Archiv für Oktober 2011

Digitale Informationsflut

Veröffentlicht am 20. Oktober 2011 von Anna Friedrich | Medien 2.0, Soziale Netzwerke


gefunden auf AllThingsDigital

Phishing Attacke greift Angst vor Reputationsverlust auf

Veröffentlicht am 18. Oktober 2011 von Mark Pohlmann | Allgemein

So i guess theres a bad blog going around about you, seen it? http://t.co/lPEP###

 

Diese etwas beunruhigende DM hatte ich gestern Abend bei mir in der Twitter-Inbox, gesendet von einer mir bekannten Mitarbeiterin einer PR-Abteilung eines größeren Autoherstellers. Ich stutzte, weil wir uns normalerweise nicht auf englisch unterhalten.

Dennoch habe ich mir echte Sorgen gemacht und sofort den Link geklickt – der ins Nichts irgendeines spanischen Linkshorteners führte. OK, das klang schon alles sehr skurril, aber dennoch machte ich mich auf die Suche, was denn wo über mich stehen könnte. Das ganze führte zu nichts, hat mich aber ca. 30 Min. meines gestrigen Abends gekostet. Und es zeigt einem einmal mehr, wie verwundbar wir im Netz geworden sind: Was wäre, wenn wirklich der Mob über einen hereinbrechen würde mit Bildern beispielsweise, die nicht die eigenen sind, aber Vorwürfen, deren Haltlosigkeit schwer  zu widerlegen sind….? Wir alle, die da draußen öffentlich aktiv sind, sind sehr verwundbar. Und wir alle wissen das.

Heute kam dann die Auflösung: Es ist eine Phishing-Attacke. Da wußte jemand ganz genau, in welche Wunde er den Finger legen muss. Mit dem regelmäßigen erneuern das Passwortes schützt man sich übrigens am zuverlässigsten vor derlei Ungemach.

Hat Google die Sparks beerdigt?

Veröffentlicht am 17. Oktober 2011 von Mark Pohlmann | Allgemein

Ich stelle gerade eher zufällig fest, dass eine der wichtigsten Innovationen von Plus, die Sparks, entweder noch nicht freigeschaltet, abgeschaltet, kastriert oder nur US-Nutzern vorbehalten sind. Ich weiß es nicht so genau wo sie hin sind. Jedenfalls sind sie nicht da.

Sparks was? Sparks sind/waren Interessengebiete, die abonniert werden können. Sie gehören neben den Circles (Freundeskreise) und Hangouts (Videokonferenzen) zu den wichtigsten Innovationen von Google Plus. So sollen sie aussehen.

Nun, die Sparks sind schlicht verschwunden – jedenfalls für mich, in meinem Account. Sie gehören eigentlich in die linke Navigationsspalte. Jetzt heißt es, sie sind in die Suche verschwunden, wo der Name “Sparks” bei genauem hinsehen tatsächlich auftaucht. Nur sind Sparks dort weitestgehend sinnlos, weil sie nur noch auf eine webweite Suche verweisen. Von Vorschlägen zu passenden Interessegebieten oder gar Themensammlungen ist keine Rede mehr.

Wenn Google seine Sparks nicht vorantreibt, würde dies zweierlei bedeuten:

Erstens ist es erstaunlich, dass es niemanden interessiert. (Ich bin eher zufällig, während meiner Recherche für einen Vortrag über Google Plus versus Facebook gestoßen. Ich nutze Google Plus gerne, aber nur sporadisch und bin auf keinen Fall Heavy User). Dies würde zeigen, dass es auch niemand vermisst.

Zweitens würde Google damit zeigen, dass es entweder halbherzig oder kurzfristig agiert. Das würde Rückschlüsse auf die politische Großwetterlage zum Plus-Projekt erlauben, die ja schon durch die Lästereien der eigenen Mitarbeiter belastet ist.

Warum sind Sparks aber überhaupt so wichtig?

In Netzwerken spielen übergeordnete Themen prinzipiell keine große Rolle. Auf den üblichen Pinnwänden wird mir angezeigt, worüber meine Freunde gerade reden. Das alles ist sehr situativ und versprenkelt. Wenn ich Segeln mag, aber nur wenige Segelfreunde habe, erfahre ich so gut wie nichts über diesen Sport. Dafür sind vor allem Foren tauglich.

Google wollte mit Sparks die Energie, die in den Millionen Foren liegt, in sein Netzwerk holen. Ein großer Gedanke, wie ich finde.

Diese inhaltliche Schwäche ist in Wahrheit die große Achillesverse von allen Netzwerken. Auch (und gerade) von Facebook – egal wie groß der Freundeskreis ist, er ist eben nur begrenzt Neuem oder relevantem aufgeschlossen. Letztlich reproduziert man sich selbst.

Hat Google Plus denn überhaupt eine Chance gegen Facebook?

Nun, ist das nicht so ganz einfach zu beantworten, weil hier ein 50 Mio. Nutzer starkes Nezwerk gegen ein 800Mio. großes antritt. Technisch sind sie auf den ersten Blick nahezu identisch. Wozu die ganze Aufregung, wenn sich, wie Mark Zuckerberg vor wenigen Tagen mitteilte, sich mittlerweile bis zu eine halbe Milliarde Menschen gleichzeitig auf der Seite befinden und Facebook damit die gleiche Nutzerzahl hat wie das gesamte Internet 2004. Auch der Trafficvergleich, den Sascha Lobo aufststellte, lässt keine großen Zweifel aufkommen: Facebook ist sehr, sehr erfolgreich. Danach kommt lange gar nichts. Und dann noch immer kein Google Plus.

Ich gebe Google Plus weiter eine reale Chance. Google Plus ist schlicht das offenste oder “plattformneutralste” Netzwerk, das seinen Nutzern das Recht am eigenen Inhalt erhält. (Oder wer hat schonmal versucht, seine Facebook-Fotos zu exportieren? Mit Google geht das). Letzlich basiert Plus auf der Idee, seinen Nutzern eine Art “Mediencontainer” an die Hand zu geben, der sich weitestgehend den eigenen Inhalteansprüchen anpasst. Es wird genug Menschen geben, die dies zu schätzen wissen.

Stay hungry (stay foolish)

Veröffentlicht am 12. Oktober 2011 von Anna Friedrich | Themenmanagement, Web 2.0

Es ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem. Steve Jobs war ein Genie und wir alle trauern um ihn. Er hat schnell erkannt, dass es bei Produkten darauf ankommt, eine kritische Masse zu begeistern, um einen Hype auszulösen – ein MAVENS-Prinzip. Sein Tod macht ironischerweise das iPhone 4S zum Verkaufsschlager und Apple damit ein Stück weit reicher.

Seine 13 besten Weisheiten, dir wir uns merken sollten, hat unter anderem Businessinsider treffend zusammengefasst. Darunter auch das berühmt berichtigte “Stay hungry, stay foolish”, welches auch zweideutig verstanden werden kann.

All den Lobeshymnen auf Steve zum Trotz: Wer seine Botschaften richtig verstanden hätte, wüsste, dass die Trauer um seine Person nicht sein letzter Wille gewesen wäre. Ein Leben lang engagierte er sich selbst für wohltätige Zwecke und gründete eine eigene Charityorganisation. Auch er hätte also diese Wahrheit unterschrieben: