Produktionskosten, das Begreifen von Monetarisierungsmöglichkeiten für digitale Nachrichten, Trends im Bereich der Werbeausgaben und – etats sowie die Entwicklung offener Plattformen.

Auf nationaler Ebene hat er die Aufnahme von Technologien, die wirtschaftliche Entwicklung, Struktur der Industrie, demographische Gegebenheiten, die Regierung sowie das Konsumentenverhalten betrachtet. Hier sein Ergebnis:

Lediglich in Entwicklungsländern wie Afrika, Teilen von Südamerika und Asien sieht Dawson noch eine etwas längere Überlebenschance:

In the developed world, newspapers are in the process of becoming extinct, driven by rapidly changing use of media and revenues out of line with cost structures.

Die Print-Ausgaben werden, so der Forscher, durch digitale Zeitungen ersetzt werden, die Videos einbinden können, aber auch aufgewickelt und gefaltet werden. Er ist überzeugt davon, dass wir bald noch sehr viel handlichere Tools als iPhone, iPads und Co. haben werden:

The big overlay in all of this is we’ll get digital paper that combines all the qualities of print and the benefits of digital within the next decade.

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