Archiv für die Kategorie ‘Soziale Netzwerke’

Die Social Media-Verdrossenheit

Veröffentlicht am 28. Juli 2011 von Anna Friedrich | Facebook, Soziale Netzwerke, Trends

via Tom Fishburne

DAS sollten sich Social Media Marketiers sich auf die Stirn schreiben und anschließend auf der Facebookwall ihres Unternehmens operativ umsetzen: Im Sumpf von Facebook, Google+, Blogs und Twitter befinden sich ihre Kunden längst im Überdruss. Sie sind müde von der Masse der Inhalte, der Anzahl der Unternehmen, die im Social Web auf der Pirsch nach ihnen und ihrem Netzwerk sind.

Sie machen kurzer Hand per “Unlike” virtuell Schluss mit Marken, die zu viel, zu wenig, unangepasst postet und damit nicht performen, ähnlich wie in einer echten Beziehung.

 

Elefanten sind die echten Networker

Veröffentlicht am 27. Juli 2011 von Anna Friedrich | Facebook, Medien 2.0, Soziale Netzwerke

Die Zirkuselefantin Rosie ist im Film “Wasser für die Elefanten” best friends mit Dompteurin Reese Witherspoon und Tierpfleger Robert Pattinson.
Das ist gar nicht so weit hergeholt. Denn: Elefanten ähneln den Menschen mehr als gedacht. Oder umgekehrt? Eine Studie der Universität von Pennsylvania will belegen, dass Elefanten menschenähnliche Beziehungen pflegen, die sie ihr Leben lang nicht vergessen. Nach dem Prinzip der sozialen Netzwerke halten sie sich in kleinen Herden um die Weibchen und Jungtiere herum auf, lediglich das männliche Geschlecht wandert umher.

Laut Studienleiterin Dr. Shermin de Silva sind die Herden miteinander verbundene soziale Gruppierungen, die sich gegenseitig über lange Distanzen hinweg anhand von Rufen und Gerüchen orten. Sie erklärt weiter erklärt sie:

So the “herd” of elephants one sees at any given time is often only a fragment of a much larger social group. Our work shows that they are able to recognize their friends and renew these bonds even after being apart for a long time.

Wie auch in der Menschenwelt gibt es “Social butterflies”, die häufig ihre Bekannten wechseln, und solche, die lieber mit einem festen Kreis abhängen. Nur 16 Prozent der untersuchten Elefanten wechselten die bevorzugten “Top 5″ ihrer Freunde. Und: Statt wahlloser Kontakte bevorzugen auch Elefanten ganz bestimmte Artgenossen. Tiere mit weniger Freunden sind darüber hinaus ihren Kumpanen treuer als diejenigen mit zahlreichen Kontakten. Auch, so die Studie, vergessen sie nie die Nase – ähm den Rüssel – des Gegenübers und erkennen damit auch verloren gegangene Freunde wieder.

Die Herdenfunktion dient dem sinnvollen Zusammenhalt, beispielsweise zur Trockenzeit, wenn Wasser und Nahrung knapp werden. Zum Kampf ums pure Überleben beziehen die Rüsseltiere auch entferntere Bekannte mit ein in die Gruppe. Diese überraschenden sozialen Beziehungen zeigen einmal mehr, dass Google+, Facebook und Twitter im Grunde ein Bedürfnis unserer Evolution abbilden. Aus ihnen ergibt sich auch der Wunsch nach Zugehörigkeit, Aufmerksamkeit und Anerkennung sowie Mitteilungsbedürfnis bei Tieren wie bei Menschen.

Twikipedia: Es gibt auf jede Frage Antworten

Veröffentlicht am 05. Juli 2011 von Karen Telieps | Allgemein, Soziale Netzwerke, Web 2.0
  • Hat jemand eine Idee, wie man Kaugummi am besten aus Hundepfoten kriegt?
  • Weiße oder schwarze Nagellack-Punkte auf rotem Nagellack?
  • Was für Sounds muss ich unbedingt herunterladen, damit mein Leben musikalisch Sinn macht?

Fragen gibt es im Leben viele. Antworten meist weniger. Das muss jedoch nicht so sein. Laut einer Studie von InboxQ eignet sich Twitter bestens dazu, um Fragen, auch solche spezieller Art, beantwortet zu bekommen. Ob aus dem Bereich Musik, Auto oder Reisen: In dem sozialen Netzwerk finden sich Experten für jedes Gebiet. Und nicht nur direkte Follower antworten gerne. Oft nehmen sich auch Fremde dem Problemm an. Tipp: Leichter auffindbar werden Fragen durch Hashtags wie #followerpower oder #Frage.

Genauso können (und sollten) sich Unternehmen Twitter zu Nutzen machen und hier auf Fragen bzw. Probleme ihrer Kunden eingehen. So kann eine positive Kundenbeziehung aufgebaut, Probleme gelöst und Kritik zur Verbesserung genutzt werden. Denn viele Twitterer mögen dies und empfinden die Qualität der Tweets direkt von Unternehmen als besonders hochwertig. Fast 60 Prozent folgen im Schnitt einem Unternehmen, nachdem es ihnen bei Twitter geantwortet hat. Und das wirkt sich wiederum positiv auf die Verkaufszahlen aus.

Was fehlt nun noch? Antworten! Hundepfoten lassen sich am besten durch Eisspray oder Vaseline von Kaugummi befreien. Tendenziell sind schwarze Punkte den weißen auf rotem Nagellack vorzuziehen. Und zum Sound des Leben? Das ist eine schwierigere Frage. Beispielsweise gibt es ihn beim Radiosender Sound of Life.

Die Social Media Evolution

Veröffentlicht am 04. Juli 2011 von Anna Friedrich | Medien 2.0, Soziale Netzwerke

Kein Movement ohne den ersten Follower!

Veröffentlicht am 08. Juni 2011 von Anna Friedrich | Medien 2.0, Soziale Netzwerke, Virales Marketing, Web 2.0

Ein großartiges Video von Derek Siver. Was sich hier beim spontanen Tanz am See zeigt, ist wunderbar übertragbar auf die Viralität von Botschaften: Los geht es mit einem, der die Idee hat, dem Anführer. Er hat den Mumm, als einziger da zu stehen und geht das Wagnis ein, sich lächerlich zu machen. Warum er imitierbar ist? Was er tut, ist so einfach, dass jeder ihm folgen kann.

Wichtiger noch als der Initiator ist der erste Follower: er ist der Maven, derjenige, der den Anführer nachmacht und allen anderen öffentlich zeigt, wie sie folgen können. Der Video-Sprecher beschreibt weiter:

Beachten Sie, dass der Anführer ihn als gleichwertig betrachtet, es geht nicht mehr nur um den Anführer – es geht um sie, Plural. Beachten Sie, dass er seine Freunde aufruft mitzumachen. Man braucht Mumm um der erste Anhänger zu sein! Sie fallen auf und machen sich tapfer lächerlich.

Der erste Anhänger zu sein ist eine unterschätzte Form der Führung. Der erste Anhänger macht aus einem einzelnen Fanatiker einen Führer. Wenn der Führer der Feuerstein ist, dann ist der erste Anhänger der Funke, der das Feuer entzündet. Der 2. Anhänger ist der Wendepunkt: er ist der Beweis, dass der erste gut gearbeitet hat. Jetzt ist er kein einzelner Fanatiker, und es sind nicht zwei Fanatiker. Es gibt eine Menge und eine Menge ist etwas Neues.

Das zeigt: eine Bewegung – genauso wie eine Botschaft via Mundpropaganda – ist dann attraktiv, wenn sie und ihre Anhänger öffentlich sind. Wer die sieht bzw. hört, was die anderen tun, fühlt sich zur Imitation animiert. Dieses Prinzip setzt sich so lange fort, bis der Tipping Point, der Wendepunkt erreicht ist. Je mehr Menschen “es” tun, desto geringer ist das Risiko für den einzelnen. Was zählt, ist die Weisheit der Vielen. Einzelne machen sich nicht lächerlich, sondern sind Teil einer Massenbewegung. Im Gegenteil: wer nicht mitmacht, ist nicht dabei bei der Bewegung.

Sivers Interpretation ist, dass der Führer an sich eine geringere Bedeutung hat, als man zunächst denken würde. Viel wichtiger ist der erste, der es ihm gleich tut. Er macht als Vorbild für alle diese Bewegung erst möglich und bekommt damit die Anerkennung:

Es war der erste Anhänger, der aus einem einsamen Fanatiker einen Führer machte. (…) Uns wird erzählt, dass wir alle Führer sein müssen, aber dies wäre ziemlich ineffektiv.

Facebook-Fanseiten beweisen: Vorbild ist niemals der Initiator, sondern Vorbild ist derjenige, der zeigt, wie man folgt. Deshalb glauben wir von MAVENS auch fest an die Bedeutung der Mavens. Ihr Enthusiasmus überzeugt weitere Anhänger und schenkt damit Ihrer Community, Ihrer Marke bzw. Ihrem Unternehmen die gewünschte Aufmerksamkeit. Welch guter Ratschlag daher von Herrn Sivers:

Wenn Sie einen einsamen Fanatiker finden, der etwas Großartiges tut, haben Sie den Mumm, die erste Person zu sein, die aufsteht und mitmacht.

Facebook engagiert Agentur für Googles Negativ-PR

Veröffentlicht am 12. Mai 2011 von Anna Friedrich | Medien 2.0, PR 1.0, Soziale Netzwerke, Web 2.0

Seit Dienstag steht eine der fünf größten PR Agenturen weltweit, Burson-Marsteller, am Pranger: Wie USA Today berichtete, versuchten zwei BM-Vertreter, Negativgerüchte über Google zu streuen. Sie behaupteten, Googles “Social Circle” verstoße gegen diverse Datenschutzgesetze.

Während noch Apple und Microsoft in Verdacht gerieten, steht seit heute fest: Absender der Hetzkampagne ist Google-Feind Facebook. Ein Sprecher des Social Networks erklärt die Motivation für dieses schäbige Vorhaben damit, dass Facebook glaubt, Google’s Netzwerk-Aktivitäten seine privatsphäretechnisch bedenklich und zudem, weil man glaube, dass Google die Facebook-eigenen Daten nutze:

We are concerned that Google may be improperly using data they have scraped about Facebook users

Burson-Marsteller hatte bisher einen tadellosen Ruf – nicht ganz unwichtig als PR-Agentur, die unter anderem die Clintons vertritt. Peinlich ist der Vorfall für beide Seiten: Facbeook präsentierte sich bisher als vertrauenswürdig und leidet derzeit noch unter anderen öffentlich gewordenen Datenpannen. Empfehlenswert wäre hier nur Philosophie “DO what you sell” anstelle von “Fight the enemy”.

Eine Frage der Reputation

Veröffentlicht am 03. März 2011 von Anna Friedrich | Kundendienst, Soziale Netzwerke, Web 2.0

Leute, die Seite ist echt nicht der geeignete Platz für Beschwerden und Kundenanliegen.

Mit diesem Facebook-Post sorgte der Stromanbieter TelDaFax, der ohnehin mit dem öffentlichen Ruf zu kämpfen hat, kürzlich im Social Web für Furore. Was ein gefundenes Fressen für alle Social Media Berater ist, zeigt einfach, wie wenig viele Unternehmen von der Bedeutung des Kundendialogs im Web 2.0 verstehen. Personal Branding-Guru Dan Schwabel erklärt, was die “Reputation Economy” bedeutet:

The reputation economy is an environment where brands are built based on how they are perceived online and the promise they deliver offline. It’s a marketplace where professionals are treated like products, and are rated, commented on, and judged based on reputation. Positive brand interactions will amount to new opportunities and negative ones will diminish a brands reputation publicly. In a sense, this economy will create a marketplace that will serve as a modern permanent record for personal brands, and a centralized database for recruiters worldwide.

Marken haben jetzt die Chance, ihre Reputation im Social Web aufzubauen und entsprechend zu steuern. Sie ist der Schlüssel für eine langfristige Kundenbindung. Denn jedes Unternehmen braucht Enthusiasten, die als Sprachrohr für die Marke und damit als MAVENS agieren. Schwabel listet wichtige Punkte zum Rufaufbau, die sich auch auf Unternehmen übertragen lassen:

1. Finde deine Nische. Allround-Experten braucht kein Mensch. Aufmerksamkeit erhaschen Marken, die interessant sind, weil sie Nischenthemen bedienen, die im Gedächtnis bleiben. Oder, um es in Jeff Jarvis Worten zu sagen: Do what you do best and link the rest.

2. Erst das Produkt, dann das Marketing. Kurzfristig im Web ins Gespräch zu kommen, ist mit etwas Glück und einer guten (bzw. im Falle von TelDaFax eben schlechten) Geschichte ein Leichtes. Genauso schnell aber wird man auch wieder vergessen von den vermeintlichen Fans. Zurück kommt nur, wer begeistert vom Produkt bzw. Service ist und sich darüber austauschen will.

3. Zeig was du kannst. Reden kann man viel, wenn keiner weiß, was das Ergebnis ist. Das gilt für Unternehmen, Agenturen und Selbständige gleichermaßen. Die Transparenz über die eigene Arbeit öffnet die Möglichkeit, neue Kunden für sich zu begeistern.

4. Kommuniziere täglich. Präsenzen brauchen Inhalte und zwar täglich. Von Facebook, über Twitter hin zum Firmen-/Agenturblog sollten tägliche Updates zur Tagesordnung gehören. Nur so funktionieren Soziale Netzwerke. Eine Marke, die nicht kommuniziert, ist nicht im Gespräch, ist keine Referenz im Web und hat keinen Bezug zu Ihren Kunden. Wer nicht da ist, ist schnell weg vom Fenster – verdrängt von denjenigen Wettbewerbern, die es besser machen.

Das Social Web ist eine Bühne für Unternehmen. Die perfekte Social Media Präsenz gibt es NICHT, jede Marke muss ihren eigenen Weg finden. Außerdem menschelt es und Fehler sind normal, wenn nicht sogar gewünscht. Ein Faux Pas bedeutet deshalb längst kein “Aus”: jeder kann auf die Kritik der Fans hören und sich gerade dadurch einen Ruf aufbauen. Wichtiges Element, um die Reaktionen zu kontrollieren und auf sie einzugehen, ist das eigene ebenfalls tägliche Monitoring.

Facebook-besessen

Veröffentlicht am 28. Februar 2011 von Anna Friedrich | Soziale Netzwerke, Trends

Facebook mausert sich zum zentralen sozialen Netzwerk. Über die Hälfte der Internetnutzer in Amerika loggte sich Ende 2010 mindestens einmal im Monat bei Facebook ein, so die Schätzung von eMarketer. Analyst Paul Verna betont aber, dass damit auch die krassen Wachstumsraten enden werden:

Our figures confirm that well over half of US internet users are on Facebook, and the social network’s reach and influence will only increase in the next three years.

In diesem Jahr rechnet das Institut mit einem Anstieg um 13,4 Prozent auf 132,5 Millionen aktive Facebook-Nutzern allein in den USA. Facebook würde demnach 9 von 10 Social Networks-Nutzer erreichen und gut 57 Prozent aller Internetnutzer. Alle weiteren Prognosen, basierend auf der Auswertung zahrelicher Statistiken und Umfragewerten, zeigt diese Grafik:

Yes we Ken?

Veröffentlicht am 07. Februar 2011 von Anna Friedrich | Soziale Netzwerke, Virales Marketing, Web 2.0

2004 trennte er sich der nun bald 50-jährige Ken von seiner besseren Hälfte Barbie. Mattel nimmt sich das Comeback des Promi-Plastikprinzen sowie den Valentinstag zum Anlass, dem Puppenpaar eine zweite Chance zu geben. Die aktuelle Social Media Kampagne lässt die User antworten auf die Frage: “Sollte Barbie Ken wieder zurücknehmen?”. Je nachdem, wie abgestimmt wird, verändert sich der “Love-o-Meter”, der auch den berühmt berüchtigten Beziehungsstatus “It’s Complicated” mit einschließt.

Und noch nicht genug personifiziert. Barbie und Ken sind auf Facebook, Twitter, FourSquare und Hulu vertreten – ihr Leben wird dort entsprechend inszeniert, als seine sie Menschenwesen.

So fragt Barbie beispielsweise in die Runde: So. Confused. Just need to make my mind up already! Yes or no, do I get back together with @OfficialKen? und Ken schreibt beim Checkin ins Metropolitan Museum of Art: Barbie could spend hours looking at the timeless art, and I could spend hours looking at Barbie.

Ob die Fans nun Amor gewinnen lassen oder nicht, ist dann wohl eher Nebensache. Immerhin bringt der Spielzeugfabrikant seine Püppchen (wieder) ins Gespräch.

Virale Erfolge: Verrückt gewinnt

Veröffentlicht am 03. Februar 2011 von Anna Friedrich | Soziale Netzwerke, Virales Marketing, Web 2.0

Lady Gaga ist die Twitter-Königin. Die erst 24-jährige US-Sängerin schafft es mit fast als 8 Millionen Twitter Fans auf das beliebteste Account. Selbst Ashton Kutcher aka aplusk sieht da mit 6,2 Millionen Followern eher blass aus. Überhaupt betreibt Madame Gaga ihre Social Media Präsenzen äußerst erfolgreich: Auf Facebook und Youtube rangiert sie jeweils auf Platz vier der Beliebtheitsskala.

Nicht nur Stars und Sternchen setzen  Social Media Kanäle erfolgreich fürs Eigenmarketing ein. Dank der zunehmenden Anzahl an erfolgreichen Viralvideos wird gerade Youtube verstärkt zum Sprungbrett für jedermann. Die No Names werden entweder geliebt und gehyped oder gehasst und schnell abgeschrieben. Dies steigt und fällt mit dem eigenen Talent, der Inszenierung, der Idee, der Videoqualität, der Zielgruppe und vielen anderen Faktoren. Mashable hat die Top15 Musiker des letzten Jahres gelistet.

Einer davon ist Joe Penna: Er schaffte es als Mystery Guitar Man vom Schulabbrecher zum Youtube-Star auf Platz 7 der meistbesuchten Channels. Penna selbst sagt, er konnte so Karriere machen und einige Stufen in Windeseile überspringen, all das “…wouldn’t have happened without YouTube.

Erfolgsstories wie diese bringen Youtube auf die glorreiche Idee, die besten Entertainer zum Live-Event einzuladen: Playlist Live wird das erste Mal Ende März in Orlando stattfinden, ein Mavens-Event quasi – selbstveständlich MIT Liveübertragung.