Archiv für die Kategorie ‘Themenmanagement’

147 Dollar pro Facebook-Fan: Und jetzt?

Veröffentlicht am 23. April 2013 von Mark Pohlmann | Facebook, Soziale Netzwerke, Themenmanagement, Web 2.0

Für einen kleinen Aufreger in der Social Media Welt sorgte Ende vergangener Woche die Studie “Rising Value of Facebook Brand Fans Validates Social Marketing Investment“der US-Agentur Syncapse. Sie ermittelt für einen Facebook Fan den beeindruckenden Wert von durchschnittlich 147 Dollar. BMW kommt auf 1.613 Dollar, Adidas auf 75 Dollar.

Syncapse listet auf, welche KPIs sie berücksichtigen. Allem voran steht der Umsatz, den eine Marke mit einem Fan macht. Und da Facebook-Fans wohl mehrheitlich Bestandskunden sind, ist dieser Wert quer über die Markenlandschaft recht hoch. Konsequenterweise haben Hochpreis-Hersteller wie BMW einen deutlich höheren Fanwert als beispielsweise Lebensmittelmarken. Im Vergleich dazu dürften Loyalität, Empfehlungen, Reichweite und CRM kaum ins Gewicht fallen.

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Wie auch immer: Den Zahlen selbst muss man nicht unbedingt Bedeutung beimessen, es sind auch schon Schätzungen von 3,60 Dollar erhoben worden. Der Ansatz, Fans nach dem Umsatz zu bemessen, ist natürlich attraktiv. Und bringt mich zu folgenden Überlegungen

  1. Fans sind Kunden. Stupid
    Die Syncapse-Studie beweist: Menschen, die den Like-Button drücken, sind zuerst einmal zahlende und kaufkräftige Kunden. Vielfach wahrscheinlich die besten, die eine Marke hat. Ihre Kaufkraft stellt einen höheren Wert als ihre Viralität da. Marken erhalten auf Facebook vor allem die Chance,  ihre Kunden kennenzulernen und ihre Loyalität auszubauen. Das kann zu steigenden Umsätzen führen, muss aber nicht. Denn dieses Ziel ist ob der hohen Grundumsätze nicht einfach zu erreichen. 
    Auf der anderen Seite steht das Risiko, die Erwartungen der Kunden in der Direktbeziehung zu enttäuschen oder sie zu nerven, und so einen negativen Effekt auf zukünftige Kaufentscheidungen zu erzielen. 
  2. Erwartungen und Erlebnisse zählen 
    Was aber erwartet ein Bestandskunde von einer Marke auf Facebook? Hierzu gibt es tonnenweise Studien. Natürlich möchte ein Fan auf Facebook News, unterhalten werden und ein paar gute Angebote, die ihm den Klick auf den Like-Button versüßen. Aber am Ende sucht er Bestätigung: Jeder Post sollte ihm klarmachen, dass er bei der richtigen Firma gelandet ist, dass er sich für das richtige Produkt entschieden hat. Wechselt er von der passiven Beobachtung zur Interaktion, tritt er in die nächste Stufe der Markenbeziehung ein. Jetzt geht um sein persönliches Verhältnis zur Marke. Er sucht mehr als Bestätigung, er will Erlebnis, vielleicht sogar eine Veränderung der Beziehung. Je nachdem, ob er liked, kommentiert oder eigene Beiträge schreibt, kann ein Mitarbeiter, aber auch ein anderer Kunde gemeint sein. Schließlich ist niemand ist spannender als jemand, der sich mit den gleichen Gedanken und Erfahrungen rumschlägt wie man selbst. Oder den man zwingen kann, sich mit den eigenen Problemen zu beschäftigen. Wie auch immer: Aktivisten sind Multiplikatoren, ganz gleich wie hoch ihre Reichweite ist. Und sie sind Fans, ganz gleich wie kritisch sie sind. Die Auseinandersetzung mit einer Marke erfordert Energie, die nur investiert wird, wenn sie der Aufwand lohnt.
  3. Fans sind gar keine Fans
    Facebook Pages haben Interaktionsraten von weniger als 0,5 Prozent - jeder 200. ist nur aktiv. Fans verhalten sich, mit Verlaub, anders. 99,5 Prozent einer Page sind also Kunden. Ist aber auch nicht schlimm – denn es sind ja loyale Kunden, also die besten, die sich eine Marke wünschen kann.
  4. Facebook ist One-to-One 
    Die 174 Dollar Umsatz macht jeder für sich und alleine. Also sollte eine Marke auf Facebook auch genau diese Einzelbeziehung fokussieren. Und zwar als Dreiklang: Die Zufriedenheit mit einer Marke führt den Konsumenten auf die Facebook Page, die Interaktion mit ihr schafft Loyalität – diese ist Voraussetzung, um im dritten Schritt selbst als Multiplikator aktiv zu werden. Marken sollten also potentielle Influencer rechtzeitig erkennen und sie gezielt durch diesen Karrierepfad dirigieren.
  5. Ohne Netzwerk keine Reichweite
    Klar ist auch: Marken können gar nicht zu jedem Kunden die Beziehung aufbauen, die sich dieser vielleicht wünscht. Das ist wirtschaftlich schlicht nicht abbildbar. An die Stelle der Marke selbst tritt zunehmend der Markenbotschafter. Er verfügt über das notwendige Wissen, die Empathie und Geduld, um die kleinen und großen Themen der Kundenbeziehung zu managen. Diese Influencer sind das wichtigste kommende Glied zwischen Markt und Marke. Und die Marke ist gut beraten, ihre Influencer (die nicht nur Blogger sein können) zu kennen und zu involvieren. Fehlt es an diesen Personen, sollten sie aufgebaut werden. Denn noch immer gilt: Hat eine Marke heute kein Netzwerk, hat es morgen keine Reichweite.
  6. Content rules. Irgendwie. 
    Selbstverständlich ist es unglaublich wichtig, spannende Inhalte zu publizieren. Nur solange dieser Content nicht wirklich sensationell und einzigartig ist, ist guter Content eher ein Hygienefaktor als ein Differenzierungsmal. Kreative Marken gehen dazu über, für jeden Kanal eigenen Content zu erstellen. Das ist sehr bewundernswert, verbessert die Erwartungshaltung aber auch nicht. Am besten (und schwersten) ist es, die Diskussionen rund um die Marke als Agenda für eigene Themen und Inhalte zu verstehen.
  7. Ich bin ein Kunde. Behandelt mich auch so.   
    Als Kunde habe ich Erfahrung mit den Produkten einer Marke. Ich bin sicher auch neugierig, Neues zu erfahren, weiß aber eben selbst auch schon sehr viel: Warum ich mich dafür entschieden habe, ob es seinen Preis wert ist, wie es sich im Alltag bewährt oder ob ich es mir noch einmal kaufen würde. Warum bloß interessiert sich die Marke nicht hierfür? Dieses Wissen, oder wenigstens der Respekt gegenüber den Erfahrungen, spielt bei zu wenigen Marken eine Rolle und ist ein riesiges Potential für die Intensivierung der Kundenbeziehung.
  8. Es geht um die 5 Cs
    Was ist zu tun? Jede Marke sollte auf die 5 Cs achten: Content, Contact, Curation, (Customer) Care, Commerce. Nicht jede Einzeldisziplin ist für jeden Kunden gleich wichtig. Aber jedes C ist irgendwann einmal wichtig. Scheitert auch nur ein C in dieser Kette, gibt es eine Störung in der Markenbeziehung. Und dann ist nicht nur der Fanstatus in Gefahr. Sondern gleich 174 Dollar. Ob Marken sich dessen bewußt waren, als sie ihre Page eröffnet haben?
  9. Facebook Fans sind überdurchschnittlich loyale und kaufkräftige Bestandskunden, die noch zu selten als solche wahrgenommen werden. Hier besteht Handlungsbedarf.

Stay hungry (stay foolish)

Veröffentlicht am 12. Oktober 2011 von Anna Friedrich | Themenmanagement, Web 2.0

Es ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem. Steve Jobs war ein Genie und wir alle trauern um ihn. Er hat schnell erkannt, dass es bei Produkten darauf ankommt, eine kritische Masse zu begeistern, um einen Hype auszulösen – ein MAVENS-Prinzip. Sein Tod macht ironischerweise das iPhone 4S zum Verkaufsschlager und Apple damit ein Stück weit reicher.

Seine 13 besten Weisheiten, dir wir uns merken sollten, hat unter anderem Businessinsider treffend zusammengefasst. Darunter auch das berühmt berichtigte “Stay hungry, stay foolish”, welches auch zweideutig verstanden werden kann.

All den Lobeshymnen auf Steve zum Trotz: Wer seine Botschaften richtig verstanden hätte, wüsste, dass die Trauer um seine Person nicht sein letzter Wille gewesen wäre. Ein Leben lang engagierte er sich selbst für wohltätige Zwecke und gründete eine eigene Charityorganisation. Auch er hätte also diese Wahrheit unterschrieben:

Nikon-Shitstorm auf Facebook: First know your product, then post!

Veröffentlicht am 29. September 2011 von Anna Friedrich | Medien 2.0, Soziale Netzwerke, Themenmanagement

Jede Marke fürchtet genau das, was Nikon heute auf seiner Facebook-Fanseite erlebt. Ein offenbar wenig bis gar nicht fotografie-affiner Mitarbeiter einer vermutlich externen Agentur wollte die Fans nach den persönlichen Nikon-Lieblingsobjektiven fragen. Nur führt er diese Frage mit einem sehr unglücklich gewählten Statement ein:

Wer die Aufregung anhand der mehr als 3.000 Reaktionen noch nicht versteht: Allein die Aussage, dass ein guter Fotograf an der Qualität seines (teuren) Equipment zu messen ist, ist eine schiere Beleidigung für Hobby- wie auch professionelle Fotografen – und das aus dem Munde eines der größten Kamerahersteller.

In Wirklichkeit geht es nicht um die Technik, die dahinter steht. Das ist selbsterklärend und sollte selbst einem Praktikanten klar sein. Ein gutes Foto entsteht dann, wenn der Kameramann Objekt und Umgebung gekonnt in Szene stellt und ein Auge für den richtigen Moment hat. Das weiß auch Fotograf Chuck Miller, der in seinem Blog seine Enttäuschung über Nikon äußert.

Krisen-PR bekommt in Zeiten von Social Media Shitstorms eine völlig neue Dimension. Nikon reagierte mit einer Entschuldigung, beteuernd, es ginge doch nur darum, herauszufinden, mit welcher Ausstattung die eigenen Fans tolle Pics schießen. Wie Community Manager eine derartige Eskalation der Fanbase verhindern können?

1. Kennt Euer Produkt und dessen Enthusiasten.
2. Seid engagiert! Reagiert nicht nur, sondern stellt Fragen, um Eure Fans kennen zu lernen und mit Ihnen zu interagieren.
3. Seid leidenschaftlich. Nichts verprellt mehr, als ein Community-Team, dass weder Lust noch Freude am Dialog hat.
4. Bleibt auf dem Laufenden. Was ist der neueste Hype in der Branche? Wo ist der “heiße Scheiß”?
5. Postet regelmäßig, wenngleich auch nicht zu oft. Eine Facebook-Seite, die einen Monat lang inaktiv ist, interessiert keinen Menschen und positioniert die Marke negativ.
6. Der Name lautet SOCIAL Media. Auf Plattformen menschelt es also. Zwar ist es ein absoluter Fail, die Fans wie im Falle von Nikon zu beleidigen. Doch suchen Eure Fans das Persönliche, keine Maschine.
7. Postet relevante Beiträge – kein Spam. Die Themen müssen für Zielgruppe und Unternehmen gleichermaßen attraktiv sein.

Wer dies nicht tut, verliert nicht nur treue Fans, sondern als Agentur auch gute Kunden. Zu allen Punkten gehört die allgemein gültige Regel: Do what you sell!

Das MAVENS-Team freut sich darüber, unter anderem bei Lumix einen besseren Job zu machen.

Markengeflüster

Veröffentlicht am 20. September 2010 von Anna Friedrich | Allgemein, Bloggerei, Medien 2.0, Themenmanagement, Werbung

What’s true at cocktail parties is also true in marketing i.e. If you want to be boring, talk about yourself. If you want to be interesting, talk about something else.

Hugh McLeod’s “Cocktail Party Rule” trifft es auf den Punkt. Eine Marke ist nur dann interessant, wenn sie Gesprächsanlässe schafft, nicht jedoch sich selbst zum Inhalt der Diskussionen macht. So definiert sich das Paradeexempel Zappos über Glück (Happiness) und nicht über Schuhe, dem eigentlichen Verkaufsstoff. limango (MAVENS-Kunde) macht das Einkaufen auf der Plattform zum Shopping-Erlebnis für Frauen, z.B. über die DaWanda-Anbindung, über die Shopperinnen passend zum Marken-Schnäppchen handgefertigte Accessoires angeboten bekommen.

Doch viele Unternehmen verstehen noch immer nicht viel davon, ihre Botschaft anders als in Werbebudgets zu verpacken. In Zeiten des Web 2.0 vertreiben Sie ihre Konsumenten mit billigen Werbebotschaften mehr, als dass sie sie überzeugen. Das sieht Amir Kassai ähnlich:

Man kann die Kunden heute nicht mehr verarschen. Ein schlechtes Produkt hat es heute viel schwerer, einen Markt zu finden. Und das ist auch gut so.

Das ist nicht neu. Medien, Blogger und Agenturen gleichermaßen predigen schon seit Jahren, die neue Macht des Konsumenten ernst zu nehmen. Der Schlüssel liegt nicht darin, die Verbraucher von der Einmaligkeit des Produkts oder der Dienstleistung zu überzeugen. Im Gegenteil: Sie wollen Spannendes, Aufregendes, Leidenschaftliches hören. Geschichten, die sie weitererzählen können und KEINE 08/15 Werbesprüche mit Pseudo-Botschaften von Daniela Katzenberger oder Boris Becker. Journalisten wie auch Konsumenten erzählen die Geschichte weiter, wenn sie gut ist. So auch MIT-Professor Henry Jenkins: If it doesn’t spread, it’s dead.


Tom Fishburne, Zeichner dieser fantastischen Karikatur, verweist auf die Unterteilung der Medien in bezahlte, verdiente, eigene und selbst geschaffene Berichterstattung (Einheiten, über die sich interaktive Marketingagenturen wie TBWA definieren). Klar: jedes Unternehmen will Geld sparen und fordert “kostenloses” Marketing in Form von PR – gleichzeitig ist diese Verwechslung das größte und schlimmste Missverständnis aller Zeiten. Ein Bericht in den Medien kann niemals ähnliche Wirkung und Bedeutung haben wie bezahlte Berichterstattung bzw. Werbeanzeigen. Marken, die ohne Budget in die Medien gelangen wollen, sollten statt dessen darüber nachdenken, welche Themen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit – optimalerweise im positiven Sinne – erregen könnten.

Selbstkreierte Medien sind ähnlich und verglichen zu bezahlten sehr viel bedeutsamer für das Marken-Image: Über eigene Kanäle sollte das Unternehmen Themen für die Konsumenten aufgreifen, die nicht direkt mit dem Brand in Verbindung stehen. Der Dialog mit den Kunden zu Themen, die auf die Marke zurückfallen, seht im Vordergrund. Wer mehr investiert, darf gleichzeitig nicht glauben, dass auch ein besseres Ergebnis dabei rumkommt. Generell geht es um eine kreative Idee, die muss nicht unbedingt viel kosten. Wunder können Medien dabei nicht bewirken – die Geschichte muss berichtenswert sein. Media is just an accelerant, betont Fishburne. Wie sich die Medientypen genau unterscheiden, darüber gibt Forrester einen guten Überblick:

Das Social Media-Herz schlägt für die WM

Veröffentlicht am 27. Juni 2010 von Anna Friedrich | Allgemein, Soziale Netzwerke, Themenmanagement

Es ist die erste Weltmeisterschaft seit Beginn der Social Media Ära. Die Begeisterung auf Facebook und Twitter ist weltweit unaufhaltsam. Letzeres war zu Beginn des Fussball-Spektales völlig überlastet und verärgerte durch seine Zusammenbrüche die Zwitscherer. Jetzt schrieb es vor zwei Tagen einen Rekord von 2.283 Tweets pro Sekunde (TPS) – im Durschnitt rechnete der Microblogging-Dienst gerade mal mit 750 TPS. In den Twitter-Trend-Topics von Adage führt der Worldcup deutlich vor den anderen Themen.

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Wer die richtigen Hashtags abonniert hat, informiert sich in Echtzeit bestens über Twitter. Lobenswert ist hier die Twitter-Worldcup-Seite, über die man die Live Tweets zu einzelnen Spielen oder Ländern abrufen kann. Ein weiteres nettes Feature, das sich Twitter ausgedacht hat, ist die Länderflagge, die automatisch zum entsprechenden Hasthag, z.B. #ger oder #eng angezeigt wird:

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n472485535243_6543Die Facebook-Gruppe “Mein Herz schlägt schwarz, rot, gold” ist nur eine von vielen Fanpages, aber mit fast 381.000 deutschen Fans. Da sieht die offizielle internationale FB-Seite des World Cups eher traurig aus: Weniger als 35.000 Menschen “liken” sie. Die Fifa-Seite liegt brach und damit eher überflüssig. Im Wirrwarr von mehr als 1.000 Seiten gibt es keine zentrale Anlaufstelle für WM-Fans, wie auch der Facebookmarketing-Blog feststellt.

Dann wäre da noch die Sache mit den lauten nervigen Tröten, den Vuvuzelas. Über die empört sich auch die Social Media Gemeinde. Manch Facebook-Protest-Gruppe hat 320.000 Anhänger. Inhaltlich scheint aber eher das Spiel, als das Lieblings-Utensil der Fans diskutiert zu werden.

ÖkoLOGISCH? Trendstudie zur Zukunft des Ethischen Konsums

Veröffentlicht am 03. Juli 2009 von Anna Friedrich | The Work, Themenmanagement, Trends

Wir kaufen den Bio-Käse bei Aldi, den Bio-Kaffe bei Tchibo und die ökologische H&M-Baumwoll-Kollektion. Längst hat der Öko-Trend sich in allen Bereichen der Konsum-Industrie durchgesetzt. Wer die wachsende Generation der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) begeistern will von seiner Marke, muss nachhaltig denken und handeln.

Nach der OTTO-Trendstudie Konsum-Ethik 2007 (pdf) startet das Trendbüro nun eine Neuauflage der Untersuchung zum Thema Nachhaltigkeit. Der Hamburger Online-Versand-Riese will darin die Zukunft des Ethischen Konsums genauer unter die Lupe nehmen. Fünf erarbeitete Herausforderungen sollen in den kommenden beiden Wochen auf der kooperierenden Utopia-Community, der Internet-Plattform für strategischen Konsum, thematisiert werden. Die ersten drei davon sind:

1. Herausforderung: Von der Elite zur Masse
Ist ethischer Konsum ein Luxusphänomen?

2. Herausforderung: Vom Wissen zum Handeln

Können wir die breite Masse dazu bewegen, ethisch(er) zu konsumieren?

3. Herausforderung: Von Produkten zu Beziehungen

Wie können wir unser reichhaltiges Wissen und Alltagserfahrungen stärker bei Unternehmen einbringen?

Ihre Meinung zum Thema ist gefragt! In der Diskussionsgruppe-Gruppe „Die Zukunft des ethischen Konsums“ auf Utopia können Sie loswerden, was aus Ihrer Sicht Sache ist!

Nur noch fünf Tage bis zur next09!

Veröffentlicht am 30. April 2009 von Anna Friedrich | The Work, Themenmanagement

Wir sind in den letzten Zügen der “heißen” Vorbereitungsphase. Am Dienstag startet die next09, erstmals als zweitägige Konferenz, am Kampnagel in Hamburg. Soviel steht fest: es werden zwei geniale Tage. Highlights gibt es unter den 130 namhaften Sprechern und Moderatoren jede Menge, darunter auch Keynotes von Jeff Jarvis, Umair Haque, Andrew Keen und Brian Solis und – last but not least – Itay Talgam und Repräsentanten von Nokia, Google und Amazon. Kurz und gut: Die bisher schon gut 1.200 Teilnehmer erwartet ein aufregendes Programm.

Das Thema der next09 ist Share Economy. Gerade jetzt in Zeiten der Krise ist Teilen ökonomische Intelligenz: Je besser wir andere an unserem Erfolg beteiligen, umso stärker profitieren wir selbst. Was motiviert uns zum Teilen? Wie wird daraus ein unternehmerischer Wert? Auf der next werden Sie sie kennenlernen: Strategien, Unternehmen und Produkte, mit denen Teilen zum Gewinn wird.

Alle Themenblog-Leser erhalten von Mavens einen Rabatt von 20 Prozent an. Dazu bitte einfach den Promotioncode 138mavens09 bei der Registrierung eingeben.

Zuviel Social Networking schadet der Gesundheit

Veröffentlicht am 25. Februar 2009 von Anna Friedrich | Soziale Netzwerke, Themenmanagement, Web 2.0

Die Welt der “Hyperconnected” lebt gefährlich. Bei zu extremer Nutzung machen die sozialen Plattformen krank, so die britische Studie Well connected? The biological implications of ‘social networking (PDF). Twitter, MySpace, Facebook und Co. ersetzen bei vielen Nutzern reale soziale Kontakte und die Isolation wirkt sich negativ auf ihre Gesundheit aus.

Dr. Aric Sigman, Autor der in dem britischen Magazin “Biologist” veröffentlichten Untersuchung, sieht es als äußerst kritisch an, dass soziale Netzwerke mehr und mehr wirkliche Interaktionen ersetzen. Der Trend

…ermutigt uns, soziale Netzwerke aus unserem nicht-virtuellen Umfeld zu ignorieren. … Die Zeit, die wir damit verbringen, uns elektronisch zu sozialisieren grenzt uns von unseren physischen Netzwerken ab.

In seiner Studie erklärt er, warum sich die soziale Konnektivität sowohl objektiv als auch subjektiv in direkter Verbindung mit physiologischen Faktoren steht. So macht die Einsamkeit der Netzwerker nach seinen Ausführungen empfänglicher für Demenz, Herzkrankheiten oder Diabetes.

Das heißt also, Leute auf sozialen Netzwerken sind nicht nur Freaks, sondern kranke Freaks? Und ab wann genau ist es “zu viel”? Der Vorschlag von The Register ist gar nicht verkehrt:

In other words, skip that next Tweet, postpone polishing your LinkedIn profile, put off updating your Facebook status, and go hug someone. You’ll live longer.

Probleme sind die Lösung

Veröffentlicht am 10. Dezember 2008 von Mark Pohlmann | Themenmanagement

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1. AktienCamp in München: Die Retroperspektive

Veröffentlicht am 20. Oktober 2008 von Anna Friedrich | The Work, Themenmanagement

Vier Monate Vorbereitung für acht Stunden Programm und Diskussion: wir sind erschöpft, aber vor allem froh und glücklich, ein so fantastisches Event, das AktienCamp, ins Leben gerufen zu haben. Rund 100 angemeldete Teilnehmer kamen zum Camp und wir hatten elf Top-Referenten, die den Tag mitgestaltet haben. Die Auswahl der Location, das Nero in der Rumfordstraße, hätte besser nicht sein können und auch die Veranstaltungstechnik war perfekt organisiert.

Uns ist es gelungen, eine Atmosphäre zu schaffen, die unsere Botschaft transportiert: das AktienCamp als erste offene Netzwerkveranstaltung für Profis und Privatanleger. Es steht für eine vorher nie da gewesene Art des unkonventionellen Austauschs in der Finanzszene. Als Gründungsveranstaltung für Stockflock konnten wir auf dem AktienCamp in Realität den Spirit schaffen, den wir auf die AktienCommunity übertragen wollen.

Unser Programm – eine Mischung aus wirtschaftlichen und politischen Sprechern zusammen mit hochwertigen Beiträgen von Privatanlegern – war abwechslungsreich, unterhaltsam, spannend und interessant zugleich. Highlights waren unter anderem die Referenten Georg Fahrenschon, der Staatsekretär des Finanzministeriums Bayern, der Börsenbauer Johann Schmalhofer und natürlich Erich Sixt, Gründer und Vorsitzender der Sixt AG, der die Aktiencommunity Stockflock initiiert hat.

Nach allen Vorträgen hatten die AktienCamper ausreichend Möglichkeiten, mit den Sprechern zu diskutieren. Dass die Teilnehmer so engagiert waren und Fragen stellten hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, Privatanlegern die Möglichkeit zu geben, sich mit den Profis auszutauschen. Wir haben wichtige Punkte der Finanzkrise besprochen und neue Erkenntnisse darüber erlangt, wie es jetzt weiter geht und was Anleger jetzt tun sollten.

Positive Resonanz
Das Feedback der Teilnehmer war unisono positiv und motiviert uns, bald eine Neuauflage des AktienCamps zu starten. Blogeintrage kommen unter anderem von Christian Hubel, Jaro Gruber, Raphael Haase, Thomas Schulze oder Stephan Ruef-Enders im AktienCamp-Forum. Wir freuen auch über die Medienberichterstattung, darunter Die Zeit, die Börsenzeitung und das Handelsblatt.