Frau vs. Mann: Der “soziale” Unterschied

Veröffentlicht am 25. April 2013 von Anna Friedrich

Social Gender Infographic
Frau-/Mann-Unterschiede in der realen Welt sind bekannt und zur Genüge diskutiert. Ihre Online-Diversifikation sollten sich Unternehmen für eine zielgruppengenaue(re) Ansprache noch mal genauer ansehen. Laut der US-Studie von InternetServiceProviders sind 71 Prozent aller Frauen, aber nur 62 Prozent der Männer sind in den Socials aktiv. Dabei machen weibliche Nutzer auf Twitter einen Anteil von 62 Prozent aus, auf Facebook sind es immerhin 58 Prozent.

Auf Pinterest haben Frauen mit 70 Prozent die Hosen an. Die Nutzerschaft von GooglePlus dagegen ist zu 64 Prozent, die von Youtube und Linkedin zu 54 Prozent männlich. Schön, dass die Stereotypen bestehen bleiben, denn bereits 2009 gab es den Beweis: Frauen tratschen eben gern und Männer sind eher die pragmatischen Poser (Beitrag).

Die Erkenntnis kann Wegweiser für Marken und deren Produktkommunikation sein und damit für die generelle Strategie, was die Auswahl der Kanäle und deren Inhalte betrifft. Sind die Seiten erst einmal aufgebaut, zählt natürlich nur die individuelle Fananalyse: Ein Elektronikkonzern hat entgegen der Daten auf Facebook sicherlich mehr männliche Fans, wohingegen eine Körpferpflege-Marke umgekehrt hauptsächlich weibliche Likes erhascht.

Eine Frage, die bleibt: Ist nach Sprachen und Regionen die geschlechterspezifische Filtermöglichkeit für Postings bereits in der Entwicklung?

2 Antworten zu “Frau vs. Mann: Der “soziale” Unterschied”

  1. Astrid Radtke

    Gleich mal zu Beginn, dass Frauen mehr tratschen als Männer ist ein Gerücht. Die Männer tun das nämlich genauso gern. “Eine englische Studie hat nun nachgewiesen, dass Männer mindestens genauso gerne tratschen wie Frauen” ;) (Spiegel-Online)

    Für mich heißt das, dass Frauen genauso internetaffin sind wie Männer und dass wenigstens online so eine Art Gleichstellung zu funktionieren scheint. D. h., dass hier auch der Nutzer nicht unbedingt unterschiedlich behandelt werden muss – eine Überlegung daraus, keine Feststellung. Zudem werden über das Internet ganz andere Verbraucher/Nutzer angesprochen als offline. Das macht somit auch unterschiedliche Strategien notwendig.

    Übrigens glaube ich, dass regionale Unterschiede gravierender sind – unabhängig vom Geschlecht.

  2. Anna Friedrich

    Liebe Astrid,

    danke für deinen Hinweis zur Studie bezüglich des Tratschens und sorry, für die verspätete Antwort. Mit Sicherheit spielen bei diesen angeblichen Geschlechterunterschieden noch sehr viele andere Faktoren eine Rolle.

    Ich halte generell ebenso wenig wie Du von Generalisierungen à la “Männer sind, und Frauen auch…”. Trotzdem sollte dieser kurze Bericht dazu dienen, Marken zu motivieren, stärker über das Publikum und damit auch, wie zielgerecht deren Inhalte sind.

    Und ganz bestimmt korrelliert bspw. die Internetaffinität mit dier Urbanität, worauf du in deinem letzten Satz anspielst.

    Herzlich
    Anna

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