Archiv für die Kategorie ‘The Work’

Die Kunst der Pressemittelung: Gute Inhalte statt SEO

Veröffentlicht am 23. Januar 2013 von Anna Friedrich | Medien 2.0, The Work, Virales Marketing, Web 2.0

Das Herz des leidenschaftlichen PRlers schlägt nicht für SEO, sondern für Inhalte, gute Stories und spannende Texte. Nichtsdestotrotz müssen sie das Thema im Hinterkopf behalten oder gar in die Taktiken der Kommunikationsstrategie integrieren – erst recht dann, wenn es sich um eCommerce-Geschäftsmodelle und/oder Online-Communities handelt.

Haben Pressemitteilungen nun einen positiven Effekt auf das SEO eines Unternehmens – ja oder nein? PR Newswire glaubt, die Antwort zu haben. Noch vor Jahren galt: Je mehr Links in der versendeten Pressemittelung integriert waren, desto mehr Backlinks als Resultat  - ergo desto höher die Sichtbarkeit der jeweiligen Website bei Google & Co. Doch, die Suche ist weitaus intelligenter geworden. Sie richtet sich nicht mehr nach Masse, sondern nach Klasse. SEO-spezialisierte Pressemitteilungen werden zwar indiziert, fallen aber aus dem Suchraster bei der Bewertung der Inhalte.

Auch, wenn Ihr hartnäckiger SEO-Berater Ihenn etwas anderes erzählt und die PR-Verbreitungsplattformen, die gerne Knebelverträge anbieten, das Gegenteil behaupten. Google selbst bestätigt, dass Links von Pressemitteilungen den Page Rank nicht beeinflussen. Nun gut, natürlich nicht direkt! Dennoch verarbeiten die Crawler der Suchmaschinen Inhalte von gut bewerteten Beiträgen – egal, ob es sich um Blogbeiträge, Pressemitteilungen oder sonstigen Posts handelt. Wie also Facebook-Posts und Tweets, können auch Pressemitteilungen das SEO  beeinflussen, doch verlagert sich der Anspruch auf die Qualität: Nur Inhalte, die gefallen, gefallen auch Google. Rod Nicolson von PR Newswire rät deshalb, was wir schon immer wussten:

Our advice is that we should write for our audience first, and then work to make the press release findable. By sharing information that your audience needs, or providing them with something else they want you’ll be using best practice that is as old as press releases themselves.

Es gibt also keine 08/15-Formel, nach der man das SEO pushen kann? Wunderbar! Das MAVENS PR-Team gibt nur Pressemitteilungen heraus, wenn es einen tatsächlichen Nachrichtenwert gibt, der die Chance hat, von Journalisten und Webnutzern aufgenommen und optimalerweise geteilt zu werden.

MAVENS-Kunde Auctionata gewinnt DLD-Preis “Digital Star”

Veröffentlicht am 17. Januar 2013 von Anna Friedrich | Corporate Publishing, The Work

Das Online-Kunst- und Auktionshaus Auctionata erhält auf dem DLD 2013 den Digital Star Award in der Kategorie „Perspective“. Die Verleihung findet am 20. Januar in München statt. Die FOCUS Initiative “Digital Star – Innovations made in Germany” startet erstmals in diesem Januar auf der Digital-Konferenz. Der Preis zeigt und fördert die Innovationskraft der deutschen Digitalszene und soll damit die zukünftigen “Game Changer” hierzulande stärken. In der Kategorie „Innovation des Jahres“ wurde myTaxi und in der Kategorie „Special BtoB“ wurde Blue Yonder ausgezeichnet. CEO und Gründer Alexander Zacke sagt zu Focus Online:

„Jemand, der antritt, um das Modell von Christie’s oder Sotheby´s online zu stellen, das hat sich außer uns noch niemand getraut“.

Der DLD zählt zu den wichtigsten Digital-Events Europas. Entsprechend freuen wir uns sehr für unseren Kunden Auctionata, dessen Kommunikation wir seit August 2012 verantworten. Neben Erwähnungen im Spiegel, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem Tagesspiegel, Handelsblatt und vielen weiteren meinungsführenden Medien, ist dieser Preis natürlich auch eine Ehre für uns. Auctionata weiß eben, dass es sich lohnt, Regeln zu brechen (Auszug aus der unserer heutigen Pressemitteilung):

Auctionata braucht keine alteingesessene Marke, keinen Printkatalog, keine Ausstellungsräume und keinen Auktionssaal. Auctionata kommt direkt in das Wohnzimmer seiner Kunden, auf den Tablet oder das Mobiltelefon. Auctionata ist E-Commerce in Reinkultur.

In diesem Sinne gratulieren wir dem 80-köpfigen Auctionata-Team mit Sitz in Berlin ganz herzlich und freuen uns auf die vielen spannenden Themen, die uns in diesem Jahr noch erwarten.

Neu im 6. Stock: Jetzt noch mehr Hafenblick

Veröffentlicht am 15. Januar 2013 von Stefan | Allgemein, The Work

Am Freitag sind wir umgezogen, ohne die Adresse zu ändern. Warum? Wir waren vorher Untermieter und mussten aus den alten Räumen raus – wollten aber eigentlich nicht. Deswegen haben wir die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und sind in die nächste freie Fläche gezogen. Wir bleiben also weiter im Holzhafen an der Großen Elbstraße 47, einem prämiertem Bürobau des Jahres 2002, können jetzt aber vom 6. Stock in die Elbe spucken. Damit ist der Blick auf Containerriesen, Schlepper und Fähren noch etwas … raffinierter geworden.

Der Umzug selbst hat keine zwei Stunden gedauert, dann saßen alle wieder am Rechner. Mark: “So muss das sein – an dieser Stelle ein großes Danke an die Möbelpacker und ein kleines Eigenlob in Sachen Umzugsorganisation.”

Unser großer Raum

Unser großer Raum

Die Rohdaten: knapp 300qm, sechs Büros, ein schöner verglaster Konfi und ein großer zentraler Treffpunkt in der Mitte. Zwar ohne Tresen, dafür mit Couch und Esstisch. Der Besprechungsraum glänzt mit optimal schallisolierter Front.

Unseren High-End-Panasonic Beamer schonen wir, da jetzt ein LCD-Bildschirm an der Kopfseite schwebt. Weiterhin im Dauereinsatz ist die Vibiemme, unsere Espressomaschine. Meistens verarbeiten wir hier die beim Verkostungswettbewerb der deutschen Röstergilde mit Gold ausgezeichneten Bohnen von Langen Kaffee. Nach dem nächsten Kundengewinn vielleicht auch mal von Elefanten verdaute Edelbohnen. Mir als passioniertem Kaffeeliebhaber ist beides recht.

Unser Konti

Unser Konti

Unsere Kaffeemaschine

Unsere Kaffeemaschine

Abschließend möchten wir Euch einladen, gerne auf einen Kaffee vorbeizukommen. Sucht uns dann wie gesagt im sechsten Stock und nicht im dritten wie noch unten im Eingangsbereich steht. Und freut Euch auf die kontemplative Wirkung von vorbeiziehenden Schiffen.

Hier findet Ihr weitere Fotos vom Umzug und von den neuen Räumen

 

Das ist der perfekte Post

Veröffentlicht am 28. Juni 2012 von Anna Friedrich | Kundendienst, Soziale Netzwerke, The Work, Web 2.0

Jedes Posting ist wie eine Flaschenpost – man weiß nie, ob sie wie, wann, wo und wie gut ankommt. Wie bekomme ich die höchste oder eher die beste Response von meinen “Fans”? Kann ich einen Dialog schaffen, der sich einprägt? Diesen und ähnlichen Fragen geht so manch Social Media Analytiker nach. Dan Zarrella, ein alter Hase, analysierte mehr als 1,3 Millionen Facebookposts der führenden 10.000 Fanseiten. Er widmet sich sechs Aspekten des Postings – hier die Ergebnisse in Kürze:

1. Posting-Typ. Fotos als Geheimwaffe? Fotos sind gegenüber Text, Video und Links die erfolgreichsten Beiträge: Sie erhalten die meisten Likes, fast die meisten Kommentare und werden vor allem mit Abstand am häufigsten geteilt.

Das macht durchaus Sinn, schließlich sind wir alle vor allem in Netz visuell getrieben. Ein Foto sagt mehr als tausend Worte oder weiterführende Links und Zusatzinformationen. Und es kann den Rezipienten damit viel leichter emotionalisieren und zur Interaktion antreiben.

2. Die Länge. Ist egal? Der “Gefällt mir”-Anteil schwankt hier bei einer Nachrichtenlänge zwischen 20 und 800 Zeichen zwischen 0,1 und 0,2 Prozent, Tendenz mit zunehmender Länge leicht steigend. Geteilt werden die Posts je nach Länge ebenso stakkatoartig und haben lediglich ein überraschendes Hoch bei einer Nachrichtenlänge von rund 450 Zeichen. Das kann aber genauso gut Zufall sein – schließlich nahm Zarrella die Inhalte der jeweiligen Posts darüber hinaus nicht unter die Lupe.

3. Selbstreferentielle Posts sind gewollt. Je mehr Selbstbezug die untersuchten Postings hatten, desto eher erhielten sie von den Fans ein Like. Ist gut zu wissen, lässt sich aber auch erklären: Wer eine Marke “mag”, der will auch keine neutrale Berichterstattung (dazu gibt es die Medien – theoretisch zumindest). Vielmehr besteht explizites Interesse, mehr Insiderwissen über Facebook zu erhalten. Somit ist Facebook nicht nur für Personen, sondern auch für Unternehmen eine Ego-Plattform.

4. Stimmung. Hauptsache extrem, am besten negativ! Postings, die eine freundliche Stimmung verbreiten, werden am häufigsten “geliked” und bekommen auch mehr Kommentare, als diejenigen mit neutraler Stimmung. Weniger “Likes” und dafür mehr Kommentare generieren negativ gestimmte Beiträge. Am wenigsten erregen logischerweise neutrale Posts. Wichtig ist also, dass man die Emotionen der Nutzer anspricht – was sich auch mit Punkt 1 deckt bzw. überschneidet.

5. Tageszeit? Zwischen 17 und 20h. Je später der Post, desto besser. Am meisten klicken Fans gegen 20h auf “gefällt mir”, am häufigsten geteilt wird um 17h. Vermutlich liegt das an der Feierabendzeit eines durchschnittlichen (Büro)Arbeiters. Dass die digitale Aufmerksamkeit auf Ausserberufliches gegen Abend am höchsten ist, wissen erprobte Ebay-Verkäufer übrigens schon lange.

6. Wochentag. Am besten am Wochenende… Ähnlich verhält es sich mit dem optimalen Wochentag. Unter der Woche gibt es weniger “Likes”, der Tiefpunkt wird durch den Donnerstag markiert (Mist, das ist heute!).

GenX2Z: Facebook ist cool und Word-of-Mouth in

Veröffentlicht am 15. Dezember 2009 von Anna Friedrich | The Work, Virales Marketing, Web 2.0

Social Networks, insbesondere Facebook, sind nicht nur bei älteren Nutzern beliebt, wie eine Studie von Anderson Analytics berichtet. Unter US-College Studenten ist der Coolness-Faktor von Facebook als Social Network nicht zu toppen.

Aber auch als Lieblings-Website macht es deutlich vor dem Such-Giganten das rennen: Facebook wird mit 27,4 Prozent deutlich gegenüber Google (6,3 Prozent) bevorzugt.

Managing Director Tom H.C. Anderson sagt zur Befragung der rund 1000 Studenten aus der Generation “GenX2Z”:

While the media have been predicting its decline, Facebook’s staying power among the influential age-18-25 demographic suggests that a social networking shake-out may have occurred, and as the dust settles, it looks like Facebook is the hands-down winner. (…) But if the preferences of today’s college students are any indication, Facebook is here to stay. It is unlikely any of the current players will be able to challenge Facebook.

Diese Coolness scheint zudem eine Rolle zu spielen, wenn es um den Umgang mit Datenschutz auf Facebook und Co. geht: Eine Untersuchung von Sophos Australien belegt, dass über die Hälfte aller Facebook-User blind jede Freundschaftsanfrage bestätigt.

Interessant ist außerdem, wie die Studenten sich online zu Produkten informieren: Sie nutzen dazu nicht nur Websites (80 bzw. 76 Prozent), sondern auch soziale Netzwerke (58 bzw. 44 Prozent). Besonders auffällig ist hier, dass die befragten Frauen sich insgesamt intensiver mit Produktinformationen auseinander setzen.

Dass Nutzermeinungen aus dem Netz den Kauf eines Produktes bestimmen, belegt auch die aktuelle Umfrage von Fittkau & Maaß. Die Online-Marktforscher berichten, dass von den 120.000 Befragten 48,9 Prozent sich anhand einer Rezensionen zun Kauf eines Proudktes entschieden. Mit 10 Millionen Unique Visitors im Oktober ist Facebook das meist frequentierte soziale Netzwerk in Deutschland.

Die Welt ist so klein… wie Facebook

Veröffentlicht am 23. November 2009 von Antoniya Stankova | The Work

“Antoniya, wolltest Du Dich nicht im Themenblog vorstellen?” Ja, stimmt. Auch wenn ich seit knapp vier Monaten bei MAVENS arbeite, für eine Vorstellung ist es noch nicht zu spät.

Was ich bei MAVENS mache? Community Building & Management. Oder wie eine Marke Botschafter gewinnt, wie man mit ihnen gemeinsam eine Community aufbaut und erweitert. Die richtigen Nutzer aufspüren, sie begeistern und schließlich für sie da sein. Diskussionen initiieren, Markengespräche verfolgen und helfen, wo es brennt.

Was aber ist so spannend an Communities? Wie sie Menschen zusammenbringen, am liebsten zufällig. 2006 lief auf RTL2 die sechste Staffel Big Brother. Meine Mitbewohnerin kannte einen Teilnehmer, doch sie wusste nicht, woher. Bis sie diesen Sommer eine Freundschaftsanfrage auf Facebook bekam: “Hey, waren wir nicht zusammen auf derselben Grundschule?” Tja, die Welt ist klein… wie Facebook.

Viele von uns haben etwas Ähnliches erlebt. Via Facebook habe ich von unserem Klassentreffen in meiner Heimatstadt erfahren. Ich habe Freunde wiedergesehen, die ich sonst nicht getroffen hätte. Dank Facebook vergesse ich keine Geburtstage und erfahre, wie es anderen ergeht – Kleinigkeiten, die Kontakte pflegen. So funktionieren Online Communities: Sie machen weite Entfernungen nah und vernetzen Menschen überall auf der Welt.

Darum bin ich Online Communities verfallen. Auch wenn ich am Anfang nicht verstehen konnte, warum Menschen ihre Zeit mit solchen Plattformen vergeuden.

Ähnliches beschäftigt mich auch heute. Nur der Blickwinkel ist ein anderer: Was macht eine Community so attraktiv, dass Menschen ihre Zeit dort verbringen? Wie können Unternehmen Soziale Netzwerke als Kommunikationswege nutzen, um mit ihren Kunden zu sprechen?

Die Antworten finde ich bei unseren Projekten. Zum Start der Bosch Heimwerker-Plattform 1-2-do.com haben wir zum Beispiel die Nutzer der ersten Stunde rekrutiert: Menschen, die ihr Wissen teilen, von anderen lernen wollen und mit ihrem Einsatz den Kern der Gemeinde bilden. Bei unserem Projekt für simyo gehöre ich zum Community Team: Wir bieten den Dialog mit dem Unternehmen dort an, wo sich die simyo Kunden in Social Media austauschen – bei Facebook, in Foren und Blogs.

Eins ist dabei wichtig: Im Mitmach-Web funktionieren Dialoge. Hier wird Menschen und Erfahrungen zugehört. Damit eine Community fortdauert, braucht sie Enthusiasten, die sie lebendig halten. Der Erfolg besteht nicht nur darin, sie für sich zu gewinnen, sondern sie auch zu behalten.

Es gibt keinen Social Media ROI

Veröffentlicht am 18. November 2009 von Anna Friedrich | Soziale Netzwerke, The Work, Virales Marketing

Immer mehr Unternehmen sind bereit, sich aufs Glatteis zu begeben: sie wollen unbedingt präsent sein in sozialen Netzwerken. Denkfehler No. 1 dabei ist meist: “Je mehr Geld ich investiere, desto erfolgreicher bin ich.”

Soziale Medien funktionieren aber nicht wie die freie Wirtschaft. Es geht hier um die Begeisterung der Menschen, der Enthusiasten einer Marke, der Mavens. Die Kunden mitzureißen und interessante Dialoge mit ihnen und für sie zu schaffen, ist unbezahlbar. Es ist ein Spiel, auf das sich Unternehmen einlassen müssen, findet Alex Bogusky, Vorsitzender von Crispin Porter + Bogusky:

You can’t buy attention anymore. Having a huge budget doesn’t mean anything in social media… The old media paradigm was PAY to PLAY. Now you get back what you authentically put in. You’ve got to be willing to PLAY to PLAY.

Erik Qualman, der Autor von Socialnomics, stellt den (vermeintlichen) Social Media ROI mit anschaulichen Beispielen dar:

Der Kampf um die digitale Aufmerksamkeit

Veröffentlicht am 03. November 2009 von Anna Friedrich | The Work, Trends, Web 2.0

Ist bloggen out? Steve Rubel, SVP, Edelman Digital, kommuniziert mehreren Monaten nicht mehr über seinen Blog Micropersuasion, sondern über den Steve Rubel Lifestream. Der “Attention Crash” zwingt uns dazu, Nachrichten kurz und prägnant zu formulieren, so dass sie leicht auffindbar sind und nicht untergehen. Mit Posterous war es nie einfacher, Nachrichten an einem zentralen Ort zu veröffenlichen, so Rubel in einem Interview auf der Blogging World Expo vor zwei Wochen. Für Marken heißt das:

They have to be in the places where their stakeholders spend the time and to be there in a relevant way. And second they have to think  adopting different messages to each place.  you do one kind of story one kind of messaging, say youtube which is the longer form video; but do something in an even shorter form, more customer service driven in Twitter. So have to really adopt it and you finally have to be discoverable: you have to make sur ethat everything you create and generate is discoverable for your search. And that people that build the biggest footprints online will do well for your search.

Dass er weiß, wo die Zukunft für Marken ist, hat Rubel bei seinem fesselnden Vortrag auf der next09 in Hamburg bewiesen. Menschen und Marken müssen sicher gehen, dass sie “digitally discoverable” sind, denn die Zeiten des Push-Marketings sind vorbei. Es geht um die Macht des “Pull”: Marken müssen sich engagieren, um Meinungsführer zu aktivieren, die ihre Botschaft weitertragen:

Das Web als Nacktscanner für Personaler

Veröffentlicht am 24. August 2009 von Anna Friedrich | Medien 2.0, Personen-PR, Soziale Netzwerke, The Work, Web 2.0

The ways in which the information we give off about our selves, in photos and e-mails and MySpace pages and all the rest of it, has dramatically increased our social visibility and made it easier for us to find each other but also to be scrutinized in public.

Die neue Art des “Teilens” von eigenen Inhalten im Netz birgt Risiken und Chancen zugleich. Clay Shirky’s Statement bedeutet auch, dass wir im Umgang mit eigenen Daten und Inhalten online vorsichtig sein müssen. Im Web verschmelzen berufliche und private Präsenzen – anders als in der Offline-Welt können Nutzer ihre Aktivitäten nicht mehr trennen. Wer peinliche Party-Fotos auf Facebook einstellt und Mitglied von StudiVZ-Gruppen wie „Sex am Arbeitsplatz fördert die Arbeitsmoral“ ist, braucht sich nicht wundern, wenn er keine Einladung zum Bewerbungsgespräch erhält. Denn das Gros der Arbeitgeber googelt seine Bewerber, wie Studien aus Deutschland und den USA jetzt belegen.

Laut einer Untersuchung von Harris Interactive nutzen 45 Prozent von rund 2.700 befragten personalverantwortlichen Managern soziale Netzwerke, um sich ein umfassendes Bild von möglichen zukünftigen Mitarbeitern zu machen. Auftraggegeber der Befragung ist die amerikanische Berufsplattform Careerbuilder.

Erst, wenn der erste Reputations-Check im Netz bestanden ist, kommt der Bewerber demnach überhaupt erst in die “zweite Runde”. Bei 35 Prozent der Personaler war das Suchergebnis zur Person ein Ausschlusskriterium für eine Anstellung – sei es wegen unpassender oder provokativer Fotos (53 Prozent), wegen Inhalten, die auf Alkohol- oder Drogenkonsum schließen lassen (44 Prozent) oder aber Lästereien zu Arbeitgebern, Kollegen oder Kunden (35 Prozent).

Ähnliche Ergebnisse liefert eine Dimap-Studie im Auftrag von Verbraucherministerin Ilse Eigner: demnach nutzt gut ein Viertel der deutschen Firmen beim Auswahlverfahren Informationen zum Bewerber in sozialen Netzwerken bevor er überhaupt “vorsprechen” darf. Die Befragung ergab, dass 25 Prozent der Recruiter Personen aufgrund ihrer Webinhalte vom weiteren Bewerbungsprozess ausschließen. 76 Prozent der Arbeitgeber bewerteten einen Kandidaten besonders negativ, wenn er seine aktuelle oder vergangene berufliche Lage kritisierte. 43 Prozent der befragten Unternehmen sehen zudem persönliche Inhalte wie Party-Fotos als nachteilig und unangemessen an. Falk Lüke, Referent der Verbraucherzentrale, erklärt im Deutschlandfunk:

Das ist Teil der schönen und teilweise auch nicht so schönen neuen Welt im Netz. Viele Menschen haben nicht so sehr im Hinterkopf, dass wenn sie etwas im Internet veröffentlichen, egal an welcher Stelle es tatsächlich eigentlich so wäre, als wenn sie es auf die Titelseite ihrer Zeitung drucken würden, aber die Zeitung, die morgens am Frühstückstisch liegt, da würde auch niemand gerne die Partyfotos von vorgestern drin sehen können auf der Titelseite.

Für Jobsuchende heißt das umgekehrt: sie sollten sich eine “reine Weste” im Netz zulegen. Personalverantwortliche verlangen weitaus mehr, als einen aalglatten Lebenslauf und ein professionelles Anschreiben. Peinlichkeiten und Unpässlichkeiten jeder Art sollten niemals in Verbindung mit dem Profil zur eigenen Person stehen. Laut Harris Interactive war Facebook die beliebteste Recherche-Plattform für Arbeitgeber, gefolgt von LinkedIn und MySpace. Immerhin sieben Prozent der Befragten verfolgten auch das Treiben der Kandidaten bei Twitter. Für den deutschen Raum kommt noch das StudiVZ-Netzwerk als einer der Datenquellen hinzu.

Noch besser kommt es bei den HRlern an, wenn ein Bewerber sich mit einem professionellen Erscheinungsbild im Netz präsentiert. Bei all seinen Risiken bietet Internet vor allem eine Bühne für Selbstdarsteller: indem sich Karriereinteressierte mit ihrem Know-how, ihren Erfahrungen und Alleinstellungsmerkmalen zeigen, schaffen sie Aufmerksamkeit. Eine gute Möglichkeit zum Personal Branding bietet myON-ID (MAVENS-Kunde). Jeder kann sich auf der Plattform mit seinen sozialen Netzwerkprofilen und eigenen Inhalten aus dem Web präsentieren. Das Profil ist individuell gestaltbar und hebt von der Masse ab – auch durch das aktive Suchmaschinenmarketing, das dafür sorgt, dass das eigene Profil bei Google unter den ersten Treffern gerankt wird.

ÖkoLOGISCH? Trendstudie zur Zukunft des Ethischen Konsums

Veröffentlicht am 03. Juli 2009 von Anna Friedrich | The Work, Themenmanagement, Trends

Wir kaufen den Bio-Käse bei Aldi, den Bio-Kaffe bei Tchibo und die ökologische H&M-Baumwoll-Kollektion. Längst hat der Öko-Trend sich in allen Bereichen der Konsum-Industrie durchgesetzt. Wer die wachsende Generation der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) begeistern will von seiner Marke, muss nachhaltig denken und handeln.

Nach der OTTO-Trendstudie Konsum-Ethik 2007 (pdf) startet das Trendbüro nun eine Neuauflage der Untersuchung zum Thema Nachhaltigkeit. Der Hamburger Online-Versand-Riese will darin die Zukunft des Ethischen Konsums genauer unter die Lupe nehmen. Fünf erarbeitete Herausforderungen sollen in den kommenden beiden Wochen auf der kooperierenden Utopia-Community, der Internet-Plattform für strategischen Konsum, thematisiert werden. Die ersten drei davon sind:

1. Herausforderung: Von der Elite zur Masse
Ist ethischer Konsum ein Luxusphänomen?

2. Herausforderung: Vom Wissen zum Handeln

Können wir die breite Masse dazu bewegen, ethisch(er) zu konsumieren?

3. Herausforderung: Von Produkten zu Beziehungen

Wie können wir unser reichhaltiges Wissen und Alltagserfahrungen stärker bei Unternehmen einbringen?

Ihre Meinung zum Thema ist gefragt! In der Diskussionsgruppe-Gruppe „Die Zukunft des ethischen Konsums“ auf Utopia können Sie loswerden, was aus Ihrer Sicht Sache ist!