Archiv für September 2012

Katzen stehen auf Diamanten

Veröffentlicht am 14. September 2012 von Antoniya Stankova | Allgemein, Soziale Netzwerke, Trends, Web 2.0


In Champagner baden, mit luxuriosen Accessoires herumposen und die Fotos im Web teilen. Was Jugendliche können, das können Katzen erst recht.

Die “Rich Cats of Instagram” (#RCOI) sind das Pendant des Tumblr Blogs, der den Nachwuchs der Superreichen bei dekadenten Spielchen zeigt. Die Vierbeiner kommen ganz nach ihren Herrchen: sie rekeln sich auf drappierten Dollarscheinen, brettern mit Porsches und Jachten davon und verpassen nie den Pediküre-Termin. Niedlich, oder ;-)

PR is…

Veröffentlicht am 05. September 2012 von Anna Friedrich | Medien 2.0, Online-Relations

Bic For Her – Schlecht für Bic

Veröffentlicht am 04. September 2012 von Anna Friedrich | Allgemein, Soziale Netzwerke, Virales Marketing

So manche Marketingidee erreicht nicht den gewünschten Effekt bei der Zielgruppe. Besonders nach hinten los gegangen ist eine Beschreibung für Produkte eines bekannten Kugelschreiberherstellers. Unter dem Slogan „BIC for her – A gel pen essentially for women!“ wird eine neue Generation von Stiften speziell für Frauen beworben. Was nach einem schlüpfrigen Filmtitel klingt, ist ein Schreibgerät “spezifisch designt für Damenhände” mit “attraktiver pinker und lila” Farbgebung.

Die Begeisterung der Kundinnen hält sich in Grenzen. Die Quittung bekommt BIC gerade auf seinen englischsprachigen Amazon Seiten in Form der Kundenrezensionen serviert. Die Kommentatoren machen dort ihrem Unmut über das klischeebeladene Frauenbild Luft: Bereits mehr als 1.000 Produktbewertungen mit ironischen bis hin zu sarkastischen Anspielungen witzeln über die Kugelschreiber. So eine Nutzerin:

I love BIC Cristal for Her! The delicate shape and pretty pastel colors make it perfect for writing recipe cards, checks to my psychologist (I’m seeing him for a case of the hysterics), and tracking my monthly cycle. Ask your husband for some extra pocket money so you can buy one today!

Und ein männlicher Kunde bedankt sich etwa bei BIC dafür, seine Ehe gerettet zu haben:

I allowed my wife to write the grocery list with one of my pens. Shortly thereafter she went out and bought a bunch of flannel shirts, cut the sleeves off and grew a mullet. While she was writing her feminist manifesto, I secretly switched out the man pen with a BiC For Her. She’s now back to baking apple pies, vacuuming in heels, and popping bennies in order to keep her girlish figure… like a proper American gal.

Thank you BiC!

Die Geschichte hat in Sozialen Netzwerken in den USA und Großbritannien bereits einen beachtlichen Buzz erreicht. Und obwohl der Sturm schon eine Weile wütet, bleibt von BIC bisher jede Reaktion aus. Wie Unternehmen selbsironisch mit einem negativen Feuersturm im Netz umgehen, lest Ihr hier.