Archiv für die Kategorie ‘Soziale Netzwerke’

Mach’s kurz: Der 15 Sekunden Wahlkampf

Veröffentlicht am 20. September 2013 von Sonja Petersmeier | Journalisten, Medien 2.0, Soziale Netzwerke, Trends, Web 2.0

Politischer Schlagabtausch via Instagram Video. Redezeit: 15 Sekunden. CNN Europe zeigt mit seiner Microsite 15 Second Debate wie’s geht. Und wir waren neugierig, wie viel politische Meinungen eigentlich in ein Instagram Video passen…

Wie viele politische Meinungen passen in ein Instagram Video #cnn15s

What’s new im Social Web?

Veröffentlicht am 28. August 2013 von Sandra Stabenow | Soziale Netzwerke

Wir leben in einem sich ständig ändernden Jetzt, in der die Flut an Informationen in allen Bereichen unentwegt zunimmt – und ganz besonders im Social Web. Dem einzelnen Menschen ist es nahezu unmöglich alle Neuigkeiten zu erfassen. Spiegel-Kolumnistin Sibylle Berg bemerkt trefflich: „Das Informationszeitalter sprengt uns allen ja das Gehirn.“ Da es heutzutage kaum noch jemand schafft, „bei der Geschwindigkeit, in der wir leben, arbeiten und Nachrichten konsumieren (…), das zu überprüfen, was er liest oder hört“, werden wir an dieser Stelle ab sofort in regelmäßigem Abstand die wichtigsten Änderungen innerhalb der sozialen Netzwerke besprechen. Hauptaugenmerk liegt diesmal auf Facebook, aber auch Google+, Twitter und Co. sollen künftig nicht zu kurz kommen.

Lockerung der Gewinnspielrichtlinien

Lasst uns mit der Neuerung beginnen, die von den meisten Seitenbetreibern wohl am sehnsüchtigsten erwartet wurde: Facebook ändert seine Gewinnspielrichtlinien. Fortan dürfen Gewinnspiele auch ohne Applikation in der Chronik einer Seite, aber nach wie vor nicht in der Timeline von Nutzern, durchgeführt werden. Damit wird „Like, Comment, Share“-Gewinnspielen mehr Raum gegeben. Aber Vorsicht, die Anpassung der Promotion-Richtlinien ist bislang nur in der englischen Version der Facebook-Regularien vorgenommen worden – Widersprüche inklusive.

Facebook-Logo

Ungeachtet der Tatsache, dass Wettbewerbe innerhalb der eigenen Chronik viel einfacher erstellt werden können und eine weitaus höhere Reichweite erzielen, empfehlen wir, Promotionen weiterhin über eine App zu realisieren. Mehre Gründe sind dafür ausschlaggebend. Zum Einen können Inhalte und Layout viel freier und dem CI entsprechend gestaltet werden und zum Anderen läuft man nicht Gefahr gegen bestehende Gesetztes- oder Facebook-Vorgaben zu verstoßen. Auch das Risiko von Nutzern als Spammer eingeordnet zu werden bleibt aus. Nicht mehr lang und Weihnachten steht ins Haus. Spätestens dann wird sich zeigen, in welchem Maße Unternehmen und Marken die neuen Gewinnspielrichtlinien adaptiert haben.

Zugriff auf Stockfotos

Werbetreibende aufgepasst! Künftig darf jeder, der Anzeigen auf Facebook schaltet, kostenlos Bilder aus dem Archiv von Shutterstock nutzen und diese ins eigene Inserat einbinden. Advertiser haben damit Zugriff auf rund 25 Millionen Images. Zukünftig soll auch die Auswahl von mehreren Bildern für eine einzige Anzeige möglich sein.

Embedded Posts

Lange überfällig ist die Option öffentliche Posts von Facebook in eine externe Webseite einzubinden. Es ist kinderleicht! Man geht dazu einfach auf den kleinen Pfeil oben rechts neben dem Post, klickt auf „Beitrag einfügen“ und kopiert den erscheinenden HTML-Code in den eigenen Blogbeitrag.

Newsfeed Algorithmus

Der EdgeRank ist tot“ heißt es. Nun ja, ab sofort werden eben noch mehr individuelle Kriterien in die Bewertung von Postings einbezogen. Ein Nachteil durch die Änderungen im Newsfeed Algorithmus entsteht nur denjenigen Unternehmen, die keine guten, relevanten Inhalte produzieren.

Shared Photo Albums

Herausforderung für die Einen, Gewinn für die Anderen: Während die neuen Fotoalben, auf die gemeinschaftlich zugegriffen werden kann, Startups wie Keepsy und Albumatic, eher den Angstschweiß auf die Stirn treiben dürften, können sich Facebook-Nutzer freuen. Freunde können nun gemeinsam Fotos hinzufügen, taggen und Alben editieren. Der Albumersteller kann bis zu 50 Contributoren einladen, von denen jeder bis zu 200 Fotos hochladen darf. Diese Funktion bietet großartige Möglichkeiten für Unternehmen und Marken. So können z. B. nach einem Blogger Event die Teilnehmer dazu aufgefordert werden, ihre gemachten Bildern mit anderen Fans der Facebook-Seite zu teilen.

Boost Engagement: Wie erfolgreich ist die Verknüpfung von Offline-Kampagnen mit Facebook?

Veröffentlicht am 25. Juli 2013 von Tina Günther | Facebook, Soziale Netzwerke, Virales Marketing

Bildschirmfoto 2013-07-22 um 15.01.46Softdrinks aus Automaten gegen Geld kennt jeder. Wie aber ist es, wenn der Automat statt Geld, Facebook-Likes nimmt? Facebook-Nutzer erhalten sofort einen Pepsi-Drink, sobald sie über ihr Smartphone oder am Touchscreen des Automaten die Unternehmensseite liken. Pepsi setzt damit einen weiteren Akzent in der Vermarktung besonderer Automaten. Bereits vor zwei Jahren führte Pepsi das Social Vending System ein: Fans können bei Angabe ihrer Daten personalisierte Videos sehen, oder Freunden ein Geschenk via Handy-Nachricht zukommen lassen. Pepsi testete die „Like-Machine“ erstmals bei einem Beyoncé Konzert in Belgien. Das Unternehmen lockte offline potentielle Kunden an und sammelte gleichzeitig Fans auf Facebook. Doch ist das ausreichend für eine gelungene Social Media Kampagne? Eine Facebook-Page mit über 50.000 Fans hat im Durchschnitt eine Engagement Rate von 0,19 Prozent. Die Engagement Rate von Pepsi Belgium liegt bei 0,02 Prozent – trotz erfolgreichem Post der Like-Machine: Post Engagement Rate: 0,76 Prozent.

Likes für Kleiderbügel im Laden? Auf Facebook sind Likes ein Indikator für die Beliebtheit der Produkte bei Kunden. In Offlineshops ist diese Art der Bewertung nicht möglich. Aus diesem Grund hat sich C&A Brasilien eine Idee einfallen lassen: Die Fans können auf Facebook die Kleidung liken. Die Likes werden direkt an den Kleiderbügel versendet, an dem das Teil im Laden hängt. Diese, mit einem digitalen Zähler ausgestattet, wurden extra für die Kampagne hergestellt. Der Kunde im Laden und die Online-Fans sehen gleichzeitig, wie beliebt das Kleidungsstück auf Facebook ist. Auf den ersten Blick gibt es die gewünschte Interaktion: Die Fans liken, kommentieren und teilen die Kampagne. Die durchschnittliche Engagement Rate bei einer Fan-Zahl von über eine Million liegt bei rund 0,09 Prozent. Die Engagement Rate von C&A Brasilien liegt bei 0,01 Prozent. Im Vergleich zu Pepsi ist die Post Engagement Rate mit 0,04 Prozent ebenfalls sehr niedrig.

UnbenanntBeide Fälle zeigen, dass witzige Kampagnen und Fans alleine nicht ausreichen, um eine gute Engagement Rate zu erzielen. Die Studie von Facebook Karma Wie viele Likes, Comments und Shares sammeln Facebook Seiten? bringt es auf den Punkt: Die Anzahl der Fans auf einer Facebook-Seite sind in erster Linie nicht wichtig. Vielmehr kommt es auf die Aktivität dieser an. Likes, Comments und Shares sorgen für die virale Verbreitung von Produkten und damit für eine Steigerung der Sichtbarkeit. Im besten Fall wirkt sich eine hohe Viralität positiv auf die Kaufentscheidung aus. Ob die Kampagnen tatsächlich zu einer Umsatzsteigerung geführt haben, weiß ich nicht. Entscheidend ist die bewusste Umstellung der Social Media Strategie von Unternehmen: Im Vordergrund steht nicht mehr der wahllose Aufbau von Fans auf Facebook. Unternehmen legen ihren Fokus vermehrt auf den Dialog im Online- und Offlinebereich um damit die Interaktion auf Facebook zu steigern.

 

 

 

Degenierierte Scham im Social Web?

Veröffentlicht am 24. Juni 2013 von Anna Friedrich | Bloggerei, Facebook, Journalisten, Medien 2.0, Soziale Netzwerke, Storytelling

Erst lief es gut für Lars: Die Medien liebten seine kreative Idee, über die Webpräsenz Obdachlars nach einer Wohnung in Hamburg zu suchen. Was medial Anfang April 2013 noch positive Aufmerksamkeit brachte, schlug durch die Leserschaft in einen Shitstorm um, auf den Lars nicht gefasst war (und es auch nicht sein konnte). Statt Unterstützung bei der Wohnungssuche erntete Lars fiese Kommentare und Anschuldigungen – nur, weil er äußerte, dass er sehr gerne im Szeneviertel St. Pauli wohnen bleiben würde. Die Wohnungssuche in Hamburg ist hart und vielleicht hat die Mopo Lars arrogant wirken lassen. Nichts jedoch befugt dazu, Privatpersonen wie ihn derart zu beleidigen – auch Plattformen wie Facebook sollten nicht dazu motivieren. Sie machten “L. unfreiwillig zu einer Symbolfigur für Gentrifizierung und Preistreiberei”, wie SPON es auf den Punkt bringt.

Markenskandale wie kürzlich Dextro Energy oder vor längerem Nestlé zeigen, dass ein derartiger Shirtstorm häufig nicht verhindert werden kann, weil die “Wut” der Community zwar (im Nachhinein) verständlich, deren Ausmaß aber schlecht vorhersehbar ist. Spannend war auch der absurde #Neuland-Eklat der Netzgemeinde, der durch Merkels durchaus berechtige Äußerung entstand, dass das Web für viele eben Neuland ist. Eine Masse gegen ein Unternehmen oder gegen die Politik ist eine Sache. Was aber, wenn dieser Hass – in dem Fall auf die prekäre Hamburger Mietsituation – an eine Privatperson geht? Ein gestandener Mann wie Lars kann vielleicht damit umgehen, aber Cyberstalking endet bei Jugendlichen nicht selten mit Selbstmord, wie die Kanadierin Amanda im vorangegangenen Jahr bewiesen hat.

Degeneriert das Social Web unsere Scham? Oder gibt es nur all denjenigen einen Kanal, die uns auch auf der offenen Straße ankeifen würden? Vermutlich würden sie sich auf offener Straße nicht trauen, haben aber im (halb)anonymen Modus kein Problem mit geschmackloser Pöbelei. Wir sind nicht gegen Kritik, doch sie sollte auch in den sozialen Netzen fair und offen sein. Wer anonym meckert, hat etwas zu verbergen und weiß gleichzeitig, dass es nicht richtig ist, was er gerade tut. Denn bei offener Kritik kann ein Dialog mit den Fans entstehen und Unternehmen wie auch Privatpersonen haben die Möglichkeit, Fakten richtig zu stellen, sich ggf. zu entschuldigen oder die Sache wieder gutzumachen – sollten die Zweifel gerechtfertigt sein.

Community Manager: Wegbereiter oder Gastgeber?

Veröffentlicht am 27. Mai 2013 von Tina Günther | Kundendienst, Soziale Netzwerke

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Social media managers bring the guests to the table and community managers welcome them in! (Vanessa DiMauro, CEO Leader: Networks)

Es sind nun einige Monate vergangen, seitdem ich bei MAVENS meinen ersten Arbeitstag hatte: Ich bin Volontärin im Bereich Social Media. Schon während der Bewerbungsphase brachten mich die Jobbezeichnungen eines Social Media und eines Community Managers zum Nachdenken: Warum gibt es diese beiden unterschiedlichen Begriffe?

Durchforstet man weiter die Stellenanzeigen, werden die Ausschreibungen nach einem Social Media und Community Manager spürbar mehr. Doch (wie) differenzieren sich die beiden Profile im Detail? Kann ich mich der These von Vanessa DiMauro anschließen und annehmen, dass sich die Positionen ergänzen – und sogar überschneiden?

Social Media als ein Marketinginstrument fördert die Markenbekanntheit eines Unternehmens. Social Media Manager koordinieren und steuern Social Web Aktivitäten eines Unternehmens über alle Online-Kanäle. Damit schaffen wir für die Community den Zugang zu Informationen. Mit der Nutzung von Social Media gewinnt eine Marke an Stärke: Die Aufmerksamkeit für ein Produkt wird generiert und die Nutzer zum Teilen von Unternehmensbotschaften animiert.

Seit einiger Zeit betreue ich als Social Media Volontärin das Community Management für einige unserer Kunden mit – hierzu gehören beispielsweise Panasonic und Kunden aus dem Versicherungsumfeld. Und was mache ich da genau? Meine Kollegen und ich agieren und kommunizieren auf direkter Ebene mit der Community. Wir sind Ansprechpartner bei Fragen rund um Pansasonic und zu Versicherungsthemen. Das erfordert Zeit, Empathie und den richtigen Kommunikationsstil: Regelmäßig screenen wir die Fragen auf der Plattform. Wir nehmen uns die Zeit für den qualitativen Support. Unser Maßstab: Eine schnelle, befriedigende und höfliche Antwort. Auch wenn wir keine Technik- und Versicherungsexperten sind, stehen wir mit unseren Kunden regelmäßig in Verbindung, um die bestmöglichen Antworten zu liefern. Unser Anspruch ist es, jedes einzelne Community-Mitglied ernst zu nehmen.

Wie gehen wir nun bei MAVENS mit den unterschiedlichen Anforderungsprofilen um? Wir verbinden Social Media mit Community Management. Wir stellen die operative und strategische Verbindung zwischen den Marken und ihrem Social Media Kanal her. Als Social Media Manager haben wir in Zusammenarbeit mit einer Direktversicherung eine für das Unternehmen passende Plattform entwickelt. Somit integrieren wir Social Media in den bestehenden Kundenservice. Der Community Manager baut auf die Arbeit des Social Media Managers auf: Wir haben unseren Kunden mit Ihrer Community einen Rahmen zum Austausch und zur Problemlösung gegeben. Innerhalb dieses Rahmens sind wir gleichzeitig als Moderatoren tätig.

An dieser Stelle greife ich die These von Vanessa DiMauro auf. Kann ein Mitarbeiter im Bereich Social Media gleichzeitig als Community Manager tätig sein? Social Media und Community Management stehen nicht nur eng zusammen. Beide Positionen können sich durchaus in den einzelnen Arbeitsbereichen überlappen. Bei MAVENS übernehmen Social Media Manager Aufgaben des Community Managements. Das ist keine Sparmaßnahme, sondern meiner Erfahrung nach die optimale Ausschöpfung von Fähigkeiten. Und: enge Zusammenarbeit beider Positionen schafft Reichweite und optimale Reputation für Unternehmen.

 

Frau vs. Mann: Der “soziale” Unterschied

Veröffentlicht am 25. April 2013 von Anna Friedrich | Soziale Netzwerke, Trends

Social Gender Infographic
Frau-/Mann-Unterschiede in der realen Welt sind bekannt und zur Genüge diskutiert. Ihre Online-Diversifikation sollten sich Unternehmen für eine zielgruppengenaue(re) Ansprache noch mal genauer ansehen. Laut der US-Studie von InternetServiceProviders sind 71 Prozent aller Frauen, aber nur 62 Prozent der Männer sind in den Socials aktiv. Dabei machen weibliche Nutzer auf Twitter einen Anteil von 62 Prozent aus, auf Facebook sind es immerhin 58 Prozent.

Auf Pinterest haben Frauen mit 70 Prozent die Hosen an. Die Nutzerschaft von GooglePlus dagegen ist zu 64 Prozent, die von Youtube und Linkedin zu 54 Prozent männlich. Schön, dass die Stereotypen bestehen bleiben, denn bereits 2009 gab es den Beweis: Frauen tratschen eben gern und Männer sind eher die pragmatischen Poser (Beitrag).

Die Erkenntnis kann Wegweiser für Marken und deren Produktkommunikation sein und damit für die generelle Strategie, was die Auswahl der Kanäle und deren Inhalte betrifft. Sind die Seiten erst einmal aufgebaut, zählt natürlich nur die individuelle Fananalyse: Ein Elektronikkonzern hat entgegen der Daten auf Facebook sicherlich mehr männliche Fans, wohingegen eine Körpferpflege-Marke umgekehrt hauptsächlich weibliche Likes erhascht.

Eine Frage, die bleibt: Ist nach Sprachen und Regionen die geschlechterspezifische Filtermöglichkeit für Postings bereits in der Entwicklung?

147 Dollar pro Facebook-Fan: Und jetzt?

Veröffentlicht am 23. April 2013 von Mark Pohlmann | Facebook, Soziale Netzwerke, Themenmanagement, Web 2.0

Für einen kleinen Aufreger in der Social Media Welt sorgte Ende vergangener Woche die Studie “Rising Value of Facebook Brand Fans Validates Social Marketing Investment“der US-Agentur Syncapse. Sie ermittelt für einen Facebook Fan den beeindruckenden Wert von durchschnittlich 147 Dollar. BMW kommt auf 1.613 Dollar, Adidas auf 75 Dollar.

Syncapse listet auf, welche KPIs sie berücksichtigen. Allem voran steht der Umsatz, den eine Marke mit einem Fan macht. Und da Facebook-Fans wohl mehrheitlich Bestandskunden sind, ist dieser Wert quer über die Markenlandschaft recht hoch. Konsequenterweise haben Hochpreis-Hersteller wie BMW einen deutlich höheren Fanwert als beispielsweise Lebensmittelmarken. Im Vergleich dazu dürften Loyalität, Empfehlungen, Reichweite und CRM kaum ins Gewicht fallen.

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Wie auch immer: Den Zahlen selbst muss man nicht unbedingt Bedeutung beimessen, es sind auch schon Schätzungen von 3,60 Dollar erhoben worden. Der Ansatz, Fans nach dem Umsatz zu bemessen, ist natürlich attraktiv. Und bringt mich zu folgenden Überlegungen

  1. Fans sind Kunden. Stupid
    Die Syncapse-Studie beweist: Menschen, die den Like-Button drücken, sind zuerst einmal zahlende und kaufkräftige Kunden. Vielfach wahrscheinlich die besten, die eine Marke hat. Ihre Kaufkraft stellt einen höheren Wert als ihre Viralität da. Marken erhalten auf Facebook vor allem die Chance,  ihre Kunden kennenzulernen und ihre Loyalität auszubauen. Das kann zu steigenden Umsätzen führen, muss aber nicht. Denn dieses Ziel ist ob der hohen Grundumsätze nicht einfach zu erreichen. 
    Auf der anderen Seite steht das Risiko, die Erwartungen der Kunden in der Direktbeziehung zu enttäuschen oder sie zu nerven, und so einen negativen Effekt auf zukünftige Kaufentscheidungen zu erzielen. 
  2. Erwartungen und Erlebnisse zählen 
    Was aber erwartet ein Bestandskunde von einer Marke auf Facebook? Hierzu gibt es tonnenweise Studien. Natürlich möchte ein Fan auf Facebook News, unterhalten werden und ein paar gute Angebote, die ihm den Klick auf den Like-Button versüßen. Aber am Ende sucht er Bestätigung: Jeder Post sollte ihm klarmachen, dass er bei der richtigen Firma gelandet ist, dass er sich für das richtige Produkt entschieden hat. Wechselt er von der passiven Beobachtung zur Interaktion, tritt er in die nächste Stufe der Markenbeziehung ein. Jetzt geht um sein persönliches Verhältnis zur Marke. Er sucht mehr als Bestätigung, er will Erlebnis, vielleicht sogar eine Veränderung der Beziehung. Je nachdem, ob er liked, kommentiert oder eigene Beiträge schreibt, kann ein Mitarbeiter, aber auch ein anderer Kunde gemeint sein. Schließlich ist niemand ist spannender als jemand, der sich mit den gleichen Gedanken und Erfahrungen rumschlägt wie man selbst. Oder den man zwingen kann, sich mit den eigenen Problemen zu beschäftigen. Wie auch immer: Aktivisten sind Multiplikatoren, ganz gleich wie hoch ihre Reichweite ist. Und sie sind Fans, ganz gleich wie kritisch sie sind. Die Auseinandersetzung mit einer Marke erfordert Energie, die nur investiert wird, wenn sie der Aufwand lohnt.
  3. Fans sind gar keine Fans
    Facebook Pages haben Interaktionsraten von weniger als 0,5 Prozent - jeder 200. ist nur aktiv. Fans verhalten sich, mit Verlaub, anders. 99,5 Prozent einer Page sind also Kunden. Ist aber auch nicht schlimm – denn es sind ja loyale Kunden, also die besten, die sich eine Marke wünschen kann.
  4. Facebook ist One-to-One 
    Die 174 Dollar Umsatz macht jeder für sich und alleine. Also sollte eine Marke auf Facebook auch genau diese Einzelbeziehung fokussieren. Und zwar als Dreiklang: Die Zufriedenheit mit einer Marke führt den Konsumenten auf die Facebook Page, die Interaktion mit ihr schafft Loyalität – diese ist Voraussetzung, um im dritten Schritt selbst als Multiplikator aktiv zu werden. Marken sollten also potentielle Influencer rechtzeitig erkennen und sie gezielt durch diesen Karrierepfad dirigieren.
  5. Ohne Netzwerk keine Reichweite
    Klar ist auch: Marken können gar nicht zu jedem Kunden die Beziehung aufbauen, die sich dieser vielleicht wünscht. Das ist wirtschaftlich schlicht nicht abbildbar. An die Stelle der Marke selbst tritt zunehmend der Markenbotschafter. Er verfügt über das notwendige Wissen, die Empathie und Geduld, um die kleinen und großen Themen der Kundenbeziehung zu managen. Diese Influencer sind das wichtigste kommende Glied zwischen Markt und Marke. Und die Marke ist gut beraten, ihre Influencer (die nicht nur Blogger sein können) zu kennen und zu involvieren. Fehlt es an diesen Personen, sollten sie aufgebaut werden. Denn noch immer gilt: Hat eine Marke heute kein Netzwerk, hat es morgen keine Reichweite.
  6. Content rules. Irgendwie. 
    Selbstverständlich ist es unglaublich wichtig, spannende Inhalte zu publizieren. Nur solange dieser Content nicht wirklich sensationell und einzigartig ist, ist guter Content eher ein Hygienefaktor als ein Differenzierungsmal. Kreative Marken gehen dazu über, für jeden Kanal eigenen Content zu erstellen. Das ist sehr bewundernswert, verbessert die Erwartungshaltung aber auch nicht. Am besten (und schwersten) ist es, die Diskussionen rund um die Marke als Agenda für eigene Themen und Inhalte zu verstehen.
  7. Ich bin ein Kunde. Behandelt mich auch so.   
    Als Kunde habe ich Erfahrung mit den Produkten einer Marke. Ich bin sicher auch neugierig, Neues zu erfahren, weiß aber eben selbst auch schon sehr viel: Warum ich mich dafür entschieden habe, ob es seinen Preis wert ist, wie es sich im Alltag bewährt oder ob ich es mir noch einmal kaufen würde. Warum bloß interessiert sich die Marke nicht hierfür? Dieses Wissen, oder wenigstens der Respekt gegenüber den Erfahrungen, spielt bei zu wenigen Marken eine Rolle und ist ein riesiges Potential für die Intensivierung der Kundenbeziehung.
  8. Es geht um die 5 Cs
    Was ist zu tun? Jede Marke sollte auf die 5 Cs achten: Content, Contact, Curation, (Customer) Care, Commerce. Nicht jede Einzeldisziplin ist für jeden Kunden gleich wichtig. Aber jedes C ist irgendwann einmal wichtig. Scheitert auch nur ein C in dieser Kette, gibt es eine Störung in der Markenbeziehung. Und dann ist nicht nur der Fanstatus in Gefahr. Sondern gleich 174 Dollar. Ob Marken sich dessen bewußt waren, als sie ihre Page eröffnet haben?
  9. Facebook Fans sind überdurchschnittlich loyale und kaufkräftige Bestandskunden, die noch zu selten als solche wahrgenommen werden. Hier besteht Handlungsbedarf.

Influencer Relations: Der Wert authentischer Markenbotschafter

Veröffentlicht am 22. April 2013 von Sonja Petersmeier | Allgemein, Medien 2.0, Online-Relations, Soziale Netzwerke, Virales Marketing

Ist jemand glaubwürdig, nur weil er bekannt ist? Hören wir Promis mehr zu? Und wenn ja, beeinflusst uns das Gesagte wirklich positiv? Und wie wichtig ist jemand, den wir nicht kennen, der aber auf Basis von Wissen und Erfahrung und in tiefer Überzeugung für eine Marke eintritt? Wer von beiden ist der wahre Influencer?

Chelsea Hickey, Marketing Manager bei Zuberance, hat dazu vor kurzem im Social Media Club einen interessanten Artikel veröffenlicht. Den Erkenntnissen können wir aus der Erfahrung unser täglichen Arbeit nur zustimmen.

  • Überzeugte Markenbotschafter sind 74 Prozent glaubwürdiger als allgemein reichweitenstarke Influencer
  • Die oft kurzlebigen Botschaften von Influencern beeinflussen eher den Verlauf von Nachrichten, die so in kurzer Zeit hohe Reichweiten erzielen können (z. B. Product Launches)
  • Nur authentische Markenbotschafter erzielen langfristigen Mehrwert für Unternehmen
  • Das Anwerben und Aktivieren nachhaltiger Markenbotschafter braucht Zeit

Hier geht es zum Artikel Influencers Versus Advocates – Who Really Matters? von Chelsey Hickey.

Online-Kauf mit Twitter-Hashtag

Veröffentlicht am 12. Februar 2013 von Stefan | Allgemein, E-Commerce, Game Changer, Medien 2.0, Soziale Netzwerke, Twitter

Twitter IconTwitter und American Express kooperieren für ein Experiment im Online-Shopping. Kunden können mit Hilfe von Hashtags über Twitter einkaufen, indem sie ein speziell generiertes Hashtag tweeten. Dafür müssen Amex-Kunden ihr Konto vorab einmal mit Twitter verknüpfen. Das Angebot schließt im Moment Produkte von Amazon, Sony, Urban Zen und Xbox 360 sein. Der Einkauf von weiteren Produkten per Twitter, den ich in Deutschland Tweinkauf nennen würde, Kollegen von mir eher Twittkauf, wird ab 13. Februar möglich sein, wenn die komplette Liste der speziellen Produkt-Hastags auf der @AmericanExpress Twitter- Seite veröffentlicht wird. Wird der Service später auch bei uns eingeführt, gibt es eine Möglichkeit mehr, in der U-Bahn einen Amazon Kindle Fire HD oder eine Xbox 360 mit wenigen Klicks zu erwerben. Die Kaufwilligen müssen dafür nach dem Twittern des Angebots-Hashtags noch einen Tweet mit dem Bestätigungs-Hashtag von @AmexSync innerhalb von 15 Minuten senden, um den Kauf zu bestätigen. Die Einkäufe werden dann kostenfrei an die Rechnungsadresse der Kartenbesitzer verschickt – vermutlich nur innerhalb der USA (eine Anfrage bei der PR-Abteilung von Amex läuft noch).

Laptop-Nutzerin / Bild: Barbara Reichart  / pixelio.de

Bild: Barbara Reichart  / pixelio.de

Eine gestern veröffentlichte Studie  besagt übrigens, dass sich etwa 60 Prozent der 200 Millionen Nutzer mobil bei Twitter einloggen. Die Studie versorgt uns neben erwarten Ergebnissen wie der Tatsache, dass Mobilnutzer jünger als der Durchschnitt bei Twitter sind noch mit Detailinformationen wie der um 169 % erhöhten Wahrscheinlichkeit gegenüber Desktop-Nutzern, dass sie Online-Käufe tätigen. Weitere Ergebnisse: Die Smartphone-Twitterati nutzen den Dienst sehr viel öfter direkt nach dem Aufstehen und bevor sie ins Bett gehen – und träumen dann sicher auch oft mit Hashtags ;-) . Mobile Neutzer seien zudem “amplifiers” – Verstärker von Botschaften, in dem sie das Engagement voranbringen und originäre Inhalte kreieren, die Rich Media, Links und oft starke Handlungsaufforderungen enthalten (“call to actions”). Wenn Tweets die Worte “Please retweet” enthalten, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für einen Re-Tweet um das 23-fache so Buddy Media. Gute Nachricht für Marken: Der durchschnittliche Twitternutzer folgt fünf oder mehr Marken, die zunehmende Zahl mobiler Nutzer dagegen elf und mehr. Der ”Advertiser Tip” der Autoren für Ladenbesitzer: Informationen twittern, die mobile Nutzer suchen: Echtzeit-Informationen, die im Alltag  unterwegs unmittelbar helfen (können) wie aktuelle Angebote umgebender Läden. Hierfür eignen sich Dienste wie Foursquare allerdings besser, da Nutzer hier über einen “check in” ihren Standort preisgeben und so das  Geo-Fencing viel einfacher möglich ist. Vielversprechende neue Dienste wie Geoloqui können hier sicher in Zukunft viel eher punkten als Twitter. Highlight and Glancee versuchen ebenfalls besser zu sein als der zunächst von Facebook übernommen und dann stillgelegte Dienst Gowalla. Das Wachstumspotential der Geo-Social-Apps ist noch groß: Erst 5% der Mobilnutzer verwendeten diese Apps Ende 2011; wöchentlich  - also halbwegs regelmäßig – gar nur 0,25%.

Wann werden Online-Inhalte öfter viral verteilt?

Veröffentlicht am 22. Januar 2013 von Stefan | Allgemein, Bloggerei, Journalisten, Medien 2.0, Online-Relations, Soziale Netzwerke, Storytelling, Trends, Virales Marketing, Web 2.0

Bild ViralDie beiden Professoren der University of Pennsylvania Jonah Berger and Katherine L. Milkman haben die Statistiken des Onlineangebotes der New York Times untersucht. Die beiden Professoren erhielten für die Studie “What Makes Online Content Viral?” Zugang auf die Auswertungen der “per Mail weiterempfehlen”-Funktion der New York Times. Die Studienautoren ermittelten auf Grundlage dieser Zahlenbasis, wie ein Artikel rein statistisch beschaffen sein muss, damit er von den Lesern häufig geteilt wird.

Das sind ihre Ergebnisse:

1. Auf die Länge kommt es an

Je länger ein Artikel ist, desto häufiger wird er erstaunlicherweise geteilt. Könnte man doch denken, dass die beklagte geringere Aufmerksamkeitsspanne dazu führt, dass diese Artikel sowieso niemand liest. Die Ergebnisse der beiden Autoren weisen aus, dass längere Artikel häufiger als kurze Artikel geteilt werden. Die Zahlen sind aber insbesondere für Journalisten beruhigend: Der größere Aufwand für längere Artikel lohnt.

2. Ärger, Ehrfurcht und Besorgnis helfen, traurige Inhalte nicht
Inhalte, die längere auf der Homepage verbleiben, werden öfter viral verteilt. Soweit nicht überraschend. Interessant wird es, betrachtet man die Gefühle, die Artikel auslösen: Wenn diese Ärger, Ehrfurcht oder Besorgnis (“anger, awe, or anxiety”) auslösen, werden die Inhalte häufiger geteilt. Traurige Leser teilen weniger. Den besten Viraleffekt erzeugt Ärger. Carson Ward schreibt in seiner Zusammenfassung der Studie im Blog eines SEO-Spezialisten in Seattle:

„Anger wins the award as the most viral emotion studied. Before belittling and insulting your readers, note that anger is typically directed at the topic – not the author or publication. Inciting anger in readers typically requires some tolerance for dealing with controversial topics.“

Auch wenn Ärger auslösende Artikel gemäß der Studie doppelt so viele Kommentare als andere Artikel erhalten, werden Marken weiterhin vorsichtig sein, in ihrer Kommunikation solche Themen anzuschneiden, vermuten die Autoren. Wir stimmen überein. Ihr wisst warum, ohne dass wir hier das Buzzword des Jahres 2012 nennen…McDonald‘s, ProSieben, H&M und Vodafone…genau!

Wenn Inhalte Ehrfurcht erzeugen oder die Leser  beeindrucken, ist das der zuverlässigste und sicherste Weg zu viralem Content.  Das überrascht nicht nur die Autoren der Studie. Allerdings spielen hier die gleichen Mechanismen eine Rolle, mit der uns spannende Filme und übermenschliche Filmhelden in ihren Bann ziehen („it’s the reason we can’t stop watching movies with big explosions and larger-than-life heroes“).

3. Zeigen Sie, dass Sie mitfühlen
Artikel und Posts, die ehrliche Emotionen enthalten, werden mehr geteilt. Diese Inhalte als professioneller Texter oder Journalist zu erzeugen, sei aber schwieriger als man meinen könnte. Gewollt emotionale Inhalte von Unternehmen gelingen selten, so die Autoren. Gleichzeitig gäbe es aber Massen an guten durchdachten Inhalten, für die sich niemand interessiert – einfach weil sie zu farblos und emotionslos sind. Eine schwierige Aufgabe also für alle Berufskommunikatoren da draußen.

4. Überraschend, interessant und mit Nutzwert
Das sicherlich am wenigsten überraschende Ergebnis, den das lernt man in jedem Social-Media-Seminar in den ersten Stunden, nützliche, überraschende und interessante Meldungen verbreiten sich stärker. Die Autoren ermittelten für diese Faktoren eine Rangfolge für die erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass Inhalte mit diesen Elementen geteilt werden: Mit +34% der praktische Nutzwert, gefolgt von „interessant“ mit + 29% und „überraschend“ mit 16%.

5. Prominente Autoren
Artikel von namhaften Autoren werden öfter weitergeleitet als Artikel unbekannter Autoren. Erstaunlich dabei: Ein bekannter Autor hilft sogar ein wenig mehr als guter Content. Dieses Ergebnis kann nicht alle überrascht haben, denn der US-Bloger Luke Clum schrieb bereits jüngst im Distilled blog:

…a common misconception has developed amongst SEO’s – mainly that good content speaks entirely for itself. While content is innately influential, it usually only carries the authority of its creator or publisher.

6. Weibliche Autoren
Texte weiblicher Autoren werden öfter geteilt. Die Gründe bleiben unklar: Werden die „besseren“ Themen gewählt? Lohnt es sich für Online-Redaktionen und Agenturen jetzt mehr Frauen einzustellen? Die Antwort muss diese Studie schuldig bleiben.

7. Humor hilft (fast) immer
Auch wenig überraschend haben humorvolle Inhalte eine höhere Chance, viral verteilt zu werden. Interessant ist aber die von den beiden Professoren angeführte Studie “From subservient chickens to brawny men”. Sie zeigte, dass 60 % der Werbung, die eine hohe Viralität hatte, von kleineren Firmen geschaltet wurde, obwohl insgesamt 62 % aller Spots von den Fortune 500-Unternehmen kamen. Die Autoren erklären es sich damit, dass kleinere Unternehmen mehr Mut haben, ungewöhnlichere und überraschendere Ideen umzusetzen. Humor hilft nicht immer, aber ist sehr oft Element viraler Inhalte.

Abschließend noch eine Checklist, um zu prüfen, ob Eure Inhalte eine gute Chance haben, sich viral zu verbreiten:

 Die „Viral-Checkliste“

  • Wird das Thema umfangreich genug beschrieben? Ist der Artikel lang genug? (24)
  • Wird ein Gefühl wie Ehrfurcht, Ärger oder Besorgnis erzeugt? (18)
  • Erzeugt die Tonalität des Textes Emotion(en)? (12)
  • Ist der Inhalt praktisch nutzbar? (16)
  • Ist er interessant? (14)
  • Ist er überraschend? (8)
  • Ist der/die Autor(in) bekannt oder genießt er/sie eine hohe Glaubwürdigkeit? (8)
  • Wenn es lustig sein soll – ist es tatsächlich lustig? Seid Ihr sicher, dass Eure Kollegen oder Freunde nicht nur nett sein wollen? (∞)

Da nicht alle Faktoren erfüllt werden können (Bitte in den Kommentaren gerne Links zu Texten, die vermeintlich doch alles erfüllen), haben die beiden Professoren noch einen Maximalwert des Faktors in Klammern angeben, um die Faktoren zu priorisieren. Ist die Gesamtpunktzahl nahe 100 ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Ihr einen viral erfolgreichen Text geschaffen habt.