Archiv für die Kategorie ‘Peer-to-Peer’

Bike-Sharing & Co.: Trend oder Zukunft?

Veröffentlicht am 14. August 2013 von Nina Jacob | E-Commerce, Peer-to-Peer, Trends

Wir Menschen sind gesellig und das Teilen untereinander macht uns glücklicher (Quelle: GDI). Der Handelsblatt-Autor Axel Oppermann nennt es die Transformation der wirtschaftlichen Denkmuster vom Haben zum Teilen. Dahinter verbirgt sich die Grundidee, für wenig Geld und ohne Stress ein günstiges oder kostenloses Mietobjekt zu finden. Die kollaborative Wirtschaft wächst im Zeitalter von der Globalisierung, Smartphones, Facebook & Co. rasant. Online-Marktplätze für Auto-, Wohnungs- und Car-Sharing sprießen gar wie Pilze aus dem Boden. So viel steht fest: Das Kaufverhalten verändert sich dadurch vollkommen.

Airbnb zählt zu den Pionieren der Share Economy. Der Umsatz des Community-Marktplatzes für private Wohnungen wird laut Forbes auf 150 Millionen US Dollar geschätzt. Jeremiah Owyang stellt gar die These auf, Airbnb könne das nächste Ebay und Uber das nächste Amazon sein. So ist es ein spannender Ansatz für die Zukunft des E-Commerce, aber auch des Handels insgesamt, obwohl diese Entwicklung noch einen weiten Weg vor sich hat.

Spinlister-Suche Hamburg

Spinlister ist das erste Angebot mit der Idee des Bike-Sharings. Das US-Startup ist in 40 Ländern aktiv und hat soeben eine eigene App gelauncht. Spinlister eignet sich besonders für Touristen, die sich Fahrräder von Privatpersonen für kleines Geld ausleihen wollen. Wie auf fast allen professionellen Sharing-Plattformen ist auch hier für eine Privathaftpflicht im Schadensfall gesorgt. Klingt nach einer Win-Win-Situation – oder besser gesagt: Win-Win-Win-Situation. Schließlich verdient Spinlister 17,5 Prozent vom Mietpreis. Doch noch steht das Unternehmen in den Startlöchern: Es sind in den USA erst 600 Fahrräder gelistet. In Hamburg ist derzeit nur ein Rad im Angebot. Owyang findet:

Instead of relying on Amazon or eBay, the crowd can turn to Airbnb and Uber to get durable goods, media, and products at the local level and on-demand.

Es spart zudem Kosten, schont die Umwelt und das Wichtigste: Sharing ruft in uns das eigentliche Grundbedürfnis hervor, das Socializing. Es ist also nicht nur ein Trend, sondern die Denkweise einer neuen Generation von Nutzern. Share Economy-Modelle haben Zukunft und noch ist das Rennen um die Marktführerschaft nicht entschieden. Wichtig ist bei der Geschäftsidee, dass sie alltagstauglich, optimalerweise global realisierbar und in den meisten Fällen lokal anwendbar ist.

 

Ein guter Freund, das ist das Schönste was es gibt auf der Welt…

Veröffentlicht am 09. Februar 2010 von Anna Friedrich | Peer-to-Peer, Soziale Netzwerke, Virales Marketing

Dass “Freunde” die Quelle unseres Vertrauens sind, wollen aktuelle Ergebnisse des Edelman Trust Barometers widerlegen. Laut der Befragung von 4.875 informierten Menschen auf fünf Kontinenten nimmt unser Vertrauen in unsere eigenen Freunde ab. Nur noch ein Viertel der Studienteilnehmer geben an, dass die Meinung ihrer Freunde für sie zählt.

Hier ist die Definition des Begriffes “Freund” äußerst missverständlich. Er hat in Zeiten von Social Networks eine völlig neue Bedeutng: die amerikanische Oberflächigkeit hat auf die deutsche Übersetzung von “Friend” abgefärbt. Ein Freund bei Facebook oder gar Twitter ist nicht gleichbedeutend mit dem Freund im echten Leben. Online vernetzen wir uns auch mit weniger guten Bekannten. Das Leben ist schnelllebig, wir ziehen häufiger um und treffen überall auf der Welt Menschen, mit denen wir uns “unverbindlich” auf Social Networks verbinden (ein Oxymoron an sich). Dass wir sie in unsern Kontakten haben, macht sie aber nicht zu einer vertrauenswürdigen Person. Ihre Meinung interessiert uns kaum im Vergleich zu langjährigen Freunden, mit denen wir regelmäßig kommuniziern.

Dementsprechend falsch ist auch die Schlussfolgerung der Studie. Die gängige Social Media Marketing Philosophie geht nicht auf, heißt es. Richard Edelman, CEO, persönlich ist der Überzeugung, dass Marketiers umdenken müssen. Peer-to-peer Netzwerke sind die falsche Quelle, um virale Botschaften zu verbreiten und Konsumenten glauben Dinge nur noch, wenn sie sie über mindestens fünf verschiedenen Kanälen erfahren. Er sagt weiter:

The events of the last 18 months have scarred people. People have to see messages in different places and from different people. That means experts as well as peers or company employees. It’s a more-skeptical time. So if companies are looking at peer-to-peer marketing as another arrow in the quiver, that’s good, but they need to understand it’s not a single-source solution. It’s a piece of the solution.

5.000 Studienteilnehmer sind nicht repräsentativ für die Welt und haben sicherlich auch ein unterschiedliches Verständnis von einem “Freund”. Wie hoch der Grad der gegenseitigen Bekanntheit ist, das definiert die Studie leider nicht.

Daher glaube ich nur bedingt an das Fazit von Herrn Edelman. Ja, eine Empfehlung ist umso plausibler, je öfter man sie hört. Dennoch geht es in unserem persönlichen Netzwerken niemals um Quantität. Von meiner Schulfreundin, die ich 20 Jahren kenne, nehme ich eher eine Meinung an als von drei relativ neuen Bekanntschaften, deren Urteilsvermögen ich schlecht einschätzen kann. Das bestätigt auch Zocalo-CEO Paul Rand, der auch Präsident der Word-of-Mouth Marketing Association ist:

The mind-set is no longer ‘I can just trust it because it’s somebody’s opinion. It’s, ‘I can trust that specific opinion because it’s someone I know.

Die Glaubwürdigkeit unserer Freunde insgesamt mag mit den stetig wachsenden Netzwerken und der damit verbundenen “Überinformation” sinken. Dennoch wird sich unser Grundvertrauen in die (wenigen) guten Beziehungen dadurch nicht ändern. Und vor allem wird es sie immer geben: die Mavens, die Meinungsführer in einem bestimmten Expertengebiet, deren Überzeugungskraft und Einfluss uns zum Nachahmen animiert. Marketiers müssen nur wissen, wo sie diese “Influencer” finden, so auch Consumer Practice-Chefin Christina Smedley:

If marketers can find those action consumers, they can build campaigns that work through their parameters and get some very good results.

Weg mit der Social Media Firewall

Veröffentlicht am 29. September 2009 von Anna Friedrich | Medien 2.0, Peer-to-Peer, Soziale Netzwerke, Web 2.0

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Markets do not want to talk to flacks and hucksters. They want to participate in the conversations going on behind the corporate firewall.

Wie das berühmt berüchtigte Cluetrain Manifesto in These #62 festhält, tun sich zahlreiche Unternehmen immer noch schwer damit, eine “offene” Konversation Online anzubieten und ihren Kunden den direkten Zugang zu denjenigen zu verschaffen, die hinter der Marke stehen. Die Angst vor negativem Feedback, zu viel Transparenz und Kontrollverlust führt dazu, dass die Zielgruppen nicht teilhaben am Geschehen “hinter den Kulissen”.

Nicht ganz zu unrecht werden PR-Abteilungen nervös, wenn ihre Mitarbeiter bloggen, wie das Handelsblatt schreibt. Zwar sind sie keine offiziellen Botschafter des Unternehmens, dennoch repräsentieren sie ihren Arbeitgeber. Wolfgang Lünenburger-Reichenbach sieht aktive Angestellte, die Inhalte publizieren, als Pressesprecher im weitesten Sinne:

Das prägt das Bild, das Außenstehende über das Unternehmen haben, oftmals stärker, als es die Pressestelle vermag.

Für den Abeitgeber bedeutet das, die Mauern einzureißen, indem er seine Mitarbeiter zwar Regeln für den Umgang mit Social Media auferlegt, ihnen aber ausreichend Freiräume lässt. Höchstes Gebot der Kommunikation 2.0 ist es, ehrliche Dialoge anzubieten und zwar auf Peer-to-Peer-Ebene. Konsumenten sind treu, wenn die Marke menschlich ist, kritisierfähig, anfassbar und präsent. Anstatt sich also hinter einer Schutzwand zu verstecken, sollten Unternehmen eine offensive Haltung einnehmen, findet auch Otto-Sprecher Thomas Voigt.

Fest steht, Social Media wird nicht durch Marketing und PR abgedeckt, sondern ist eine immer professioneller werdende neue Ära für Organisationen. Das Potential, Kunden an sich zu binden, ist enorm, wenn man es richtig anpackt!

Die ersten Referenten beim AktienCamp stehen fest

Veröffentlicht am 20. Januar 2009 von Mark Pohlmann | Peer-to-Peer, The Work

In eigener Sache: Wir organisieren zum zweiten Mal das AktienCamp für die FinanzCommunity Stockflock, das am 28. Februar in Berlin stattfindet. Das AktienCamp ist die erste Netzwerkveranstaltung für Börsenprofis und Privatanleger. Hier präsentieren Experten und Hobbyanleger ihr Fachwissen. Anregung und Austausch stehen im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung sieht sich in der Tradition von “Unkonferenzen” wie die BarCamps. Wikipedia erklärt dazu: “Der Ablauf von BarCamps hat Ähnlichkeiten mit der Open Space-Methode, ist jedoch lockerer organisiert. Er besteht aus Vorträgen und Diskussionsrunden (Sessions). Alle Teilnehmer sind aufgefordert, selbst einen Vortrag zu halten oder zu organisieren. Die Teilnahme ist kostenlos und nur aus Platzgründen limitiert, eine vorherige Anmeldung daher notwendig.”

Beim Aktiencamp ist die Teilnahme nach einer kurzen Registrierung auf der Website www.aktiencamp.de kostenlos, aber auf 100 Gäste begrenzt.

Das Thema in Berlin lautet:

“Boom trotz Krise. Wo sind die Märkte der Zukunft?”

Beim ersten AktienCamp in München drehten sich die Vorträge rund um die aktuelle Situation der Finanzkrise. In Berlin können Private und Professionelle diskutieren, wie sich die Märkte im Jahr 2009 entwickeln werden und was die besten Stratgien für Investoren sind.

Wie sieht der Tag genau aus?

Unser Programm besteht aus zwei Komponenten: Am Vormittag geben Finanzmarktprofis Einblicke in ihre Strategien.

Am Nachmittag stellen auch auf dem 2. AktienCamp Privatinvestoren und Hobbyanalysten die aus ihrer Sicht interessantesten Aktientipps vor. Eure Top-Aktienempfehlung könnt ihr vor dem Event auf Stockflock veröffentlichen.

Hier ein Auszug aus der Sprecherliste:

* Alexander Artopé, Geschäftsführer, Smava
* Christian Burmann, Vorstand, Berliner Börsenkreis
* Susanne Böck und Holger Zechmann, Börse München
* Konstantin Sixt, Sixt AG
* Marc-Oliver Eckart, Rechtsanwalt und Experte für Bank- und Kapitalmarktrecht
* Daniel Schlingelhof, Cortal Consors BNP PARIBAS
* Kai Malkwitz, pvxchange
* Dirk Elsner, Blick log

Mehr zum 2. AktienCamp gibt es hier.

Direktmarketing: Nutzer wollen selbst entscheiden, wie sie beworben werden

Veröffentlicht am 27. Oktober 2008 von Anna Friedrich | Peer-to-Peer, Soziale Netzwerke, Werbung

ExtraTarget, ein Researchunternehmen für E-Mail Marketing, hat in Zusammenarbeit mit dem Media Design Center der US-Universität Ball State University untersucht, was bei den Amerikanern online zu Kaufentscheidungen führt. In einer Studie wurden über 1.500 US-Internetnutzer im Alter zwsichen 15 und 65 plus zu ihrer Einstellung und Nutzung von eins-zu-eins Kommunikationsmitteln befragt.

Dabei siegen in der – wohl für Onlinemarketing wichtigsten Gruppe der 18 bis 34-Jährigen – eindeutig Direktnachrichten und Email als mögliche Werbekanäle. Mike Bloxham von der Ball State University erklärt:

One of the key findings in this research is that 18- to 34-year-olds claim they are more likely to be influenced to make purchases based on e-mail marketing messages and direct mail than marketing messages on social networks. It is too easy to assume that the media consumers choose for their own news, information and entertainment are, by default, the best media to use for marketing messages. This is a dangerous assumption to make in a time when consumers are becoming increasingly aware of their level of control over their media experiences.

Was die Untersuchung der in sechs Personengruppen unterteilten Befragten außerdem noch ergab:

  • Von den Vernetzten, das sind in der Regel junge männliche Konsumenten zwischen 18 und 34, die keine Kinder haben, sind 20 Prozent für Sms-Marketingdienste angemeldet. Nachrichten sind jedoch nur dann erwünscht, wenn sie wirklch brisant sind, z.B. wichtige Finanznews oder Reiseupdates.
  • Über die Hälfte der jungen Hausfrauen zwischen 18 und 34 benutzen tagsüber soziale Netzwerke und Sms-Nachrichten, aber bevorzugen Direktnachrichten und Email als Werbekanäle.
  • Selbst bei den Konsumenten im Rentenalter, männliche und weibliche Rentner, haben mehr als 80 Prozent bereits Online-Käufe getätigt und 94 ließen sich dabei von Direktmarketing leiten.
  • Besonders spam-bewusst sind die College-Studenten: sie empfinden es als Tabu, private Kommunikationskanäle wie Sms und soziale Netzwerke für Werbezwecke zu missbrauchen.
  • Teenager von 15 bis 17 Teens nutzen im Verlgeich am meisten soziale Netzwerke. Aber sie lassen sich primär durch Direktnachrichten und Emails in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen, gefolgt von den Kanälen Sms und sozialen Netzwerken.
  • Frauen kommunizieren bei den Berufstätigen eher über Medien, wie Instant-Messengers, Sms und soziale Netzwerke, als ihre männlichen Kollgen. 92 Prozent beider Geschlechter allerdings haben bereits im Internet eingekauft.

Insgesamt bietet die Studie Messaging Behaviors, Preferences and Personas Ergebnisse, die sich auch in den Köpfen der Marketiers einprägen sollten.

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Interessanterweise dreht sich bei den “Textnachrichten” die Beliebtheit der Kaufkanäle um. Bei den Kanälen Direktnachricht, Email und Telefon ließ sich jeweils die Altergruppe 25 bis 34 beeinflussen. Bei SMS sind es nun die Teenager, von denen 11 Prozent aufgrund von Produktwerbung kaufen. Social Networks werden bei Ihnen mit 10 bis 12 Prozent ähnlich als Werbekanal akzeptiert wie SMS.

Klar spielen alle Kanäle eine Rolle im Marketingmix – dennoch zeigt sich, dass gerade die Social Networks als Marketingtool zur Kaufentscheidung deutlich überschätzt wurden. Ausserdem sind die Ergebnisse auch leicht widersprüchlich zur aktuellen Bitkom-Prognose, nach der die Bedeutung mobiler Datendienste steil wachsen soll und der Industrie bis 2012 gar 0,7 Mrd. Euro umsatz einbringen soll. Und laut einer Studie von Forrester Research werden bis zum Jahr 2013 sogar 125 Millionen Europäer mobil im Netz surfen.


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Networking-Event für Profis und Privatanleger: 1. AktienCamp in München

Veröffentlicht am 18. August 2008 von Mark Pohlmann | Peer-to-Peer

Stockflock veranstaltet am 18. Oktober das 1. AktienCamp in München. Ziel der ersten offenen Netzwerkveranstaltung für Börsenprofis und Privatanleger ist es, eine neue Kultur der Inspiration und Vernetzung in die Finanzszene zu tragen. Einen Tag lang präsentieren Experten und Hobbyanleger ihr Fachwissen. Das AktienCamp steht in der Tradition der BarCamps. Die Vorträge und Diskussionsrunden werden durch die Teilnehmer selbst koordiniert. Alle Teilnehmer sind aufgefordert, selbst einen Vortrag zu halten oder Referenten und Themen vorzuschlagen. Organisiert wird das AktienCamp von der Aktiencommunity Stockflock.de, die von der Sixt e-ventures GmbH betrieben wird. Die Teilnahme ist kostenlos, aber auf 100 Plätze begrenzt.

Nach dem Motto “Von den Besten lernen, Neues entdecken” geben als Auftakt vier Finanzmarktprofis Einblicke in ihre Anlagestrategien. Erich Sixt, Vorstandsvorsitzender der Sixt AG spricht zu der Frage: “Wie macht man seine erste Million?” Venture Capitalist Christian Leybold von BV Capital behandelt das Thema Unternehmensbewertung. Der als Börsenbauer bekannte Johann Schmalhofer erläutert die technische Analyse anhand von Rohstoffwerten. Christian Wietoska, Vorsitzender des Bundesverbandes der Börsenvereine an deutschen Hochschulen (BVH), widmet sich der Portfolio-Optimierung für Privatanleger.

Bis zu zehn weitere Vorträgsplätze stehen allen AktienCamp-Teilnehmern offen. Sie können die aus ihrer Sicht interessantesten Investments, Analysemethoden oder Anlagestrategien vorstellen. Teilnehmer, die selbst präsentieren wollen, reichen ihre Beiträge im Forum von www.aktiencamp.de ein.

Hierzu registrieren Sie sich bitte erst als Mitglied auf www.aktiencamp.de und melden sich dann für die Teilnahme am 18. Oktober 2008 in München an.

Disclaimer: Mavens Dialog organisiert das AktienCamp für Stockflock.de

Hyperconnected II

Veröffentlicht am 06. Juni 2008 von Mark Pohlmann | Peer-to-Peer, Soziale Netzwerke

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via: Paul Jozefak

Netzwerke bestehen aus Kontakten

Veröffentlicht am 30. Mai 2008 von Mark Pohlmann | Medien 2.0, Peer-to-Peer, Personen-PR, Soziale Netzwerke

Manchmal sind die Sachen so einfach, dass man sie auch sofort aus den Augen verliert. Beim Nachdenken, Angsthaben und zaghaftem Herauszögern darüber, wie sich Werbung in Gesprächsumfeldern entwickelt (andere nennen das Web 2.0, Communities oder sonstwie), gerät ein Punkt immer sofort aus dem Fokus: Hier stellen sich Menschen dar, hier werden sie sichtbar. Unternehmen können versuchen, ihre Produkte wie Personen aussehen zu lassen, es bleiben doch stumme Dinge. Aber Menschen können für Produkte stehen: Mitarbeiter genauso wie Kunden.

Warum eigentlich versteht sich niemand in den Markenhochburgen auf die ganz simple Vernetzung? Es ist ganz einfach, ja, nicht nur das, es ist schlichtweg trivial: Ich erzähle, was mich interessiert und höre zu, was andere zu sagen haben. Die, denen ich zuhöre, nehme ich zu meinen Kontakten auf. Wer das bei ein paar hundert Menschen macht, ist plötzlich selbst zu Hunderten verdrahtet, weil eben nichts interessanter ist als ein anderer Mensch, der mir zuhört.

Es gibt Menschen, die fast ausschließlich über dieses Verfahren ganze Unternehmen am Markt einführen. Das Lustige ist aber: Das kann wirklich jeder, und: es funktioniert, wie Loic Le Meur beweist. Sein Vertriebskanal für den Videodienst Seesmic sind seine Online-Kontakte, die über jeden seiner Schritte informiert sind und ihm einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil einbringen. Wer Seesmic schlagen will, muss vernetzer als Loic sein. So einfach ist das Leben manchmal.
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Wir sind nicht hier.

Veröffentlicht am 14. Mai 2008 von Mark Pohlmann | Peer-to-Peer, The Work

Sondern auf dem großartigsten Internetkongress, den dieses Land zu bieten hat. Wir sehen uns hoffentlich!

Breakthrough

Veröffentlicht am 08. Mai 2008 von Mark Pohlmann | Peer-to-Peer, The Work

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Noch sieben Tage … und wir freuen uns auf jeden einzelnen dieser 1001.