Archiv für die Kategorie ‘Web 2.0’
Kein Movement ohne den ersten Follower!
Veröffentlicht am 08. Juni 2011 von Anna Friedrich | Medien 2.0, Soziale Netzwerke, Virales Marketing, Web 2.0Ein großartiges Video von Derek Siver. Was sich hier beim spontanen Tanz am See zeigt, ist wunderbar übertragbar auf die Viralität von Botschaften: Los geht es mit einem, der die Idee hat, dem Anführer. Er hat den Mumm, als einziger da zu stehen und geht das Wagnis ein, sich lächerlich zu machen. Warum er imitierbar ist? Was er tut, ist so einfach, dass jeder ihm folgen kann.
Wichtiger noch als der Initiator ist der erste Follower: er ist der Maven, derjenige, der den Anführer nachmacht und allen anderen öffentlich zeigt, wie sie folgen können. Der Video-Sprecher beschreibt weiter:
Beachten Sie, dass der Anführer ihn als gleichwertig betrachtet, es geht nicht mehr nur um den Anführer – es geht um sie, Plural. Beachten Sie, dass er seine Freunde aufruft mitzumachen. Man braucht Mumm um der erste Anhänger zu sein! Sie fallen auf und machen sich tapfer lächerlich.
Der erste Anhänger zu sein ist eine unterschätzte Form der Führung. Der erste Anhänger macht aus einem einzelnen Fanatiker einen Führer. Wenn der Führer der Feuerstein ist, dann ist der erste Anhänger der Funke, der das Feuer entzündet. Der 2. Anhänger ist der Wendepunkt: er ist der Beweis, dass der erste gut gearbeitet hat. Jetzt ist er kein einzelner Fanatiker, und es sind nicht zwei Fanatiker. Es gibt eine Menge und eine Menge ist etwas Neues.
Das zeigt: eine Bewegung – genauso wie eine Botschaft via Mundpropaganda – ist dann attraktiv, wenn sie und ihre Anhänger öffentlich sind. Wer die sieht bzw. hört, was die anderen tun, fühlt sich zur Imitation animiert. Dieses Prinzip setzt sich so lange fort, bis der Tipping Point, der Wendepunkt erreicht ist. Je mehr Menschen “es” tun, desto geringer ist das Risiko für den einzelnen. Was zählt, ist die Weisheit der Vielen. Einzelne machen sich nicht lächerlich, sondern sind Teil einer Massenbewegung. Im Gegenteil: wer nicht mitmacht, ist nicht dabei bei der Bewegung.
Sivers Interpretation ist, dass der Führer an sich eine geringere Bedeutung hat, als man zunächst denken würde. Viel wichtiger ist der erste, der es ihm gleich tut. Er macht als Vorbild für alle diese Bewegung erst möglich und bekommt damit die Anerkennung:
Es war der erste Anhänger, der aus einem einsamen Fanatiker einen Führer machte. (…) Uns wird erzählt, dass wir alle Führer sein müssen, aber dies wäre ziemlich ineffektiv.
Facebook-Fanseiten beweisen: Vorbild ist niemals der Initiator, sondern Vorbild ist derjenige, der zeigt, wie man folgt. Deshalb glauben wir von MAVENS auch fest an die Bedeutung der Mavens. Ihr Enthusiasmus überzeugt weitere Anhänger und schenkt damit Ihrer Community, Ihrer Marke bzw. Ihrem Unternehmen die gewünschte Aufmerksamkeit. Welch guter Ratschlag daher von Herrn Sivers:
Wenn Sie einen einsamen Fanatiker finden, der etwas Großartiges tut, haben Sie den Mumm, die erste Person zu sein, die aufsteht und mitmacht.
Facebook engagiert Agentur für Googles Negativ-PR
Veröffentlicht am 12. Mai 2011 von Anna Friedrich | Medien 2.0, PR 1.0, Soziale Netzwerke, Web 2.0Seit Dienstag steht eine der fünf größten PR Agenturen weltweit, Burson-Marsteller, am Pranger: Wie USA Today berichtete, versuchten zwei BM-Vertreter, Negativgerüchte über Google zu streuen. Sie behaupteten, Googles “Social Circle” verstoße gegen diverse Datenschutzgesetze.
Während noch Apple und Microsoft in Verdacht gerieten, steht seit heute fest: Absender der Hetzkampagne ist Google-Feind Facebook. Ein Sprecher des Social Networks erklärt die Motivation für dieses schäbige Vorhaben damit, dass Facebook glaubt, Google’s Netzwerk-Aktivitäten seine privatsphäretechnisch bedenklich und zudem, weil man glaube, dass Google die Facebook-eigenen Daten nutze:
We are concerned that Google may be improperly using data they have scraped about Facebook users
Burson-Marsteller hatte bisher einen tadellosen Ruf – nicht ganz unwichtig als PR-Agentur, die unter anderem die Clintons vertritt. Peinlich ist der Vorfall für beide Seiten: Facbeook präsentierte sich bisher als vertrauenswürdig und leidet derzeit noch unter anderen öffentlich gewordenen Datenpannen. Empfehlenswert wäre hier nur Philosophie “DO what you sell” anstelle von “Fight the enemy”.
Spontanes “Share” Musical auf Konferenz
Veröffentlicht am 11. Mai 2011 von Anna Friedrich | Virales Marketing, Web 2.0Eine nette Idee der Macher der Good Experience Life Konferenz (GEL) in New York City. Zur Überraschung der Zuhörer befanden sich im Saal professionelle Musical-Darsteller, die zum Thema “Share” performten.
Eine Frage der Reputation
Veröffentlicht am 03. März 2011 von Anna Friedrich | Kundendienst, Soziale Netzwerke, Web 2.0Leute, die Seite ist echt nicht der geeignete Platz für Beschwerden und Kundenanliegen.
Mit diesem Facebook-Post sorgte der Stromanbieter TelDaFax, der ohnehin mit dem öffentlichen Ruf zu kämpfen hat, kürzlich im Social Web für Furore. Was ein gefundenes Fressen für alle Social Media Berater ist, zeigt einfach, wie wenig viele Unternehmen von der Bedeutung des Kundendialogs im Web 2.0 verstehen. Personal Branding-Guru Dan Schwabel erklärt, was die “Reputation Economy” bedeutet:
Marken haben jetzt die Chance, ihre Reputation im Social Web aufzubauen und entsprechend zu steuern. Sie ist der Schlüssel für eine langfristige Kundenbindung. Denn jedes Unternehmen braucht Enthusiasten, die als Sprachrohr für die Marke und damit als MAVENS agieren. Schwabel listet wichtige Punkte zum Rufaufbau, die sich auch auf Unternehmen übertragen lassen:
1. Finde deine Nische. Allround-Experten braucht kein Mensch. Aufmerksamkeit erhaschen Marken, die interessant sind, weil sie Nischenthemen bedienen, die im Gedächtnis bleiben. Oder, um es in Jeff Jarvis Worten zu sagen: Do what you do best and link the rest.
2. Erst das Produkt, dann das Marketing. Kurzfristig im Web ins Gespräch zu kommen, ist mit etwas Glück und einer guten (bzw. im Falle von TelDaFax eben schlechten) Geschichte ein Leichtes. Genauso schnell aber wird man auch wieder vergessen von den vermeintlichen Fans. Zurück kommt nur, wer begeistert vom Produkt bzw. Service ist und sich darüber austauschen will.
3. Zeig was du kannst. Reden kann man viel, wenn keiner weiß, was das Ergebnis ist. Das gilt für Unternehmen, Agenturen und Selbständige gleichermaßen. Die Transparenz über die eigene Arbeit öffnet die Möglichkeit, neue Kunden für sich zu begeistern.
4. Kommuniziere täglich. Präsenzen brauchen Inhalte und zwar täglich. Von Facebook, über Twitter hin zum Firmen-/Agenturblog sollten tägliche Updates zur Tagesordnung gehören. Nur so funktionieren Soziale Netzwerke. Eine Marke, die nicht kommuniziert, ist nicht im Gespräch, ist keine Referenz im Web und hat keinen Bezug zu Ihren Kunden. Wer nicht da ist, ist schnell weg vom Fenster – verdrängt von denjenigen Wettbewerbern, die es besser machen.
Das Social Web ist eine Bühne für Unternehmen. Die perfekte Social Media Präsenz gibt es NICHT, jede Marke muss ihren eigenen Weg finden. Außerdem menschelt es und Fehler sind normal, wenn nicht sogar gewünscht. Ein Faux Pas bedeutet deshalb längst kein “Aus”: jeder kann auf die Kritik der Fans hören und sich gerade dadurch einen Ruf aufbauen. Wichtiges Element, um die Reaktionen zu kontrollieren und auf sie einzugehen, ist das eigene ebenfalls tägliche Monitoring.
Superbowl: 4.064 Tweets pro Sekunde
Veröffentlicht am 10. Februar 2011 von Anna Friedrich | Virales Marketing, Web 2.0, WerbungDiesen neuen Rekord verkündet Twitter heute anlässlich des diesjährigen Super Bowls. Das alljährlich gehypte Finale der US-amerikanischen National Football League (NFL) wurde in diesem Jahr von 162,9 Millionen Menschen im TV live verfolgt und ist damit das TV Event mit den höchsten Einschaltquoten je her.
Die Zwitscherer schafften es ganze sechs Mal im Laufe der Spiele auf dieses (fast) Allzeithoch, wie die Grafik illustriert. Eines konnte der Superbowl nicht toppen: den Weltrekord von 6.939 TPS am Silvesterabend in Japan ( ja, Twitter nutzt eine eigene Einheit: Tweets per second).
Laut Twitter verursachte der Auftritt von Usher, der als UsherRaymondIV twittert, während der Halbzeit-Show der Black Eyed Peas, das zweit größte hoch in der Anzahl der Tweets. Er war auch die Person, über die am meisten geredet wurde. Auch häufig diskutiert wurden die Black Eyed Peas sowie die Stars Slash, Eminem und Christina Aguilera. Erst dann kommt im Ranking der NFL-Spieler Aaron Rodgers.
Was aber wäre der Super Bowl ohne all die viralen Spots, die bereits seit Wochen durch das Web kursieren. Am meisten geredet wurde bei Twitter über den Doritos-Spot:
Yes we Ken?
Veröffentlicht am 07. Februar 2011 von Anna Friedrich | Soziale Netzwerke, Virales Marketing, Web 2.0
2004 trennte er sich der nun bald 50-jährige Ken von seiner besseren Hälfte Barbie. Mattel nimmt sich das Comeback des Promi-Plastikprinzen sowie den Valentinstag zum Anlass, dem Puppenpaar eine zweite Chance zu geben. Die aktuelle Social Media Kampagne lässt die User antworten auf die Frage: “Sollte Barbie Ken wieder zurücknehmen?”. Je nachdem, wie abgestimmt wird, verändert sich der “Love-o-Meter”, der auch den berühmt berüchtigten Beziehungsstatus “It’s Complicated” mit einschließt.
Und noch nicht genug personifiziert. Barbie und Ken sind auf Facebook, Twitter, FourSquare und Hulu vertreten – ihr Leben wird dort entsprechend inszeniert, als seine sie Menschenwesen.
So fragt Barbie beispielsweise in die Runde: So. Confused. Just need to make my mind up already! Yes or no, do I get back together with @OfficialKen? und Ken schreibt beim Checkin ins Metropolitan Museum of Art: Barbie could spend hours looking at the timeless art, and I could spend hours looking at Barbie.
Ob die Fans nun Amor gewinnen lassen oder nicht, ist dann wohl eher Nebensache. Immerhin bringt der Spielzeugfabrikant seine Püppchen (wieder) ins Gespräch.
Virale Erfolge: Verrückt gewinnt
Veröffentlicht am 03. Februar 2011 von Anna Friedrich | Soziale Netzwerke, Virales Marketing, Web 2.0Lady Gaga ist die Twitter-Königin. Die erst 24-jährige US-Sängerin schafft es mit fast als 8 Millionen Twitter Fans auf das beliebteste Account. Selbst Ashton Kutcher aka aplusk sieht da mit 6,2 Millionen Followern eher blass aus. Überhaupt betreibt Madame Gaga ihre Social Media Präsenzen äußerst erfolgreich: Auf Facebook und Youtube rangiert sie jeweils auf Platz vier der Beliebtheitsskala.
Nicht nur Stars und Sternchen setzen Social Media Kanäle erfolgreich fürs Eigenmarketing ein. Dank der zunehmenden Anzahl an erfolgreichen Viralvideos wird gerade Youtube verstärkt zum Sprungbrett für jedermann. Die No Names werden entweder geliebt und gehyped oder gehasst und schnell abgeschrieben. Dies steigt und fällt mit dem eigenen Talent, der Inszenierung, der Idee, der Videoqualität, der Zielgruppe und vielen anderen Faktoren. Mashable hat die Top15 Musiker des letzten Jahres gelistet.
Einer davon ist Joe Penna: Er schaffte es als Mystery Guitar Man vom Schulabbrecher zum Youtube-Star auf Platz 7 der meistbesuchten Channels. Penna selbst sagt, er konnte so Karriere machen und einige Stufen in Windeseile überspringen, all das “…wouldn’t have happened without YouTube.”
Erfolgsstories wie diese bringen Youtube auf die glorreiche Idee, die besten Entertainer zum Live-Event einzuladen: Playlist Live wird das erste Mal Ende März in Orlando stattfinden, ein Mavens-Event quasi – selbstveständlich MIT Liveübertragung.
Das Teufelsdreieck
Veröffentlicht am 28. Januar 2011 von Anna Friedrich | Medien 2.0, Soziale Netzwerke, Web 2.0Warum wir TEILEN…
Veröffentlicht am 26. Januar 2011 von Anna Friedrich | Medien 2.0, Soziale Netzwerke, Web 2.0
The Sharing Economy from AdNerds
Der Bogen kann aber noch sehr viel weiter gespannt werden: Es liegt in unserer Natur, uns unseren Freunden mitzuteilen und unsere Vorlieben und Örtlichkeiten auszutauschen. Facebook deckt diesen Bedarf ab und wird heute mit mehr als 600 Millionen Nutzern weltweit zum Social Media Monopol. Facebook-VP Dan Rose bringt das so auf den Punkt:
We’re moving from the ‘wisdom of crowds’ to the ‘wisdom of friends.


