Archiv für die Kategorie ‘Journalisten’

Endert verlässt Handelsblatt

Veröffentlicht am 27. Juni 2008 von Mark Pohlmann | Journalisten, Medien 2.0

Gestern hat Julius Endert als Online-Chefredakteur handelsblatt.de relauncht und heute nun in seinem Blog seinen Weggang verkündet. Das Spannende an der Personalie ist das Wohin: Er entwickelt Formate für Videojournalismus.

Ich habe quasi einen persönlichen Relaunch vor mir, jedenfalls aus beruflicher Sicht.
Ab dem 1. August werde ich für das meiner Meinung nach erfolgversprechendste Startup in diesem Universum als freier Journalist, Formatentwickler und Projektmanager arbeiten. Es ist die von Mario Sixtus alias Elektrischer Reporter gegründete Videoproduktionsfirma Blinkenlichten, die sich nicht weniger vorgenommen hat, „als die deutsche Medienbranche durcheinanderzuwirbeln, den Weltfrieden zu erfinden und die Klimaerwärmung auf den Mars zu verbannen.” Das halte ich für eine sehr reizvolle und spannende Aufgabe und gemeinsam mit Mario für durchhaus machbar. Also, bleiben Sie dran! Oder auch: Yes, we can!

Von dieser Stelle allen Mitarbeitern von Blinkenlichten viel Erfolg! (Gründen ist das letzte Abenteuer dieser Zeit!)

Traumberuf PR

Veröffentlicht am 15. Mai 2007 von Mark Pohlmann | Journalisten

Gastblogger. Mein erstes Mal. Bei der Axel Springer Journalistenakademie.

Traumberuf PR

Als Gastblogger möchte man ja den Ruhm des Mutterblogs mehren helfen. Nur: Was kann ich da tun? Schließlich habe ich nie eine Journalistenschule von innen gesehen. Ich gehöre noch zur Generation Autodidakt, der gesagt wurde, dass man alles studieren könne, bloß keinen Journalismus. Und dann studierte ich halt was anderes, nur um Journalist zu werden, was ich dann auch prompt nicht geworden bin. So war das damals. Weiterlesen

Vertrauen

Veröffentlicht am 05. April 2007 von Mark Pohlmann | Journalisten

Gerade in einer alten Präsentation von mir gefunden. Ist aber immer noch schön:

36 Prozent aller Pressesprecher glauben, daß Journalisten PR-Praktikern vertrauen. Dies bestätigen 3 Prozent der Journalisten. (Quelle: BdP 2005)

Feindselig

Veröffentlicht am 19. April 2006 von Mark Pohlmann | Journalisten

Kontrolle und Autorität

Veröffentlicht am 08. März 2006 von Mark Pohlmann | Journalisten

Mir aus der Seele spricht Stefan Niggemeier, Medienredakteur der FAZ-Sonntagszeitung (das Original schnell lesen, ist schon sechs Wochen alt):

Es
wird nicht damit getan sein, die neuen Kommunikationstechnologien als
schöne Attrappen in das eigene Angebot zu stellen. Einige Versuche von
Zeitungen, den Hype um Blogs nicht zu verpassen, sind Zeugen eines
großes Mißverständnisses. Das Neue an dieser Technik ist nicht, daß
Journalisten nun auch unter der modischen Rubrik „Blog” Artikel
schreiben können, die dann statt in der Zeitung im Internet erscheinen.
Neu ist die Möglichkeit, ungefiltert, mutig und schnell zu schreiben,
Nicht-Journalisten eine Stimme zu geben, in einen echten Dialog mit
Lesern einzutreten, auf andere Seiten zu verlinken und zu reagieren.

Die „Süddeutsche Zeitung” (um nur ein Beispiel zu nennen) nutzt diese
Möglichkeiten ungefähr so gut wie jemand, der in ein Flugzeug steigt,
um damit schön über die Autobahn zu rollen. Vierzehn Blogs hat die
„SZ”, die meisten Autoren schreiben einmal im Monat etwas rein und
ignorieren dann, was andere dazu schreiben. Das Medium, das dafür
besser geeignet wäre, ist schon erfunden und heißt „Buch”.

Erfolg ist, wenn der richtige Name drauf steht

Veröffentlicht am 20. Dezember 2005 von Mark Pohlmann | Journalisten

Aldi_logoJahresenddepression, anders kann ich es mir nicht erklären, warum hunderte Medien, auch FAZ, FTD oder Stern, so begeistert wie unreflektiert die vermeintliche Erfolgsmeldung übernehmen, Aldi habe in der ersten Woche "schon" 60.000 Mobilfunkverträge verkauft. Ein Erfolg? Vielleicht. Kein Medium jedoch stellt die Vertriebsmacht von Aldi in Relation: über 4.000 Läden haben die Karte im Sortiment. Das macht also ganze 15 Karten pro Laden, bei sechs verkaufsoffenen Tagen sind es 2,5 pro Filiale und Tag. Der Wahnsinn. Der nur zu erklären ist mit dem Reflex, daß alles, was von Aldi kommt, ein Abräumer zu sein hat. Hierfür wiederum gebührt dem Unternehmen voller Respekt.

Workshop Wirtschaftspresse, Erkenntnisse I

Veröffentlicht am 13. Dezember 2005 von Mark Pohlmann | Journalisten

Am vergangenen Freitag fand zum ersten Mal der Workshop Wirtschaftspresse statt. Vielen Dank nochmal an die Teilnehmer, vielen Dank an die Referenten Christian Rickens (Manager Magazin) und Volker Müller (Financial Times Deutschland). Wir planen für das kommende Jahr neue Veranstaltungen, die an dieser Stelle natürlich rechtzeitig bekanntgegeben werden. 

Von heute an werde ich in unregelmäßigen Abständen über die im Workshop gewonnenen Erkenntnisse berichten.

1. Teil: Was Journalisten wirklich brauchen

Wwp_mueller1_4

Nun ist es ja nicht so, daß ein prinzipieller Erkenntnismangel herrscht. Bloß die Dringlichkeit einiger fundamentaler Gesetze des Redaktionsalltages ist nicht immer klar. Dies gilt beispielsweise für das Themenraster einer Zeitung. Wenn die FTD keine Produktvorstellungen macht ("Noch nie"), dann kann man sich jede Meldung in diese Richtung fortan sparen. Eigentlich. Denn noch immer herrscht eine Art Vollkaskomentalität bei den Aussendern nach dem Motto "Könnte ja doch irgendwie interessant sein". Volker Müller sagt, das Gegenteil sei der Fall. Ein jahrelang penetrierter Journalist ist unzugänglicher für wirklich relevante Meldungen: "Ich zucke dann schon zusammen, sobald ich Ihren Firmennamen lese". Der Ausweg lautet: Mut zum kleinen Verteiler, manchmal sogar der komplette Verzicht auf einen Presseaussand.

FAZ greift Stern-Kampagne auf

Veröffentlicht am 11. November 2005 von Mark Pohlmann | Journalisten

Faz_stern_hm3Gestern im Themenblog, und heute schon auf FAZ.net. Das ist Themenmanagement ;-)

"Politikredakteur in Damenbluse"
Daß sich die
Stella-Kollektion zu einem „Hype” entwickeln werde, sei Grund genug für
„Stern.de”, in dieser Weise auf das „Ereignis” einzugehen. Aus rein
„journalistischem Antrieb heraus”, so Plümer. Die Redaktion habe die
Kleider selbst erworben und sehe sich durch „zahlreiche positive
Resonanzen” in ihrer Arbeit bestätigt. Zudem trage man damit der
„Tatsache Rechnung, daß im Online-Bereich eine größere und direktere
persönliche Auseinandersetzung mit den jeweiligen Redakteuren als in
der Print-Welt stattfindet”. Ganzer Artikel hier.

stern findet H&M fabelhaft

Veröffentlicht am 10. November 2005 von Mark Pohlmann | Journalisten

Von Bild.de lernen heißt siegen lernen? Gruner+Jahr läßt sich scheinbar gerne inspirieren und stellt eine neue Qualitätsstufe in der Verbandelung von Berichterstattung und Marketing vor: Stern.de-Redakteure finden die Mode von H&M "fabelhaft", lassen sich als H&M-Model ablichten und werden so selbst zum Kampagnen-Element des Bekleidungshauses. Für einen Verlag, der die journalistische Unabhängigkeit betont wie kaum ein anderer, ist dieser harmlos daherkommende Beitrag ein Paradigmenwechsel, oder irre ich mich? Am Ende wird die Redaktion auch noch beteuern, aus lauter Begeisterung vor die Linse gesprungen zu sein…

Stern_hm_2
"Die Teile sind ja fabelhaft." Das Urteil der
stern.de-Redakteurinnen
über die neue Stella McCartney-Kollektion von H&M war eindeutig.
Beim exklusiven Foto-Shooting präsentiert jede ihr Lieblings-Teil."


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Nachtrag vom 15.11.2005. Der Stern hat seine Kampagne mittlerweile vom Netz genommen. Deswegen verlinkt das Bild nicht mehr auf stern.de, sondern zeigt das Original in groß.


Wo ist Stoiber? Wir gucken Kanzlerin!

Veröffentlicht am 10. Oktober 2005 von Mark Pohlmann | Journalisten

Großes Tennis & ein schönes Beispiel, wie sogar ein einzelner sich per Themenmanagement in die Weltpolitik einklinken kann. Einziges Problem: Schreiben muß man schon können. Hier die aktuelle Referenz aus Süddeutsche Online: "Wo ist Stoiber? Wir gucken Kanzlerin!" (Unten ist der Anfang.)